Es grünt so grün

Mandate im ganzen Landkreis mehr als verdoppelt - Mehr als die Hälfte davon von Frauen besetzt

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Die Grünen im ganzen Landkreis Rosenheim freuen sich über eine erfolgreiche Kommunalwahl. Trotz der Einschränkungen durch das Corona-Virus stehen Grüne in den Stichwahlen um den Posten der Landrätin, des Oberbürgermeisters der Stadt Rosenheim und der Bürgermeisterin in Bad Aibling. Georg Reinthaler wurde als Erster Bürgermeister in Eiselfing mit 91 Prozent wiedergewählt. Außerdem konnten die Grünen ihre Mandate im Landkreis mehr als verdoppeln …

Saßen in den vergangenen sechs Jahren noch 41 Grüne in den Stadt- und Gemeinderäten, so sind es ab dem kommenden Mai 91.

„Besonders freut mich, dass mehr als die Hälfte der grünen Mandate im Landkreis nun von Frauen besetzt sind“, sagt Steffi König aus Wasserburg, Kreisvorsitzende der Rosenheimer Grünen. „Echte Frauenpolitik wird nun mal nicht mit Lippenbekenntnissen, sondern mit harten Fakten gemacht. Hier zeigt sich ganz deutlich: Die grüne Frauenquote ist ein echtes Erfolgsmodell!“

Zwei Frauen schafften es sogar mit sensationellem Ergebnis in die Stichwahl.

Bei der Grünen-Landratskandidatin Ursula Zeitlmann (unser Foto oben) ist die Freude groß: „Ich bin gegen die favorisierten Männer von CSU und Freien Wählern angetreten, insofern ist mein Einzug in die Stichwahl ein riesiger Erfolg“, sagt die 50-jährige Juristin. „Es hat sich gezeigt, dass sich der Landkreis nach einer mutigen Veränderung sehnt. Echter Klimaschutz, bessere Verkehrskonzepte, bezahlbarer Wohnraum und eine Abfallentsorgung, die dem 21. Jahrhundert gerecht wird – das sind Fragen, die die Menschen vor Ort bewegen. Und diese Themen habe ich glaubhaft besetzen können.“

In Bad Aibling geht Unternehmerin Martina Thalmayr in das Rennen um den Chefsessel im Rathaus.

Doch Zeitlmann und Thalmayr sind nicht die einzigen Grünen, die derzeit die Stichwahlen ansteuern. In der Stadt Rosenheim feiern die Grünen ihren Kandidaten Franz Opperer, der nun gegen die CSU am nächsten Sonntag, 29. März 2020, um das Oberbürgermeisteramt kämpft.

„Dieses Wahlergebnis ist ein grandioser Erfolg für uns“, meint Opperer. „Über neun Prozentpunkte konnte unsere Fraktion im Stadtrat zulegen. Statt mit sechs wie bisher, sitzen wir künftig mit elf Frauen und Männern im Stadtrat. Das ist ein klares Zeichen für einen Aufbruch in die Zukunft.“

Dieses Signal sei stark genug, um auch bei der Frage um die politische Ausrichtung des Rathauschefs neue Akzente zu setzen. „Rosenheim wird in den nächsten sechs Jahren viel grüner werden, da bin ich mir sicher“, so der 54-jährige Unternehmer, Goldschmied und Künstler.

„Unser Erfolg beruht auf zwei wesentlichen Säulen“, analysiert der Kreisvorsitzende Hubert Lingweiler die Wahlergebnisse. „In sieben Gemeinden sind wir erstmals mit einer Liste angetreten. Und in all diesen Gemeinden haben wir auf Anhieb zwei, oft drei, manchmal sogar vier Mandate gewonnen.“

Die zweite Säule sei die äußerst positive Entwicklung der Mitgliederzahlen im vergangenen Jahr gewesen: „Wir konnten überall im Landkreis auf hochmotivierte Mitglieder zurückgreifen und einen Wahlkampf organisieren, wie er bisher so nicht möglich war. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die uns in den vergangenen Wochen und Monaten so stark unterstützt haben und zu diesem großen Erfolg beigetragen haben.“

 

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