Eine Win-Win-Situation

Rosenheimer Informatik-Studenten kooperieren mit Unternehmen der Region

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Anfang des Jahres stellten Studierende der Fakultät für Informatik der Hochschule Rosenheim die Ergebnisse ihrer Praxis-Projekte vor – und zwar erstmals im Rahmen einer Projektmesse Digitalisierung. Praxisbezogene Projekte gehören zum Alltag der Studierenden der Fakultät für Informatik, viele Projekte finden deshalb in Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region statt.

Unser Foto: Unterstützten die Studierenden bei ihren Projekten (von links) Prof. Dr. Martin Deubler, Prof. Dr. Gerd Beneken, Prof. Dr. Claudia Förster, Prof. Dr. Bernhard Holaubek.

Von den Kooperationen profitieren beide Seiten – für Studierende steht zum einen der hohe Praxisbezug im Fokus, zum anderen steigt die Motivation, geeignete Lösungen zu finden, wenn sie sehen, dass diese wirklich gebraucht werden.

Die Unternehmen ihrerseits können Ergebnisse erwarten, die auf einem in sechs Semestern erworbenem fachlichen Wissen und der Vertiefung in Schwerpunktthemen beruhen. Von Prof. Dr. Claudia Förster und Prof. Dr. Gerd Beneken (Hochschule Rosenheim) wurde dazu nun erstmals eine studentische Messe ins Leben gerufen, bei der Studierende die Ergebnisse ihrer Projekte aus den Bereichen „IT-Consulting“ (Wirtschaftsinformatik) und „Agile Software-Entwicklung“ (Informatik) öffentlich präsentierten.

Im IT-Consulting werden Konzepte und mögliche Lösungswege ausgearbeitet, in der agilen Entwicklung entstehen Prototypen (Hardware oder Software).

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Reiner Hüttl, Dekan der Fakultät für Informatik, begannen die Präsentationen der beiden Studiengänge: Die Studierenden der Wirtschaftsinformatik stellten in kurzen Vorträgen ihre Auftraggeber mit der jeweiligen praktischen Aufgabenstellung sowie die zentralen Projektergebnisse im Bereich des IT-Consultings vor.

Ziel der Projekte unter Leitung von Prof. Dr. Claudia Förster und Prof. Dr. Bernhard Holaubek war es, für ein reales Unternehmen eine aktuelle Herausforderung im Kontext der Digitalisierung zu lösen.
Die FRIMO Group GmbH zum Beispiel ließ von Studierenden einen digitalen Arbeitsplatz (Cloudbasiertes Streamingportal) gestalten, um sowohl interne Kommunikation und Kooperation zwischen den Mitarbeitern, als auch Kundenprozesse (Vertrieb und Marketing) zu unterstützen.

Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen im Kundenservice und Ersatzteilverkauf war Aufgabenstellung der KNOTT GmbH.

Für ifp analytics und innFactory wurden von den Studierenden Gesamtkonzepte, sowohl aus technischer, als auch betriebswirtschaftlicher Perspektive für neue digitale Projekte entwickelt.

Von Schuster Hoteleinrichtungen bestand die Aufgabenstellung aus der Bestandsaufnahme und Optimierung der IT-Landschaft.

Die Studierenden der Informatik präsentierten aus dem Bereich der Digitalisierung die Ergebnisse agiler Software-Entwicklung und demonstrierten die dabei entstandenen Prototypen. Zu den Projektentwicklungen, die unter Leitung von Prof. Dr. Gerd Beneken entstanden, gehören die Entwicklung einer Smart Health Lösung für das Innovationslabor der NTT Data Deutschland GmbH.

Die Lösung nutzt Sensoren an einem Trainings-Shirt und unterstützt damit bei der Ausführung von Trainingseinheiten. Der Trainierende wird über sein Smartphone angeleitet. Für die Zielpuls GmbH entstand ein zentrales Suchportal für Projekt-, Mitarbeiter- und Unternehmensdaten.

Dieses wird die Erstellung von Angeboten, das Wissensmanagement und die Suche nach passenden Mitarbeitern für Projekte vereinfachen.

Im Industrie 4.0 Umfeld entstand eine Smartphone Applikation für ein Lager mit chaotischer Lagerhaltung (Endutec Maschinenbau Systemtechnik GmbH), der technische Durchstich für Service-Discovery in der holzverarbeitenden Industrie (Proto_lab, Hochschule Rosenheim), die Einfärbung anhand des Höhenprofils einer Sandbox mit Beamer und Kinect Sandbox (Ro-LIP, Hochschule Rosenheim) und die Entwicklung eines Zombie-Survival-Spiels in der Stadt Rosenheim für Smartphones (Studierendenprojekt) entstanden als interne Projekte.

Im Anschluss an die Projekt-Präsentationen nutzten viele Besucher die Möglichkeit, sich an den eigens dafür installierten Messeständen mit den einzelnen Projekten und Teams detaillierter zu beschäftigen und den Studierenden ihre Fragen zu stellen.

Vorläufer der Projektpräsentation existieren an der Hochschule Rosenheim bereits seit 15 Jahren, zukünftig soll nun aber, aufgrund der positiven Resonanz von Studierenden und Partnerfirmen, die Projektmesse Digitalisierung regelmäßig einmal pro Semester stattfinden.

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