Erster Corona-Fall im Landkreis

Landratsamt meldet am Nachmittag: Infizierte Person in häuslicher Quarantäne - Keine Ortsangabe

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Erstmals ist bei einer Person aus dem Landkreis Rosenheim der neuartige Corona-Virus nachgewiesen worden. Das teilt am heutigen Sonntagnachmittag um 14.30 Uhr das Landratsamt mit, nachdem es eine offizielle Mitteilung des Bayerischen Gesundheitsministerium gab. Das Gesundheitsamt Rosenheim ergänzt dazu, dass sich die Person am vergangenen Freitag selbst bei der Gesundheitsbehörde gemeldet habe. Die Untersuchung eines Abstrichs habe offenbar erst jetzt ein positives Ergebnis ergeben.

Die Person hatte beim Skiurlaub in Südtirol – wo genau steht nicht dabei – Kontakt zu einer befreundeten Person, bei der zuvor der neuartige Corona-Virus festgestellt worden war, heißt es.

Da die Person ohne Krankheitssymptome sei, könne sie in häuslicher Quarantäne bleiben.

Mehr wird von der Behörde nicht bekannt gegeben, weder die genaue Ortschaft/Gemeinde noch, ob Personen des Umfeldes der Person nun ebenfalls getestet werden.

Unsere Recherche ergab, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt sieben neue Coronavirus-Fälle in Bayern gemeldet wurden – darunter vor allem Oberbayern mit München sowie jeweils mit Fällen in den Landkreisen Freising, Starnberg, Ebersberg und eben Rosenheim. Die drei gestern bestätigten Fälle mit einer Corona-Infektion waren bereits die aus dem Landkreis Rosenheim, Ebersberg und München …

Es werden sehr wohl von den Gesundheitsbehörden aktuell mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen ermittelt, heißt es weiter. Es handele sich bei der Person aus dem Landkreis Rosenheim offenbar um einen Mann in nun häuslicher Quarantäne.

Auch im Nachbarlandkreis Ebersberg ist ein Coronavirus-Fall aufgetreten. Bei dem Infizierten handelt es sich um einen 52-jährigen Geschäftsmann mit beruflichen Kontakten nach Italien, so das Gesundheitsamt hier genauer. Der Mann sei symptomfrei bislang und hatte sich nur vorsichtshalber testen lassen – wegen Geschäftsbeziehungen nach Italien. Er und seine Firmen-Mitarbeiter stehen aktuell unter häuslicher Quarantäne, ebenso die Ehegattin und die Tochter. Testergebnisse stünden hier noch aus.

Das Landratsamt Freising wiederum teilt am Nachmittag mit, der dortige Patient sei noch in der Nacht zum heutigen Sonntag ins Klinikum Freising gebracht und dort isoliert untergebracht worden.

Bei einem der bayerischen Fälle handelt es sich offenbar um einen Mitarbeiter des Unternehmens DMG Mori in Pfronten. Nun sollen am Montag und Dienstag alle Tochterunternehmen des Maschinenherstellers an dem Standort im Ostallgäu geschlossen bleiben – betroffen sind hier rund 1600 Mitarbeiter.

 

 

 

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8 Kommentare zu “Erster Corona-Fall im Landkreis

  1. “Mehr wird von der Behörde nicht bekannt gegeben, weder die genaue Ortschaft/Gemeinde noch ….”

    Das schafft Vertrauen! Da ist bestimmt jeder gerne bereit, immer alles Wissen sofort an die Behörden zu melden.
    Da braucht man sich echt nicht wundern, wenn die Leute immer seltener nach der Staatspfeife tanzen.

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  2. Haha, Ortsangabe wird nicht gemacht, aber der Verdachtsfall aus Stephanskirchen schon.
    Ist da eigentlich das Ergebnis schon bekannt oder ist es dieselbe Person? Ach stimmt ja, es gibt ja jetzt keine Ortsangabe mehr. Da glangst da doch ans Hirn bei dem Kasperltheater

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  3. Es ist doch nachvollziehbar dass keine Ortsangaben gemacht werden, sonst würde doch jeder in Hysterie und Panik verfallen.

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  4. Willst du, dass dich die Leute attackieren, wenn du krank wärst und jeder würde es wissen. Überleg mal, warum das nicht gesagt wird. Was glaubst du, was da los wäre, wenn das raus kommt. Es reicht völlig aus, zu wissen, dass es überhaupt bei uns ist. Du kannst es genauso bekommen. Dich will ich sehen, wenn das dann in Medien steht, wo lebst.

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    1. Herr Beer, warum duzen Sie? Ich find, ein Mindestmaß an Höflichkeit sollte auch im Internet möglich sein!

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      1. Es ist im Internet üblich zu duzen. Ein Mindestmaß an Aufgeschlossenheit für Neues sollte auch für dich möglich sein.

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        1. Seh ich auch so. Das Medium der Siezer ist immer noch die gedruckte Zeitung aus dem letzten Jahrhundert und die darin enthaltenen Leserbriefe. Da könnt ihr euch austoben.

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          1. Selbstverständlich spreche ich Personen im Internet, genauso wie im realen Leben auch, mit „Sie“ an. Immer wieder stelle ich fest, dass den Duzern hämische, unhöfliche Kommentare offensichtlich leichter fallen.
            Aber das nur am Rande. (…)
            Auch ich fände es hilfreich, wenn angegeben würde, wo sich neue Coronavirus-Fälle ereignet haben. Muss ja schließlich nicht mit Straßen- und Hausnummern-Angabe sein.
            Wo ist das Problem?