„Es geht um unsere Existenz”

Demo für Reisebüros in Berlin: Jutta Mauritz aus Wasserburg mit dabei

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Eine bundesweite Protestwelle schwappte heute nach Berlin hinein: Aus ganz Deutschland trafen Teilnehmer zu Demonstrationen der Reisebranche ein. Neben den Reisebüros sind auch Reiseveranstalter, die Reisebusbranche und touristische Technikdienstleister mit dabei. Und auch eine Fachfrau aus Wasserburg – Jutta Mauritz vom gleichnamigen Reisebüro am Marienplatz. „Ich arbeite seit 33 Jahren in der Reisebranche“, stellt sie entnervt fest …

… „ich habe den Golfkrieg erlebt, den 11. September – aber so etwas habe ich noch nicht durchgemacht!“

„So etwas“ ist Covid-19, der ihr Geschäft, wie auch das vom Reisebüro Eggerl und anderen Wasserburger Reisebüros, nahezu komplett lahmgelegt hat. Alle hoffen sie auf öffentliche Hilfen. „Wir lassen jetzt nicht locker, bis eine tragfähige Entscheidung der Regierung für uns Reisebüros und die gesamte Tourismusbranche beschlossen wurde. Es geht um unsere Existenz“, so Mauritz, die bereits gestern mit ihren Hunden in die Bundeshauptstadt gereist war.

Gefordert wird ein Rettungsschirm für die Reisebranche. Die Branche habe Umsatzrückgänge von bis zu 90 Prozent zu verkraften, für etliche Unternehmen sei es schon jetzt 5 nach 12, so die Organisatoren des Aktionstages.

Unter dem Motto „Rettet die Reisebranche – Wir zeigen Gesicht“ gab es Demonstrationsmärsche, Sternfahrten mit Reisebussen und verschiedenste Kundgebungen, darunter auch vor dem Reichstag.

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9 Kommentare zu “„Es geht um unsere Existenz”

  1. Das ist der gravierende Unterschied….die “Entscheider” müssen sich um ihre “Existenz” keine Sorgen machen….die bekommen auch weiterhin regelmäßig ihre Kohle….
    Vielleicht ein “Fingerzeig” für die nächsten Wahlen…..

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    1. Super Idee, Ivan. Wenn du uns jetzt noch verrätst wer von den wählbaren Entscheidern nicht regelmäßig Kohle bekommt – spätestens nach der Wahl!

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  2. Vielleicht sollte man die Reisebranche im Gegenzug zu Staatshilfen verpflichten pro Person dann nurnoch eine definierte CO2 Menge in einem bestimmten Zeitraum durch Reisen zu verkaufen.
    So kann diese Branche einen Beitrag leisten die Existenz der Menschheit zu retten.

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    1. Hat was…..

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  3. Hallo SFF, Danke für deinen sinnlosen Beitrag.

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  4. Demo ohne Mundschutz? Man sollte sich dann echt überlegen, wo man die nächste Reise bucht, wenn die nicht mit gutem Beispiel voran gehen.

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  5. @ein Anwohner – auf den Fotos ist klar ersichtlich der Mindestabstand eingehalten. Nachdem weder die Demos in Stuttgart (30.000Teilnehmer) noch die Demos in München (3.000- 25.000)Teilnehmer irgend einen Anstieg in Infektionskurven verzeichneten, stellt sich mir die Frage, bei welchem Reisebüro Sie zukünftig buchen wollen, wenn es diese aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr gibt.
    Respekt, Jutta, dass Du die weite Anfahrt in Kauf genommen hast, um Gesicht zu zeigen!

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  6. Für alle und jeden einen Rettungsschirm🤔
    Fernreisen / Flugreisen und Kreuzschifffahrten
    sollten nicht vom Steuerzahler subventioniert werden, genau so wenig wie die Automobilindustrie.
    Wenn wir jetzt nicht umdenken, wann dann?

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  7. @SFF So etwas realitätsfernes habe ich lange nicht mehr gelesen.

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