„Es ist eine große Herausforderung”

„Es ist für uns eine echte Herausforderung. Wir haben ja keinen klassischen Schulbetrieb, sondern wir müssen uns auch noch um Unterkunft und Verpflegung für unser Anwärter kümmern”, sagt Brigitte Schulan, Leiterin der Akademie der Sozialverwaltung in Wasserburg. Dennoch sei man zuversichtlich, zum geplanten Schulstart am 18. Mai alle Sicherheitsmaßnahmen und Regelungen erfüllen zu können. „Wir starten erstmal mit 80 bis 100 Schülern des Abschlussjahrgangs. Damit bleiben zwei Drittel zunächst zuhause und werden online unterrichtet”, so Schulan.

Was es in der gegenwärtigen Krisenzeit die Sache für die Schulleitung nicht einfacher macht: Die Beamten-Anwärter, die an der Akademie unterrichtet werden, kommen aus ganz Bayern. „Wir müssen also genau darauf achten, dass alle im Unterricht den nötigen Abstand von eineinhalb Metern einhalten können. Das müsste aber durch die geringere Schülerzahl machbar sein.”

Auch die Lehrkräfte würden natürlich besonders geschützt. „Eventuell unterrichten wir im Mehrschichtbetrieb, um die ganze Sache noch weiter zu entzerren und weniger Schüler auf größerer Fläche zu haben. Wie wir das mit der Verpflegung machen, ist noch nicht ganz klar. Es wird aber sicher nicht den klassischen Mensa-Betrieb geben”, so die Schulleiterin.

Insgesamt stehe die Schule weiter vor großen Herausforderungen. „Wir haben stetig steigende Schülerzahlen. Bisher waren wir bereits mit 260 Anwärtern voll belegt. Fürs kommende Schuljahr sollen’s sogar noch mehr werden. Wir bekommen dann ernsthafte Platzprobleme.” Man hoffe deshalb auch auf den dringend nötigen Erweiterungsbau, der derzeit aber noch in der Planungsphase stecke (wir berichteten).