Fan beleidigt Schiri: Spielabbruch!

Babensham: Partie in Schechen endet in der 75. Minute - Das sagt der Trainer

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Das hat es im Heimatfußball noch nicht oft gegeben – die Kreisklassen-Begegnung zwischen Schechen und Babensham wurde am heutigen Sonntagnachmittag abgebrochen. Der junge Schiedsrichter Max Middendorfer hatte so in der 75. Spielminute entschieden – beim Stand von 1:0 für Schechen. Für beide Teams war die Entscheidung überraschend. Die Wasserburger Stimme sprach nach dem Abbruch mit dem Babenshamer Trainer Christian Brack …

Seiner Ansicht nach war die Begegnung von Beginn an nicht übermäßig ruppig. Jedoch erhitzten sich hüben wie drüben immer wieder die Gemüter der Fans, so wie man es bei vielen Begegnungen erlebe, so Brack. Der Schiedsrichter, der sein zweites Kreisklassen-Spiel pfiff, habe um mehr Ruhe von außen gebeten.

Das Hauptproblem, das die Entscheidung des Spielabbruchs ins Rollen brachte, sei dann – seiner Ansicht nach – gewesen, als der Schiedsrichter bei einer Einwurf-Situation sich daran störte, dass Zuschauer auf Bänken nahe und in der Coaching-Zone saßen. Der Schiri holte den Kapitän der Babenshamer, Edl König, zu sich, um die Situation so zu klären, dass sich die Zuschauer dort nicht mehr aufhalten sollen.

Babenshams Trainer Brack habe daraufhin alle aus diesem Bereich weggeschickt. Ein Fan habe dann aber ein Schimpfwort zum Schiri gerufen: ‚Du bist so ein …‘

Max Middendorfer habe daraufhin die Partie abgepfiffen. Mit den Worten: Er lasse sich nicht beleidigen.

Die Schechener hätten dann noch versucht, den Schiedsrichter wieder umzustimmen, seien ihm in Richtung Kabine hinterher. Doch das Spiel blieb beendet. Beide Teams seien von der Reaktion überrascht gewesen und man habe erst einmal auf dem Platz abgewartet.

Nun, so Brack, werde wohl am grünen Tisch entschieden, wie die Partie gewertet werde oder wie überhaupt vorgegangen werde. Man werde wohl jeweils einen Bericht abgeben müssen. So genau wisse man das jetzt noch nicht.

Babensham ist aktuell Fünfter mit 26 Punkten und Schechen Achter mit 23 Punkten bei jeweils 15 absolvierten Spielen

Das Tor für Schechen hatte heute in der 25. Minute Markus Roth erzielt.

So haben sie bis zum Abbruch gespielt (rechts Babensham):

keeper Johannes Baumann 1 1 Emanuel Seidl keeper
player goal Markus Roth 2 2 Lukas Wagner player
player Felix Altmoeder 3 3 Leonhard Kirchlechner player
captain substitution home Dominik Boujnah 4 4 Andreas Huber player
player Fabian Thost 5 5 Hans Lamprecht substition guest player
player Markus Höhensteiger 6 6 Ludwig Frank substition guest player
player Sebastian Cleß 7 7 Mathias Hintermayr player
player Josef Wittmann 8 8 Frederik Friedlhuber player
player Sebastian Bachl 9 9 Jonas Hintermayr player
player substitution home Raphael Altenweger 11 10 Eduard Koenig captain
player Tobias Lechner 12 11 Thomas Estermann yellow card player
Ersatzbank
substitute substitution home Stefan Lechner 10 15 Jakob Reitmaier keeper
substitute substitution home Florian Ruhland 15 12 Thomas Hof substition guest substitute
substitute Michael Huber 16 13 Sebastian Christlhuber substitute
14 Stefan Oettl yellow cardsubstition guest substitute
Trainer
k.A. Brack, Christian

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10 Gedanken zu „Fan beleidigt Schiri: Spielabbruch!

  1. Recht hat da Schiri, warum sich erwachsene Menschen nicht zusammen reißen können, das wird mir immer ein Rätsel bleiben.
    1. Regel im Fußball, provoziere nicht den Schiri – da kannst nur verlieren.

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  2. Absolut korrekte Entscheidung, kann’s ja ned sein, dass die Unparteiischen immer der Prellbock für die Leid sind, die keinen Anstand gelernt haben.

