Erfolgreiche Grenzkontrollen

Rosenheimer Bundespolizei gehen ein paar dicke Fische ins Netz

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Die Rosenheimer Bundespolizei hat am gestrigen Donnerstag im Rahmen der Grenzkontrollen auf der A93 mehrere tausend Euro kassiert. Die vollstreckten Geldstrafen wurden der Justizkasse zugeführt. Doch auch ein längerer Gefängnisaufenthalt war die Folge einer Personalienüberprüfung bei der Einreise.

Ein Pole hatte laut Strafbefehl des Amtsgerichts Würzburg eine Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro zu zahlen. Hierzu war er 2017 wegen Trunkenheit im Verkehr verurteilt worden. Der 25-Jährige konnte seine Justizschulden in der Kontrollstelle an der Tank- und Rastanlage Inntal-Ost nicht begleichen. Dank der Unterstützung seines telefonisch verständigten Schwagers, der den geforderten Betrag bei einer Polizeidienststelle im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg eingezahlt hatte, blieb dem Mann ein 50-tägiger Gefängnisaufenthalt erspart. Er durfte seine Reise im Pkw fortsetzen – allerdings nur auf dem Beifahrersitz. Wegen der zurückliegenden Trunkenheitsfahrt war ihm die Fahrerlaubnis entzogen worden. Die Würzburger Staatsanwaltschaft hatte die Beschlagnahme des Führerscheins angeordnet. Dementsprechend nahmen die Bundespolizisten dem polnischen Staatsangehörigen den Führerschein ab.

 

Auch ein Italiener musste in der Grenzkontrollstelle auf der Inntalautobahn wegen eines Strafbefehls einen unfreiwilligen Zwischenstopp einlegen. Er war in diesem Jahr vom Amtsgericht in Nürnberg wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.700 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 90 Tagen verurteilt worden. Da der 39-Jährige nicht über so viel Geld verfügte, telefonierte er mit einem Arbeitskollegen, der die noch fehlenden 500 Euro bei der Nürnberger Bundespolizei einzahlte. Schließlich konnte der Mann seine Autofahrt fortsetzen.

 

Für einen Bulgaren hingegen ging es nach der Einreisekontrolle auf der A93 geradewegs ins Gefängnis. Der Businsasse reiste von Florenz aus in Richtung München. Wie sich mithilfe seiner Personalien herausstellte, war der 40-Jährige im Jahr 2017 aus Deutschland abgeschoben worden. Zuvor hatte er einen Teil seiner Freiheitsstrafen wegen Raubes und Körperverletzung verbüßt. Dem Haftbefehl der Berliner Justiz entsprechend wurden die jeweiligen Restfreiheitsstrafen bei seiner Wiedereinreise fällig. Die Bundespolizisten brachten den Mann in die Justizvollzugsanstalt nach Bernau. Nach seinem 482-tägigen Gefängnisaufenthalt wird er sich voraussichtlich wieder direkt auf den Heimweg nach Bulgarien zu machen haben, da ihm das Freizügigkeitsrecht aberkannt worden ist.

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