Erste und zweite Klasse lernen gemeinsam!

Unser Beispiel zum heutigen Schulanfang: Sieben Abc-Schützen treffen auf 14 „Große"

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Wie überall im Altlandkreis, so war auch in Schnaitsee am heutigen Dienstag der Schulanfang spannend, ganz besonders für die Erstklassler. Mit einer Besonderheit: Nämlich mit einer Regelklasse eins (21 Schüler) und einer Kombiklasse halb (sieben Schulanfänger, gesamt 20 Schüler). Unser Foto zeigt die Abc-Schützen Pauline, Helena, Johanna, Anna, Paula, Florian und Elena mit den schon „Großen” der zweiten Jahrgangsstufe (vorne). Die Einrichtung jahrgangskombinierter Klassen beruht auf pädagogischen Konzepten, die – wie im Bereich des Kindergartens auch – mit altersheterogenen Lerngruppen arbeiten und die Verschiedenheit an Wissen und Erfahrung innerhalb dieser Gruppen für das Lernen fruchtbar machen sollen …

Die erzieherische und unterrichtliche Arbeit in den jahrgangskombinierten Klassen orientiert sich – wie die Arbeit in jahrgangsreinen Klassen – an dem für die bayerischen Grundschulen konzipierten Lehrplan aus dem Jahr 2000. Dieser ist für die Jahrgangsstufen 1 und 2 im Fach Deutsch bereits jahrgangsübergreifend angelegt.

Aber auch in allen weiteren Fächern entspricht es den Prinzipien effektiver Unterrichtsgestaltung, den Lernprozess auf die jeweiligen individuellen Lernvoraussetzungen abzustimmen.

Es entstehen daher sowohl in den Jahrgangsstufen 1 und 2, als auch in den Jahrgangsstufen 3 und 4 stets inhaltliche Überschneidungen mit den Lehrplaninhalten der nächst höheren und nächst niedrigeren Jahrgangsstufe. Diese Überschneidungen gilt es in jahrgangskombinierten Klassen im Klassenlehrplan wie im täglichen Unterricht in besonderer Weise didaktisch, methodisch und organisatorisch aufzubereiten.

Lernen in jahrgangsheterogenen Gruppen entspricht in mancher Hinsicht dem Lernen in nichtschulischen Bereichen wie Familie oder Freundeskreis. Neben dem Lernen am Modell spielt hier vor allem das Lernen in Helfer- sowie Tutorensystemen, in Patenschaften und in Lerntandems eine zentrale Rolle. Diese Unterstützungsmöglichkeiten können besonders gut in offene Lernformen wie Freiarbeit, Wochenplanarbeit, Projektarbeit eingebracht werden.

Foto: ju

 

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