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  3. Fußball Fan

    Find es auch die richtige Entscheidung …
    Wir können froh sein, dass es Schiris gibt, sonst könnten wir den großartigen Sport nicht ausüben …
    Also Danke an jeden Schiri 👍🏼

    (Auch Schiris sind nur Menschen und haben mal nen schlechten Tag!)

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  4. Helmut Maier

    Spielabbruch
    Ich meine, dass hier der Schiri mit dem Spielabbruch überreagiert hat.
    Denn wie will ein Platzverein, der ja für die Platzaufsicht mit seinem Ordnungsdienstzuständig ist, beleidigende Äußerungen im Vorfeld verhindern?
    M. E. hätte man dies so unter Einschaltung des Spielführers und Beiziehung des Ordnungsdienstes – mit der Feststellung der Personalien und der Verweisung des Übeltäters von der Sportanlage – lösen können.

    Natürlich mit Vermerk im Spielbericht. Und das Spiel hätte regulär abgewickelt werden können. Folgend: Entscheidung durch Sportgericht.

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  5. Früher war man ehrenamtlich tätig, um sich altruistisch für ein schönes Miteinander einzusetzen.
    Heute ist man es um angesehen, bewundert und geschätzt zu werden. Wenn das dann einmal nicht der Fall ist, zieht man alle Karten, die man hat.
    Als Schiri eben Spielabbruch, alle anderen mit Facebook-Veröffentlichungen und Strafanzeigen.
    Naja, verdenken kann man es niemandem, weil wieso sollte man sich altruistisch für andere einsetzen, wenn man kein Geld dafür bekommt.

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    1. Ich dachte, da hagelt es Proteste.
      Vielleicht wollte aber niemand den Schmarrn zurechtrücken.

      Zur Klärung: Ich kenne viele Ehrenamtliche, die nicht dafür tätig sind, um angesehen, bewundert und geschätzt zu werden.

      Am ehesten noch trifft „geschätzt” zu, aber von denjenigen, denen geholfen wird, sei es von der Feuerwehr, bei der Tafel, bei den Johannitern, bei der AWO, im MGH oder …

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      1. Ich erinnere mich an Bilder wo ein Feuerwehrler Gaffer mit dem Schlauch anspritzt.
        Dass Gaffen, Filmen und Opfer bloß stellen unmoralisch und strafbar ist, ist die eine Seite. Aber der altruistische Gedanke an einer ehrenamtlichen Aufgabe ist nun mal nicht der, sich als Held feiern zu lassen, weil er der Rechtsstaatlichkeit zuvor kommt. Und so ist es auch beim Schiri hier. Er darf sich daran freuen, dass er Teil einer kollektiven Freizeitgestaltung ist, aber wenn er glaubt, er kann hier einen auf „ich hab die Macht und das zeig ich euch“ machen will, dann hat er das Ehrenamt nicht verstanden und zieht alle anderen, die es ernst meinen mit dem Ehrenamt durch den Dreck. Aufmandln ist nämlich das Gegenteil vom eigentlichen ehrenamtlichen Gedanken.
        Und ja ich kenne auch Leute, die ihr Ehrenamt so ausführen, wie es sein soll und denen bin ich auch sehr dankbar. Aber die sogenannten Einzelfälle nehmen wohl auf beiden Seiten zu.

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  6. Total überzogen – so könnte man ja jedes Spiel zum Abbruch zwingen. Dem Zuschauer sollte man ein Stadionverbot aussprechen und gut ist es.

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  7. die bomshamer hools, hahaha lächerlich…

    aber wenigstens diesmal nicht wieder ein „derby“ was die WS ja immer gerne betont ….

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  8. Wie soll hier dann entschieden werden? Ein Wiederholungsspiel?

    Dann würde jede Mannschaft, die einem Rückstand nachläuft, ein neues Spiel provozieren können.

    Meine Herren, wie schon vor 50 Jahren – es handelt sich hier um Fußball und nicht um Schach.

    Ich glaube noch kein einziges Spiel im Kontaktsport erlebt zu haben, wo so etwas nicht passiert ist.

    Jeder Verein muss seine Fans im Zaum halten und dafür gerade stehen, ein Spielabbruch ist überzogen.

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