Eisspeedway: Alles blickt nach Inzell

Weltmeisterschaft Anfang März - Wasserburger Team um Hans Weber mit dabei

image_pdfimage_print

Nach den Qualifikationsläufen zum Eisspeedway-Grand-Prix (wir berichteten), stehen die Akteure die in Inzell bei der Eisspeedway-Weltmeisterschaft an den Start gehen fest. Hans Weber aus Wasserburg (Foto) und Günther Bauer werden beim Eisspeedway-Grand-Prix die deutschen Fahnen hochhalten. Zusätzlich wird noch ein deutscher Wildcard-Fahrer in Inzell dazu kommen, so dass gleich drei Deutsche im bayerischen Alpendorf im Kampf um die Weltmeisterschaft an den Start gehen werden.

Hans Weber konnte sich beim WM-Qualifikationslauf in Schweden direkt für den GP qualifizieren. Als Fünftplatzierter schaffte es der „Eishans“, einen Platz unter die besten sechs Fahrer des Rennens in Örnsköldsvik zu ergattern, die fest beim GP dabei sind.

Für den Inzeller Sportvorstand und ehemaligen Vizeweltmeister Bauer lief nicht alles nach Wunsch. Er hatte einen durchwachsenen Tag und musste in einen Stichlauf gegen zwei Schweden um den letzten WM-Platz. Zu allem Überfluss, kam Bauer dabei sprichwörtlich unter die Räder und zerfetzte sich seinen Fuß mit den messerscharfen Spikes. Mit 28 Stichen wurde die Fleischwunde genäht. „Mit dem Heilungsprozess bin ich den Umständen entsprechend zufrieden“ sagte Günther Bauer, der mittlerweile seine Gehstützen in die Ecke stellen konnte. „Ich bin froh, trotz meines Ausscheidens im Stechen, eine Wildcard vom Weltverband FIM für den Eisspeedway-Grand-Prix bekommen zu haben und brenne auf meinen Einsatz in meinem Wohnzimmer, der Inzeller Max-Aicher-Arena am dritten März-Wochenende.“

Für die anderen vier Deutschen, die bei der WM-Quali teilgenommen hatten, reichte es nicht zum Weiterkommen. Max Niedermaier aus Edling, Stefan Pletschacher, Tobias Busch und Luca Bauer sind in diesem Jahr nicht fester Bestandteil der Anfang Februar in Kasachstan beginnenden GP-Serie.

Stefan Pletschacher aus Ruhpolding scheiterte denkbar knapp im finnischen Ylitornio, ebenso wie der Edlinger Niedermaier. Beide würden jedoch in den GP nachrücken, sollte ein Fahrer verletzungsbedingt ausfallen müssen. Vom Weltverband FIM, wurden beide Bayern neben dem Schweden Stefan Svensson, mit einem Platz auf der Nachrücker-Liste des Eisspeedway-Grand-Prix versehen.

Zu den zwei Deutschen, werden auch zwei Österreicher in Inzell dabei sein. Franky Zorn schaffte mit einem dritten Platz in Schweden die WM-Quali locker. Der Saalfeldener war auch im vergangenen Jahr wieder bester Westeuropäer bei der Weltmeisterschaft, zur Vorbereitung auf Inzell baute er sich eine ähnliche Piste wie die Bahn in der Max-Aicher-Arena, in der vom 16. bis 18. März die weltbesten Eisspeedway-Fahrer zu Gast sind.

„Auf schwedischen Seen hatten wir uns insgesamt acht Bahnen vorbereitet, eine war davon von der Charakteristik her, wie die Bahn in Inzell, sehr groß und schnell“, blickt der Red-Bull-Pilot auf den Event in Bayern voraus. „Das einzige Problem bei der Bahn war, dass man durch die Größe, lange mit der Bahnpflege beschäftigt war“, schmunzelte Zorn.

Neben Zorn schaffte Landsmann Harald Simon den direkten GP-Einzug, der Waldviertler ist damit der vierte Deutschsprachige, in dem 16-köpfigem Feld des Eisspeedway-Grand-Prix in Inzell.

Am ersten Februar-Wochenende beginnt der zehnteilige, in fünf verschiedenen Austragungsorten stattfindende, Eisspeedway-Grand-Prix. Der Auftakt wird in der in gut 20 Jahren aus dem Nichts der Steppe heraus gestampften kasachischen Hauptstadt in Astana steigen. In Togliatti, der Heimat des LADA-Werkes findet die zweite Runde jenseits der Oder statt. In der deutschen Hauptstadt Berlin treffen die besten Eisspeedway-Cracks erstmals in Westeuropa aufeinander, ehe am 17. und 18. März in Inzell die WM-Vorentscheidungen fallen. Nach der Team-WM im Vorjahr findet in Bayern die vorletzte Eis-GP-Runde, vor dem Finale in Herenveen statt.

Karten für den Event in der imposanten Max-Aicher-Arena, die in Deutschland ihres Gleichen sucht, gibt es nach wie vor im Vorverkauf. Das Interesse war jedoch schon so groß, dass die Sitzplätze allesamt vergriffen sind. Es gibt jedoch noch ausreichend Stehplätze, wer sich die besten Blöcke sichern will oder weitere Informationen benötigt, kann unter www.eisspeedway-inzell.de alles erfahren.

Eisspeedway-Grand-Prix, Runde 4, Inzell
16.-18. März 

Zeitplan:
16. März: Training- ab 13 Uhr
17. März: Grand Prix 7- Programm ab 15 Uhr, Rennen ab 17 Uhr
18. März: Grand Prix 8- Programm ab 12 Uhr, Rennen ab 14 Uhr

Alle Infos:
www.eisspeedway-inzell.de

 

Lesen Sie auch:

„Eishans“ als einziger Deutscher qualifiziert

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.