Erst ohne Zeit, dann mit viel Wut

Wasserburg: Ein Abbiegemanöver samt Folgen für einen Soyener (46)

image_pdfimage_print

Am Mittwoch-Nachmittag gegen 14.40 Uhr kam es gleich zu mehreren Straftaten, die alle ihren Ursprung in einer aggressiven Auseinandersetzung im Straßenverkehr hatten, meldet die Polizei am Nachmittag: Ein 55-jähriger Töginger befuhr zusammen mit seiner Lebensgefährtin und der Tochter in ihrem Pkw die B304 und wollte an der Ausfahrt Wasserburg auf Höhe Gabersee mit dem Auto die Bundesstraße verlassen. Dies ging einem 46-jährigen Autofahrer aus Soyen offensichtlich zu langsam …

… er hupte daher den Töginger an, der seinerseits – seiner Aussage nach, so die Polizei am heutigen Donnerstag-Nachmittag –  mit einer fragenden Geste reagierte. Noch auf dem Abbiegeast habe der Soyener dann mit seinem Pkw gefährlich überholt und habe sich auch beim Abbiegen in die Münchener Straße und im weiteren Verlauf am Keisverkehr in Gabersee nicht zimperlich gezeigt.

Laut Aussagen der Zeugen sei er mit seinem Auto in die Vorfahrtsstraße eingebogen, obwohl ihm die Sicht auf den vorfahrtsberechtigen Verkehr durch einen wartenden Lkw verdeckt war. Beim Kreisverkehr habe er zudem den Vorrang eines Audi-Fahrers missachtet …

Auf dem Parkplatz eines Lebensmittelladens in der Wasserburger Burgau trafen die Beiden – der Soyener und der Töginger – dann aufeinander. Hier kam es zu einem Streitgespräch, bei dem der Soyener etliche Beleidigungen für sein Gegenüber übrig gehabt habe, so die Polizei. Zudem habe er sich rechtswidrig als Polizeibeamter ausgegeben. Als der Töginger ankündigte, die Polizei zu informieren, entgegnete er: „Die Kollegen können mich ja zu Hause besuchen“.

Dass genau dieses Ereignis noch am gleichen Tag eintreten sollte, hatte sich der Soyener wohl in dem Moment, in dem er diese flapsige Bemerkung aussprach, nicht vorstellen können.

Mit dem Streit auf dem Parkplatz war es aber zunächst noch nicht genug. Der Töginger ging zum Pkw des Soyeners, um sich das Kennzeichen zu notieren und den Notruf zu wählen. Da fuhr dieser zunächst ein kleines Stück nach vorne und setzte dann aber unvermittelt zurück und traf den 55-Jährigen, der dabei stürzte.

Anschließend wollte der 46-Jährige mit seinem Wagen wegfahren. Aber selbst noch beim Anfahren öffnete er – laut Zeugenaussagen – die Fahrertür und bezichtigte den Töginger laut schreiend, gegen sein Auto geschlagen zu haben. Dann war es doch endgültig genug mit „Nettigkeiten“ und der Mann entfernte sich mit seinem Auto.

Der Töginger setzte einen Notruf ab und der 46-jährige Soyener bekam in der Folge dann doch den „erwünschten“ Besuch.

Eine Unterstützungsstreife der Polizeiinspektion Rosenheim nahm die „Einladung“ des Soyeners an und suchten ihn zuhause auf. Die aufmerksamen Polizisten fanden bei dem Soyener dann noch einen angerauchten Joint, ein Tütchen mit Marihuana und eine einzelnen Gewehrpatrone, für die er keine Erlaubnis hatte.

Die Polizeiinspektion Wasserburg nahm währendessen den Tatbestand auf und ordnete in Absprache mit der Staatsanwaltschaft beim Soyener eine Blutentnahme aufgrund des Verdachts der Trunkenheit infolge berauschender Mittel an.

Der Tatverdächtige musste im Anschluss die Blutentnahme und die erkennungsdienstliche Behandlung auf der Wache der Polizei Wasserburg über sich ergehen lassen. Des weiteren wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

Ein Kommentar zu “Erst ohne Zeit, dann mit viel Wut

  1. Ein herzhaftes Haha meinerseits. Der Schein ist ein für alle mal weg.

    7

    4
    Antworten