Fast 100 Kilo Müll beseitigt

Firmgruppe setzt ein Zeichen und befreit die Kapuziner-Insel von Abfall

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„Ora et labora – bete und arbeite” – nach diesem Motto machte sich Samstagmittag die Firmgruppe Schungel/Schenk der Pfarrgemeinde St. Konrad mit Emiliy, Sarah, Clemens, Valentin, Ben, Ludwig und Vincent gemeinsam mit ihren Firmmüttern und weiteren fleißigen Eltern im Rahmen ihres Sozialprojektes auf den Weg zur Kapuziner-Insel. Insgesamt sammelten die Firmlinge fast 100 Kilo Müll auf der Insel.

Die Rahmenbedingungen passten perfekt: Es gab milde Temperaturen mit Sonnenschein und einen niedrigen Wasserstand des Inns zum sicheren Übergang auf die Insel. Dank der bestmöglichen Unterstützung des Bauhofes, der auch den gesammelten Müll entsorgen wird, waren alle mit Greifzangen und Müllsäcken ausgestattet. Spaten, Schaufel, Harke, Eimer und Handschuhe ergänzten die Ausrüstung.

Auf der Insel angekommen, wurde erst einmal das „Basiscamp“ für Brotzeit und Ausrüstung auf der Inselspitze eingerichtet und zwei Sammelgruppen eingeteilt, die von den beiden Inselenden aufeinander zu arbeiteten. Besonders auf der dem Burgerfeld zugewandten Inselseite konnte der Großteil der 100 Kilo Müll gesammelt werden. Bei den Hinterlassenschaften von Hochwasser und Inselbesuchern handelte es sich vornehmlich um Kunststoffe und Stoffreste jeder Art und Größe. Erwähnenswert sind aber weitaus skurilere Sachen wie Teile eines Schlauchbootes, zersägte Fahrradrahmen, Damenunterwäsche, Socken, eine komplette Plane und einen Getränkekasten. Lauter Dinge also, deren natürlicher Verfall noch viele Jahre in Anspruch genommen hätte und einfach nicht in so eine wunderbare Oase der Natur gehören.

Nach getaner Arbeit gab es zur Stärkung erst einmal ein Picknick, um sich dann mit vollem Elan dem besonderen Teil des Nachmittages zu widmen. Die Firmlinge wollten ein weiteres, gut erkennbares Zeichen für ihren Glauben setzen, welches auch alle anderen Menschen erreichen und ihnen einen Moment der Besinnung schenken sollte. Und so haben sie aus Schwemmholz und Kokosfaserschnur ein fast vier Meter hohes Kreuz gebaut und dies auf der der Stadt zugewendeten Inselspitze tief in den Sand eingegraben und gut sichtbar aufgestellt. Daran haben sie ein Schild befestigt, auf dem der große Wunsch der Firmgruppe geschrieben steht: „Bitte haltet unsere Insel sauber!“  – eigentlich kein Problem, da es einen Abfallkorb gleich beim Übergang am Kraftwerk gibt.

Nach drei Stunden Arbeit gingen alle glücklich, müde und mit der Erfahrung, die eigenen Grenzen verschoben zu haben, wieder nach Hause – im Gepäck mehrere, schwere Müllsäcke mit dem gesammelten Abfällen.

PS/AS

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8 Kommentare zu “Fast 100 Kilo Müll beseitigt

  1. Eine tolle Aktion! Hoffentlich bleibt das Kreuz noch lange unbeschädigt stehen!

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  2. Hoffentlich sind nicht noch Überreste von unseren Lagern, die wir vor über 50 Jahren auf der Kapuziner Insel errichtet habe gefunden worden. Dort konnten wir unsere geliebten “Deifestricks” racha. O mei, is des lang her.
    Hof Herbert

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  3. Tolle Aktion. Und gerade noch vorm Hochwasser geschafft.

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  4. Fischer Elisabeth

    Tolles Projekt, das ist eine lobenswerte Umweltaktion für unsere Natur! Vielen Dank an die Firmgruppe und Ihre Betreuer. Elisabeth Fischer

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  5. Bin täglich mit meinem Hund am Inndamm unterwegs – ich sehe sehr viel Haarsträubendes, z.B.zurückgelassene Decken, Unmengen in die Umwelt weggeschnippte Zigarettenkippen, Kronkorken von Flaschen, sehr viele Scherben und Müll Müll Müll – neben den Müllkörben achtlos daneben geworfen.

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  6. So viel zu den oft unsäglichen Kommentaren von oft älteren Personen über die angeblich so verantwortungslose Jugend.
    Super gemacht. Meine Bewunderung!

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  7. Vielen Dank an die “Firmmütter” und Arne für die Organisation und Umsetzung dieser Aktion. Den Kindern hat es “voi daugdt”, wie man sieht.
    Wie wäre es mal allgemein mit dem Motto: Ora et labora – statt immer nur schlau und laut zu labern.

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  8. Super Idee – guat gmacht!!!

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