„Es zählt nicht nur das Jahresgehalt“

CSU-Bildungsgipfel in Zellerreit - Digitales Klassenzimmer bald an allen Schulen?

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Wie sehr die berufliche Bildung die Menschen bewegen kann, hat der vierte Bildungsgipfel des Landtagsabgeordneten Otto Lederer gezeigt. Dieser fand mit Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler im gut besuchten Gasthaus Esterer in Zellerreit (unser Foto) statt. Das Thema: „Gleichwertigkeit von Beruf und Studium: Neue Chancen mit Dualer Bildung und Digitalisierung ergreifen!“ 

Der Abend war nicht nur facettenreich, sondern auch tiefgründig. Er hat gezeigt, dass diese Thematik eine gesamtgesellschaftliche Dimension hat und deshalb an „vielen Stellschrauben gedreht werden muss“. So formulierte es Staatssekretär Sibler.

So genüge es zum Beispiel nicht, nur von Seiten des Staates gut ausgebildete Lehrer in ausreichender Anzahl zur Verfügung zu stellen, um alle Bildungsaufgaben erfüllen zu können. „Es ist vor allem wichtig, dass sich die oft negative Haltung zur beruflichen, dualen Ausbildung in den Köpfen der Gesellschaft ändert“, erklärt Sibler (unser Foto).

Dass dies ein langer Prozess werde, daraus machte der Staatssekretär keinen Hehl. Aus diesem Grund seien Veranstaltungen, wie der jährlich stattfindende Bildungsgipfel von Otto Lederer, sehr wichtig, „um die Vorteile unseres sehr guten beruflichen, dualen Aus- und Weiterbildungssystems in Bayern immer wieder in den Fokus zu rücken“, sagt Sibler. Denn der Mangel an Fachkräften, der vor allem im beruflichen und weniger im akademischen Sektor zu verzeichnen sei,, stelle für viele Firmen in unserer Region bereits heute schon ein großes Problem dar.

Aus diesem Grund sollten Unternehmen jede Chance nutzen, um Jugendliche für die duale Ausbildung in Bayern zu begeistern, fügt Lederer hierzu an. „Mittlerweile zählt bei vielen jungen Menschen nicht mehr allein das Jahresgehalt, sondern auch, was die Betriebe sonst noch zu bieten haben: Aufstiegschancen, flexiblere Arbeitszeiten, Gesundheitsmanagement oder die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“

„BAYERN DIGITAL II“: Weitere Verbesserung der digitalen Bildung

Angesprochen wurde auch das Thema Digitalisierung, das weitere Entwicklungsmöglichkeiten für die Unternehmen bieten könne: „Diese können, sinnvoll eingesetzt, Fachkräfte entlasten und Arbeitsprozesse vereinfachen. Wichtig ist dabei, unsere Jugend auf die Chancen, aber auch auf die Risiken der Digitalisierung vorzubereiten“, erklärt Otto Lederer.

Mit einem neuen, breit angelegten Zehn-Punkte-Masterplan zur Digitalisierung hat die Staatsregierung kürzlich den Masterplan „BAYERN DIGITAL II“ gestartet. Dadurch soll Bayern zur Leitregion für die Digitalisierung werden. Im Zeitraum 2018 bis 2022 sollen dadurch mit einem Volumen von drei Milliarden Euro und über 2.000 Stellen zum Beispiel neue Maßstäbe in der digitalen Bildung gesetzt werden.

Dies bedeute konkret:

Einführung des digitalen Klassenzimmers an allen Schulen – mit mehrjährigem Förderprogramm – Informatik/Informationstechnologie wird Pflichtfach an allen Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien, Fortbildungsoffensive – Qualifizierungsoffensive für Lehrkräfte in der Informatik und der Ausbau digitaler Lehrangebote der Hochschulen – zur Kooperation mit der betrieblichen Aus- und Weiterbildung.

„Jedes unserer Kinder soll seinen Weg gehen können“

Beide Bereiche, die akademische und die berufliche Bildung, haben Vor- und Nachteile. Hier waren sich die rund 100 anwesenden Gäste einig.

Wichtig ist Lederer (Foto) hierbei jedoch eins: „Jedes unserer Kinder soll seinen eigenen Weg machen und die Chance haben, den Beruf zu ergreifen, den es sich wünscht!“

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