Eitel Sonnenschein bei Wind und Regen

Wasserburger Löwen besiegen Töging 3:0 - 200 Zuschauer trotz schlechten Wetters

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Immerhin knapp 200 Zuschauer hatten bei widrigsten Witterungsbedingungen ihren Weg in die Wasserburger Altstadt gefunden – und wohl abgesehen vom Töginger Anhang ihr Kommen nicht bereut. Bei stürmischem Wetter begann der Wasserburger Sturmlauf praktisch mit dem Anpfiff, sodass am Ende ein 3:0 auf der Anzeigetafel stand (wie kurz berichtet). Ein Ergebnis, mit dem die Gäste mehr als gut bedient waren.  Der Spielbericht:

Die Löwen hätten bereits nach 20 Minuten das Spiel entscheiden können, doch beste Chancen von Dominik Haas (5.), Andreas Hundschell (15.) sowie Robin Ungerath (15.), der allein vor dem Tor überhastet verzog, blieben ungenutzt. In dieser Wasserburger Drangphase konnten die ansonsten chancenlosen Gäste ihre einzig nennenswerte Gelegenheit verbuchen, als Hannes Ganghofer nach Freistoßflanke aus dem Halbfeld über das Gehäuse köpfte (18.). Nachdem die Innstädter in der Folge weitere gut heraus gespielte Chancen liegen ließen, entstand das 1:0 aus einer unübersichtlichen Situation: Dominik Haas bugsierte im Liegen den Ball nach einem Gestocher im Fünfmeterraum zu Albert Schaberl, der mit dem Halbzeitpfiff zur Führung einschob.

Nach dem Seitenwechsel machte die Mannschaft von Leo Haas dort weiter, wo sie aufgehört hatte und erspielte sich Chancen im Minutentakt. Zunächst wurde ein Kopfball von Maxi Höhensteiger von der Linie gekratzt (50.), ehe das Privatduell zwischen Robin Ungerath und FC-Keeper Stefan Leipholz begann. Dabei glänzte der, nun ja, eher unaustrainiert wirkende Torhüter mit verblüffender Beweglichkeit und sensationellen Paraden. So scheiterte Ungerath alleine vor dem Tor (58.) und mit einer Direktabnahme (68.) am scheinbar mehrhändigen Zerberus der Gäste. In der 71. Minute hatte Ungerath Leipholz endlich überwunden, allerdings stand nach seinem Kopfball der Pfosten im Weg. So mussten die Löwen-Fans bis zur 76. Minute warten, ehe Robin Ungerath mit dem 2:0 die Vorentscheidung glückte. Vorausgegangen war eine energische Balleroberung von Hannes Hain im Mittelfeld und ein ideales Zuspiel von Dominik Haas. Zum ersten Mal in diesem Spiel behielt Ungerath die Oberhand und schob überlegt ein. Nun war der Töginger Widerstand endgültig gebrochen und Albert Schaberl legte nach Querpass von Ungerath wenig später den dritten Treffer nach (81.).

Obwohl ein Schützenfest verpasst wurde, herrschte in der regnerischen Altstadt eitel Sonnenschein. Gleichzeitig mit dem Schlusspfiff wurde das 1:1-Unentschieden von Verfolger Freising im Stadion durchgesagt, sodass der Vorsprung der Löwen vor dem direkten Duell kommenden Freitag, 19.30 Uhr, in Wasserburg vier Punkte beträgt.

Wasserburg: Boschner, Hundschell, Stephan, Matthias Haas, Weber, Höhensteiger, Hain, Schaberl, Dominik Haas (ab 79. Knauer), Scheitzeneder (ab 62. Hartl), Ungerath (ab 84. Möll)

Töging: Stefan Leipholz, Blinov, Scott, Ganghofer, Schwaighofer, Baumgartner, Ziegler, Koppermüller (ab 60. Stefcak), Bobenstetter (ab 75. Markus Leipholz), Hefter, Baumann (ab 60. Volkov)

Tore: 1:0 Schaberl (45.), 2:0 Ungerath (76.), 3:0 Schaberl (81.)

Zuschauer: 200

Schiedsrichter: Manuel Müller

JAH

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4 Kommentare zu “Eitel Sonnenschein bei Wind und Regen

  1. Als regelmäßiger Zuschauer der Wasserburger Spiele, möchte ich doch zu diesem Bericht eine Kleinigkeit anfügen. Als selbst Betroffener, welcher nicht der von allen erwarteten Idealline beim Körperbau entspricht, bin ich extrem erfreut, dass der gegnerische Torhüter so eine tolle Leistung geboten hat. Er war der Beste seiner Mannschaft. Ohne ihn hätten die Töginger noch mindestens 4 Tore mehr bekommen.

    Für mich wieder mal beklemmend war, dass rundherum aus vielen Kehlen zu hören war, welch Fettsack ect. der Torhüter aus Töging ware. Na ja, einen Menschen wegen seiner Rasse oder ethnischer Herkunft zu hänseln oder gar zu beleidigen, ist ein Tabu bei uns. Zurecht!!!
    Aber jemanden, der zu viele Kilos drauf hat, als fette Sau zu beleidigen, ist kein Problem quer durch alle Schichten. Vielen Dank für diese Toleranz.
    Da es so viele waren, die ich so was sagen hörte, muss ich mein eigenes Verhalten in Sachen Toleranz denen gegenüber überdenken.

    Werde mir eventuell die Spiele in Zukunft schenken.

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  2. Verstehe Dich, aber was kann der TSV Wasserburg dafür, dass Du deshalb den Spielen in Zukunft fern bleibst?

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  3. Eure Sorgen möchte ich mal haben…….liebe Grüße Jürgen

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  4. @Sauermann ich verstehe Deine Verärgerung absolut und bin voll bei Dir. Egal, welcher Abstammung, Hautfarbe, Relegion, Größe, Körperform oder was auch immer: ALLE Spieler verdienen den gleichen Respekt, Anerkennung und Applaus und den hat der Töginger Torwart absolut verdient, da er ein toller Sportsmann und Fußballer ist.

    Das ist nicht nur meine Meinung. Alle Verantwortlichen, Betreuer und Spieler der Wasserburger Löwen haben keinen Einfluss auf derartige verbale Entgleisungen und diese sind nicht zu tolerieren.

    Ich bitte Dich allerdings, Dein Fernbleiben zu überdenken, denn das Team der Löwen hat jede Unterstützung für die tolle Leistung in der bisherigen Saison mehr als verdient und Du bestrafst die Falschen.
    Ich würde mich sehr freuen Dich bei den nächsten Heimspiele begrüßen zu dürfen.

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