Spedition muss sämtliche Kosten tragen

Gegen 13.30 Uhr: Einsatz in Hafenham bei Eiselfing beendet - Der Polizeibericht

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Rund fünf Stunden dauerte heute der Einsatz der Feuerwehren und Rettungsdienste in Hafenham bei Eiselfing. Dort hatte der Fahrer eines Tanklastwagens zirka 500 Liter einer ätzenden Flüssigkeit einfach neben die Straße abgelassen, nachdem eine Eiselfinger Tank-Reinigungsfirma den 40-jährigen weißrussischen Lkw-Fahrer wegen seines nicht leeren Anhängers abgewiesen hatte (wir berichteten). Gegen 13.30 Uhr rückten die letzten Einsatzkräfte ab. Das verunreinigte Erdreich wurde durch ein Bagger-Unternehmen abgetragen und sichergestellt. Fotos: RED

Der Polizeibericht:

Um 9.15 Uhr wurde heute ein Großeinsatz für Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und weitere Fachkräfte der Sicherheitsbehörden ausgelöst. Der Einsatzgrund: „Ein Gefahrgutlaster hat mehrere hundert Liter einer Flüssigkeit einfach ins Erdreich abgelassen.”

Vor Ort mussten die zahlreichen Einsatzkräfte das eigentlich Unfassbare feststellen. Ein 40-jähriger weißrussischer Fahrer eines Gefahrgut-Sattelzuges hatte tatsächlich zirka 500 Liter einer ätzenden Flüssigkeit einfach neben die Straße bei Hafenham abgelassen, nachdem ihn eine Eiselfinger Tankreinigungsfirma wegen seines nicht leeren Anhängers zuvor abgewiesen hatte. Als der Lkw-Fahrer bei der gleichen Tankreinigungsfirma erneut um die Reinigung anfragte, kam dortigen Mitarbeitern der plötzliche Verlust des Gefahrgutes komisch vor und er verständigte sofort die Polizei.

 

Die schnell eingetroffenen Einsatzkräfte sperrten den gefährdeten Bereich weiträumig ab und die Spezialkräfte der Feuerwehr erkundeten die Gefährdungssituation. Letztlich konnte eine unmittelbare Gefährdung im Umfeld der Einsatzstelle zum Glück ausgeschlossen werden. Um Schäden für die Umwelt vorzubeugen, wurde frühzeitig begonnen, das verunreinigte Erdreich mit einem Bagger abzutragen und der sicheren Entsorgung zuzuführen. Diese Arbeiten werden noch bis die Abendstunden andauern. Personenschäden gab es nicht.

 

Im Einsatz waren bis zu 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Wasserburg, Eiselfing, Aham, Bachmehring, sowie der Gefahrgut-Zug der Landkreis-Feuerwehr aus Prien und Bernau. Ebenso waren im Einsatz ein Katastrophenschutz-Team des Landkreises sowie der Kreisbrandrat. Des Weiteren war der Rettungsdienst vor Ort und Fachkräfte des Landratsamtes und Wasserwirtschaftsamtes, als auch der Bürgermeister der Gemeinde Eiselfing. Die Polizei Wasserburg war mit einigen Streifen vor Ort und nahmen den Lkw-Fahrer wegen des Verdachts einer Umweltstraftat vorläufig fest. Ein Team des Gefahrguttrupps der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim übernahm unter Fachleitung der Staatsanwaltschaft Rosenheim die Sachbearbeitung.

 

Der Weißrusse wurde nach erfolgter erkennungsdienstlicher Behandlung und Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder entlassen. Neben einer empfindlichen Strafe werden auf den Fahrer sowie auf die polnische Spedition des Sattelzuges hohe Kosten für den Einsatz und die Entsorgung zukommen.

 

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4 Kommentare zu “Spedition muss sämtliche Kosten tragen

  1. Servus

    Na hoffentlich bekommt der eine saftige Strafe.
    So a Saubär!

    Grüße Benjamin

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  2. “Im Einsatz waren bis zu 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Wasserburg, Eiselfing, Aham, Bachmehring…” – Eiselfing und Bachmehring sind allerdings in diesem Fall das Gleiche. Die FFW heißt Bachmehring und hat ihren Sitz in Eiselfing.

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    1. Bist du ein Gscheidhaferl …..

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  3. Wäre interessant ob da aus Polen wirklich Geld kommt 🤔

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