„Eishans” an Wirbelsäule verletzt

Fahrer des Wasserburger „Inn-Isar-Iceracing-Teams" holt sich in Heerenveen schwere Blessur

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„Ich fühlte mich nicht gut und hatte ein Taubheitsgefühl im Arm”, so Hans Weber vom Wasserburger „Inn-Isar-Iceracing-Team”, der beim WM-Finale im holländischen Heerenveen nach dem Rempler eines Kontrahenten schwer gestürzt war (wir berichteten). Dennoch fuhr der „Eishans” den gesamten Grand Prix noch zu Ende. Ein riskantes Unterfangen, wie sich jetzt bei einer eingehenden Untersuchung herausstellte. Weber hatte sich eine schwere Wirbelsäulen-Verletzung zugezogen.

Der „Eishans“ wollte beim WM-Finale unbedingt seinen herausragenden fünften Gesamtrang verteidigen und holte in seinem ersten Lauf auch gleich drei Punkte. Im zweiten Lauf kam es dann zu einer Berührung mit einem Eisspeedway-Kollegen, wodurch beide in die Streckenbegrenzung fuhren. Weber ging nach dem Sturz trotzdem weiter an den Start, da zu diesem Zeitpunkt keiner von einer Wirbelsäulenverletzung ausging. Die ernüchternde Diagnose kam ein paar Tage später. Ein MRT brachte Klarheit: Der vierte Halswirbel ist angebrochen und hat in der Deckplatte eine Absplitterung.

Jetzt heißt es erstmal sechs Wochen Halskrause tragen und dann wird nochmal ein MRT gemacht und entschieden, ob weitere Schritte notwendig sind.

Wann der beste Westeuropäer bei der jüngsten WM wieder in den Motorsport einsteigen kann, bleibt erstmal ungewiss.

Foto: MSC Teisendorf/Alexey Polyantsev

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