Es bleibt absurd!

Unser Kommentar zu einem „besonders schweren Fall des Diebstahls"

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Kann es strafbar sein, weggeworfene, aber noch genießbare Lebensmittel aus dem Container eines Supermarktes zu holen? Ja, gar zu retten? Man nennt das „containern”. Ist es gerecht, wenn in Zeiten der Klima-Erwärmung und zunehmender Ressoucen-Knappheit sozusagen die Verschwendung straflos bleibt – aber die Sparsamkeit zum Verbrechen wird?

Zwei Studentinnen standen gestern vor Gericht in Fürstenfeldbruck. Caro (27) und Franzi (25) hatten im Sommer 2018 Gemüse und einige Milchprodukte aus der Tonne eines Supermarktes geholt. Sie wurden dabei erwischt und angezeigt. Das Urteil gestern – begleitet von Demos vor der Justiz-Türe: Franzi und Caro müssen 225 Euro Strafe zahlen und jeweils acht Sozialstunden leisten. Eine Strafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Strafe bleibt Strafe: Wie absurd ist es, ein Recht zu schützen, bei dem man lieber Lebensmittel wegwirft und in einer Mülltonne belassen will – als dieses Essen noch jemanden essen zu lassen … moand d’Renate.

Ps: Franzi und Caro wollen weiter gegen die Verschwendung kämpfen, ihre Petition „Containern ist kein Verbrechen“ mit aktuell über 90.000 Unterschriften bald übergeben und ein Vernetzungstreffen starten.

 

 

 

 

 

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