Eine unverwüstliche Gemeinschaft

Der Fanclub und Sechzger-Stammtisch „Innstadt-Löwen 85″ organisierte Anfang der Woche  in Kooperation mit dem Café Central und dem Kino Utopia eine Vorführung des Dokumentationsfilmes „Ein Leben ohne 60 ist möglich, aber wozu?“ Dieser selbstironische Titel des Hobbyfilmemachers Hubert Pöhlmann, der auch die Hauptrolle in der Doku übernimmt, zeigt auf einfache Weise die Hintergründe und Lebensart eines lebendigen Anhängers des Münchner Traditionsverein 1860.

Teils witzig, teils selbstbemitleidend, aber nie ohne positiver Lebensgrundeinstellung versucht der Regisseur in seinem zweiten Film die Zeit des Vereins von 2014  bis 2018 inklusive Doppelabstieg und Wiederaufstieg in die dritte Liga zu dokumentieren. Aus Sicht zweier Löwenfreunde und mit viel privater Eigendarstellung als Fan mit Kontakten nach China, um seinem geliebten Verein neue Sponsoren aufzutun, waren es kurzweilige 90 Minuten für die  45 anwesenden Innstadt-Löwen.

Auch als Erinnerung an den wunderbaren Frühling 2018 mit dem Wiederaufstieg wie an die weiterhin aktuelle Problematik mit den Gesellschaffterstreitereien, die für die vielen treuen Löwenfans eigentlich kaum zumutbar bleiben. Aber getreu dem Motto „Einmal Löwe, immer Löwe“ steigen sogar die Mitgliederzahlen seit der Rückkehr ins sogenannte  Sechzger-Stadion auf Giesings Höhen (derzeit knapp 24.000 Vereinsmitglieder, gegenüber 18.500 im Jahr 2017 vor dem Doppelabstieg). Eine von der Stadt München in Auftrag gegebene professionelle Machbarkeitsstudie des renommierten Architekturbüros „Speer&Partner” aus Frankfurt
soll bis Ende Juni zur Mitgliederversammlung mit Präsidiums-Wiederwahl aufzeigen, wie man das Grünwalder Stadion doch noch bundesligagerecht  ausbauen und gegebenenfalls für verbesserten Lärmschutz voll überdachen wie modernisieren kann. Das Kapazitätsziel soll dann bei 20.000 bis 25.000 liegen und viele weitere Löwenanhänger glücklich machen, denn derzeit ist kaum an Karten zu kommen, weil jedes Heimspiel am Giesinger Berg ausverkauft ist.

Die  Doku zeigte einmal mehr, wie sehr dieser leidgeprüfte Verein zusammen mit seinen treuen Fans unzerstörbar scheint.

Ein herzliches Danke ging an Jürgen Petri als Organisator (auf dem Foto mit Hubert Pöhlmann ) und allen anwesenden Besuchern, die sich danach noch lange im Central austauschten und gemeinsam auf die kommende Drittligasaison einschworen.

Richard Ostermeier