Eine traurige Bilanz

In wenigen Wochen kamen im südlichen Oberbayern zehn Motorradfahrer ums Leben

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Motorradfahrer sind und bleiben mit am stärksten gefährdet im Straßenverkehr. Dies zeigt leider auch die Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallstatistik 2018: Bayernweit kamen bis Juli 66 Motorradfahrer ums Leben – fast 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf den Straßen im südlichen Oberbayern kamen zehn Motorradfahrer ums Leben. Eine bayernweite Schwerpunktaktion der Polizei für mehr Motorradsicherheit fand statt. Gestern zogen der Inspekteur der Bayerischen Polizei, Harald Pickert, und Polizeipräsident Robert Kopp Bilanz …

Einen Monat lang wurden in ganz Bayern verstärkt Motorradfahrer kontrolliert und auf die bestehenden Gefahren hingewiesen. Über 22.700 Fahrzeuge wurden kontrolliert und dabei etwa 3.300 Motorradfahrer beanstandet. Die häufigsten Verstöße waren dabei Geschwindigkeitsüberschreitungen, technische Mängel und verbotswidriges Überholen.

Um die Motorradsicherheit nachhaltig zu erhöhen und um insbesondere den „High-Risk-Bikern“ professioneller, flexibler und wirkungsvoller auf Augenhöhe begegnen zu können, wurde im Polizeipräsidium Oberbayern Süd bereits im Jahr 2015 die Kontrollgruppe Motorrad (KG Motorrad) eingeführt. Die durchweg positiven Erfahrungen führen nun zu einer bayernweiten Einführung.

„Als passionierter Motorradfahrer liegt mir die Verkehrssicherheit besonders am Herzen. Es ist schlichtweg verantwortungslos, wenn eine Minderheit von Motorradfahrern durch rücksichtslose und risikoträchtige Fahrweise nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährdet. Mit unseren präventiven und repressiven Maßnahmen ist es uns im südlichen Oberbayern gelungen, die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer von 29 im Jahr 2015 auf 15 bzw. 16 in den beiden letzten Jahren zu senken. Trotzdem wir dürfen nicht nachlassen – jeder tote oder verletzte Motorradfahrer ist einer zu viel“, sagt Polizeipräsident Robert Kopp.

Foto: KG Motorrad

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