„Fahr’n fahr’n fahr’n auf der Autobahn”

Grenzpolizeilicher Alltag am letzten Faschings-Wochenende 2019

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Während am letzten Faschings-Wochenende in der Region vielerorts gefeiert wurde, hatten die Bundespolizisten Rosenheim bei den Grenzkontrollen wieder alle Hände voll zu tun. Rund 30 Migranten sind beim Versuch, illegal einzureisen, festgestellt worden. Die meisten von ihnen wurden an der A93 in Gewahrsam genommen. Ein Nigerianer hatte offenbar ganz andere Pläne und widersetzte sich in der Kontrollstelle mit Gewalt mehrfach den Anweisungen d

Lediglich vier der insgesamt 31 Migranten, die von den Bundespolizisten ohne die erforderlichen Papiere zwischen Kufstein und Rosenheim angetroffen wurden, befanden sich in Zügen. Der Großteil war hingegen mit Fernreisebussen oder anderen Kraftwägen auf der Inntalautobahn unterwegs.

Sie stammen unter anderem aus Nigeria, Ghana, Gambia, Mali, Algerien, Afghanistan, Pakistan, Albanien beziehungsweise Kolumbien. Ein Afghane versuchte vergeblich, die Beamten mit einer gefälschten griechischen Flüchtlingskarte zu täuschen. Er wurde nicht nur wegen versuchter illegaler Einreise, sondern darüber hinaus auch wegen Urkundenfälschung angezeigt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft musste er vorab 350 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren hinterlegen.

Eine zusätzliche Anzeige erhielt auch ein nigerianischer Staatsangehöriger, der unter Berücksichtigung seiner finanziellen Mittel eine Sicherheitsleistung in Höhe von 150 Euro zu zahlen hatte. Er wird beschuldigt, gegen die Anweisungen der Beamten gewaltsam Widerstand geleistet zu haben. Nachdem ihm im Fernbus aus Italien eröffnet wurde, dass seine Reise an der Rastanlage Inntal-Ost beendet wäre, sperrte er sich körperlich gegen die Festnahme und kam den weiteren Anweisungen der Beamten nicht mehr freiwillig nach.

Schließlich mussten dem 23-Jährigen sogar Handschellen angelegt werden. Wie sich bei der grenzpolizeilichen Befragung mithilfe eines Dolmetschers herausstellte, hatte der in Italien registrierte Mann ohnehin kein Interesse an Schutz oder Asyl in der Bundesrepublik. Daher wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der österreichischen Polizei überstellt. Über das Wochenende verteilt hat die Rosenheimer Bundespolizei von den 31 festgestellten Migranten 19 nach Österreich zurückgewiesen.

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