Eiselfing: Jetzt 1000 tote Fische!

Bereich erstreckt sich auf einer Länge von drei Kilometern westlich von Fuchsthal

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Ausführlich informiert die Gemeinde Eiselfing die Bevölkerung über das mysteriöse Fischsterben (wir berichteten) mit Pressemitteilungen an uns zum jeweils aktuellen Stand. Der Bericht vom heutigen Donnerstagnachmittag: Nach der nun abgeschlossenen Reinigung des betroffenen Bereichs des Schwarzmoosbaches im Gemeindegebiet Eiselfing muss eine traurige Bilanz gezogen werden: Insgesamt wurden knapp 1.000 tote Fische aus dem Gewässer geborgen.

Am Dienstagabend waren bereits Experten des Kreisfischereivereins Wasserburg auf Anfrage der Gemeinde Eiselfing hin tätig geworden.

Angesichts der festgestellten Masse an toten Fischen musste schließlich am gestrigen Mittwochabend dann noch die Feuerwehr Bachmehring hinzugezogen werden.

Bei sommerlichen Temperaturen und durchdringendem Verwesungsgeruch ein anspruchsvoller und herausfordernder Einsatz. Vom traurigen Anblick der leblosen Fischberge am Bachufer ganz zu schweigen …

Die mit geeignetem Werkzeug ausgestatteten Einsatzkräfte wateten Meter für Meter durch den Schwarzmoosbach, um die überall treibenden toten Fische – hauptsächlich Bachforellen und Mühlkoppen in sämtlichen Altersstrukturen und Größen – zu bergen. Zusätzlich wurden die Tiere von den Uferseiten aus geborgen.

Der betroffene Bereich erstreckt sich auf einer Länge von rund drei Kilometern westlich von Fuchsthal bachabwärts über Eiselfing bis einschließlich des Naturlehrpfades in Bachmehring.

Die Gemeinde Eiselfing bedankt sich bei allen beteiligten Helfern für ihren stundenlangen Einsatz zur Reinigung des Schwarzmoosbaches. Durch ein Fachunternehmen zur Tierkörperbeseitigung erfolgt nun die sachgerechte Entsorgung der toten Fische.

Um das weitere Vorgehen rund um eine ökologische Neuaufwertung des Baches planen zu können, steht die Gemeinde bereits mit den örtlichen Fischereipächtern in Kontakt.

Über die mögliche Ursache des Fischsterbens liegen der Kommune bislang keine neuen Erkenntnisse vor. Für die weiterhin laufenden Ermittlungen von Polizei und Wasserwirtschaftsamt wurden Proben entnommen, deren Ergebnisse zunächst abgewartet werden müssen, heißt es aktuell aus dem Rathaus Eiselfing.

 

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12 Kommentare zu “Eiselfing: Jetzt 1000 tote Fische!

  1. Gibt es dort einen Bauern? Unsachgemässer Umgang mit Spritzmitteln?

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  2. Verehrter Herr Bürgermeister von Eiselfing. Parkverbotsschilder und sonstige Hinweistafeln können Sie aufstellen. Für einen Warnhinweis, den vergifteten Bach betreffend, reicht es dann nicht. Es sind nicht nur die Kinder aus Eiselfing und Bachmehring, sondern auch aus anderen Gemeinden, die sich bei den heissen Temperaturen im Bach abkühlen. Vielleicht haben Sie noch ein paar Cent für wirklich wichtige Hinweise übrig.

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  3. Odel allein kommt da wohl nicht mehr in Frage… Würde eher mal nach Biogasanlagen Ausschau halten und was da so alles beigesetzt wird…

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  4. Wie soll denn da de Gemeinde Warnhinweise aufstellen lassen auf einer Länge von drei Kilometern? I moan moi scho dass auch die Eltern a bissal a Verantwortung für ihre Kinder übernehma kennan…..

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  5. @Zauberfee: Da ist aber offensichtlich jemand richtig beleidigt, weil die Obermüllerstraße im Bereich Schwarzmoosbach nicht mehr so rücksichtslos zugeparkt werden kann – wie vor der Beschilderung (und Hunde am Naturlehrpfad an die Leine müssen).

    Das hat aber nun rein gar nix mit einem plötzlichen Fischsterben zu tun.

    Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, hat gesehen, dass der Bach bereits am Dienstag wieder klares Wasser führte. Und die Gemeinde hat den Bach schnell sauber machen lassen.

    Wer seine Kinder in einem seit langem als Biotop eingestuften Gewässer herumspringen lässt, sollte sich dann öffentlich vielleicht auch etwas zurückhalten ….

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  6. A Sauerei is …

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  7. Wer die Schuld hat, is de Frage, de zu klären is – Ende aus …

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  8. Zitat:
    “Über die mögliche Ursache des Fischsterbens liegen der Kommune bislang keine neuen Erkenntnisse vor. Für die weiterhin laufenden Ermittlungen von Polizei und Wasserwirtschaftsamt wurden Proben entnommen, deren Ergebnisse zunächst abgewartet werden müssen, heißt es aktuell aus dem Rathaus Eiselfing.”

    Am Dienstag hat das Wasserwirtschaftsam proben entnomen und bis jetzt haben die keine Ergebnisse hmm

    Wir haben Institute die mit allen erforderlichen Gerätschaften ausgerüstet sind .
    Egal welche Proben analysiert werden müssen das kann innerhalb von 48 Std erledigt sein .
    Heute ist Freitag ..
    Unterstelle ich da gerade etwas ?
    Ja,mauscheln und vertuschen geht mir gerade durch den Kopf.

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  9. Tatsache ist, dass das Gewässer durch Gülle oder andere eingeschwemmte Mittel verunreinigt wurde. Montag war ein schweres Unwetter welches diese Mittel schließlich dort eingebracht hat. Geklärt wird nun wieso die Verunreinigung zu Stande gekommen ist, wer dafür (falls jemand) verantwortlich ist und wie es in Zukunft verhindert werden kann. Es DARF nicht hingenommen werden, dass bei jedem Regenguss der Bach komplett stirbt. Die Menge an toten Fischen und kleinsttieren ist einfach nur traurig.
    Gefahr für Kinder bestand nie. Der Dreck wird binnen weniger Stunden weggespült.

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  10. Fakten statt Unterstellungen

    @Catweazle: Der Leiter des Rosenheimer Wasserwirtschaftsamtes persönlich hat gestern öffentlich gegenüber der Presse erklärt, dass es bis zu zwei Wochen dauern könne, bis die finalen Ergebnisse der Probenuntersuchungen vorliegen. Diese würden durch das Landesamt für Umwelt durchgeführt.

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  11. Hallo, ich habe selbst mal Forellen gezüchtet. wir hatten mal den Fall, das bei uns in den Bach ein Blitz eingeschlagen hat. Bei uns waren damals fast alle Fische im Weiher und alle Fische im danebenliegenden Bach auf ca. 200 – 300 m tot.
    Wäre vieleicht auch eine Erklärung angesichts des Gewitters am Montag.

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  12. Zitat:
    “Der Leiter des Rosenheimer Wasserwirtschaftsamtes persönlich hat gestern öffentlich gegenüber der Presse erklärt, dass es bis zu zwei Wochen dauern könne, bis die finalen Ergebnisse der Probenuntersuchungen vorliegen. Diese würden durch das Landesamt für Umwelt durchgeführt”

    Bist zu 2 Wochen ^ ^
    Gibt es in der Gegend Industrie die mit seltenen untypischen Rohstoffen arbeitet ?
    Gibt es eine halbwegs plausible Wahrscheinlichkeit das von wo und wie auch immer untypische organische oder anorganische Stoffe in den Bach einfleißen konnten?
    Nur in so einem Fall kann es sein das es 2 Wochen lang bis zur “finalen” Analyse dauert und auch das ist davon abhängig welche Priorität der Fall hat .
    Mein Vertrauen in die Aussagen diverser Behörden ist nicht sonderlich ausgeprägt Sie erinnern sich vll noch an den Skandal mit Bayern-Ei ?Wenn nicht google hilft .
    Und das ist nur einer von vielen Fällen .
    In 2 Wochen ist die Aufmerksamkeit der Medien, der Bürger meist wieder abgeklungen und es gibt vielleicht irgendwo eine kleine Randnotiz .
    Ich lasse mich natürlich gerne positiv überraschen .
    Ich finde es interessant das sie so zuversichtlich sind . Können sie mir erklären wie sie das über die Jahrzehnte bewahren konnten ? Trotz der vielen Fakten die dagegen sprechen?

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