„Europa-Wahl wird Schicksals-Wahl!”

Prof. Dr. jur. Angelika Niebler, EU-Abgeordnete für Bayern, sprach vor Landwirten

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Seit 20 Jahren arbeitet Prof. Dr. jur. Angelika Niebler als Abgeordnete für Bayern im Europäischen Parlament – erstmals konnte sie jetzt auf Einladung der Volksbanken Raiffeisenbanken Rosenheim und Umgebung in der Inntalhalle vor einer großen Anzahl von Landwirten sprechen. Ihre Ausführungen begann die überzeugte Europäerin mit den Worten: „Wir dürfen nicht müde werden, für 70 Jahre Frieden, Freiheit und Wohlstand zu danken und uns um eine gute Landwirtschaft zu sorgen …

… für diese brauchen wir ordentliche Rahmenbedingungen, denn kein Staat könnte es sich leisten, was Bauern 24 Stunden an allen sieben Tagen in der Woche leisten“.

Aufgrund von Haushalts-Zwängen werde es laut Frau Niebler Veränderungen geben, für die Landwirtschaft aber sollen bisherige Zahlungen so weit wie möglich beibehalten werden.

Zum aktuellen Bienen-Volksbegehren sagte die stellvertretende CSU-Vorsitzende:

Da habe ich nicht unterschrieben, denn mir fehlt bei dieser Aktion die Wertschätzung gegenüber den Leistungen der Landwirtschaft.

Bayern mit nunmehr 13 Millionen Einwohnern hat eine Bevölkerung mit starkem Zuzug, mit baulicher Verdichtung und mit enormen Erwartungen gegenüber Natur, Umwelt und Freizeit. Da ist es ein Glücksfall, dass für den Runden Tisch der Bayerischen Staatsregierung Alois Glück als Moderator gewonnen werden konnte“, so Prof. Niebler, die noch monierte, dass in den vielen TV-Talk-Sendungen zwar große Wirtschaftsvertreter zu Wort kommen, aber der Stand der Bauern und deren Leistungen kaum gewürdigt würden.

Gigantische Auswirkungen seien laut Niebler bei einem Brexit von Großbritannien zu erwarten, dieses Land sei mit 14 Milliarden Euro ein großer Netto-Zahler und dieses Geld werde fehlen.

„Bei unseren aktuellen Haushalts-Beratungen für die Jahre 2020 bis 2027 wollen wir so wenig wie möglich Kürzungen, insbesondere wollen wir kleine Betriebe stärker berücksichtigen als Großbetriebe“, sagte die EU-Politikerin, die bei einem Brexit massive Marktveränderungen nicht nur für das Import-Land Großbritannien befürchtet.

Aus diesem Grund seien europäische Handelsverträge mit weltweiten Partner wichtig und die bevorstehende Europa-Wahl werde eine Schicksals- und Richtungswahl!

Hierzu sagte sie: „Die heutigen Vorzüge der EU und 70 Jahre Aufbauarbeit dürfen wir nicht in Frage stellen und den aus Bayern stammenden und erdverbundenen Manfred Weber als Spitzenkandidaten müssen wir zusammenhaltend unterstützen“.

Mit Produkten aus der Region bedankten sich Vorsitzender Hubert Kamml und Kreisdirektor Agrar Christian Bürger bei der EU-Politikerin für ihre Ausführungen.

Foto: Hötzelsperger

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