Fäuste flogen: Haftzellen „gut besucht“

Das Wiesn-Blaulicht zum zweiten Herbstfest-Wochenende in Rosenheim

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Pünktlich zum einsatzstarken, zweiten Rosenheimer Herbstfest-Wochenende legte der Polizeipräsident Robert Kopp höchstpersönlich eine Nachtschicht ein. Die praktische Umsetzung des über Monate geplanten Präsidialeinsatzes sowie das direkte Gespräch mit den Einsatzkräften auf dem Festgelände …

… aber auch zu späterer Stunde im Innenstadtbereich, das alles stand im Fokus des Behördenleiters.

Ein paar übermäßig alkoholisierte „Streithanseln“ gerieten meist zu späterer Stunde aneinander und hielten die Einsatzkräfte ein wenig in Atem, doch mit vereinten Kräften konnte die Lage schnell beruhigt werden, sagt die Polizei am heutigen Sonntagabend …

Ein Los mit freier Auswahl glaubten wohl vier besonders lustige Burschen aus dem Landkreis Berchtesgadener Land gezogen zu haben. Die vier 26- und 27-Jährigen wurden durch Beamte der Bundespolizei im Innenstadtbereich kontrolliert, da diese mit einem riesigen, aufgespannten, rot-weißen Schirm einer Rosenheimer Brauerei unterwegs gewesen waren. Darauf angesprochen gaben sie wenig glaubhaft an, den Schirm „gewonnen“ zu haben. Die vier „Glückspilze“ mussten leider ihre „Schirmherrschaft“ abgeben und sie erwartet zudem ein Strafverfahren wegen Diebstahl.

Kurz vor 5 Uhr am heutigen Sonntagmorgen verwechselten wohl zwei 20-jährige Inntaler den Tag mit dem unsinnigen Donnerstag. Mit weit über einem Promille „gestärkt“ übernahmen die kräftigen Burschen unaufgefordert die Aufgabe des städtischen Bauhofs und packten unter anderem einige Verkehrszeichen von der Kaiserstraße auf eine Sackkarre. Eiligen Schrittes in Richtung Innenstadt laufend konnten die „unmaskierten Bauhofarbeiter“ gestellt und die abgebauten Verkehrszeichen wieder ihrer wahren Bestimmung zugeführt werden. 

Die Haftzellen der Polizeiinspektion Rosenheim waren über das Wochenende ebenfalls gut besucht. Der immer wieder einsetzende Regen sorgte zunächst in den Zelten und zu späterer Stunde auch in der Innenstadt für dichtes Gedränge. Die Polizeieinsätze häuften sich. Immer wieder gerieten der ein oder andere „Streithansel“ aneinander und die Fäuste flogen. Mehrere Körperverletzungen wurden zur Anzeige gebracht und bei manch völlig Unbelehrbaren konnten die Aggressionen nur durch eine kostenpflichtige Übernachtung in der Arrestzelle entschärft werden.

„Das Rosenheimer Herbstfest zählt wiederkehrend zu den größten Einsatzlagen im südlichen Oberbayern. Aus diesem Grund ist es mir auch hier besonders wichtig, die Einsatzsituation vor Ort mitzuerleben. Es freut mich zu sehen, mit welchem Engagement die Kolleginnen und Kollegen ihren anspruchsvollen Dienst verrichten und so für einen sicheren und friedlichen Verlauf der Wiesn sorgen“, so Polizeipräsident Robert Kopp.

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