Eine Reise durch das Festzelt (6)

Eine Woche Altlandkreis: Welche Geschichte steckt hinter den Ortswappen?

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Von Ort zu Ort, von Tisch zu Tisch, von Wappen zu Wappen. Festzelt, Bier und Hendl, des is bairische Kultur, wie sie jeder gern pflegt. Aber zur bairischen Kultur gehört auch der Blick in die Vergangenheit und die findet man auf dem Frühlingsfest in den Logen im Festzelt. Es sind alle Wappen der Gemeinden des Wasserburger Altlandkreises vertreten, aber welche Geschichte erzählen sie? Heute: Kirchdorf, Babensham und Rechtmehring

In Kirchdorf war das Wappen der Gurren von Haag noch ein schreitendes Pferd, kein springendes. Erst als sie sich umbenannten in die „Gurren von Haag“, erhob sich das Pferd.

Kirchdorf diente lange als als Grabstätte für die Grafen von Haag, was durch das blaue Kreuz symbolisert wird.

Die schwarzen Dreiecke im weißen Feld sind  vom Wappen der Schwarzenecker übernommen, die ebenfalls in Kirchdorf ansässig waren und im Spätmittelalter als Schatzmeister der Grafschaft Haag wichtig wurden

Der schwarze Löwe im Babenshamer ist aus dem Wappen des Erzstifts Salzburg, in dessen Besitz Babensham im Mittelalter war.

Der weiße Löwe  stammt aus dem Familienwappen der Grafen von Lodron, die von 1639 bis 1747 die  Hofmark Penzing besaßen. Das rote Schwert, das der linke Löwe trägt, versinnbildlicht den Sitz eines kurfürstlich-bayerischen Landgerichts vom 13. bis Ende des 18. Jahrhunderts im heutigen Ortsteil Kling.

Der goldene Halbmond im Wappen von Rechtmehring stammt aus dem Wappen des Klosters Mondsee, das das frühere „Moringa“ einst besaß.

Der gezäumte Pferdekopf ist auch hier Sinnbild für die Zugehörigkeit zur Grafschaft Haag.

Die Krümme des Bischofsstabes weist auf den heiligen Korbinian, den Patron der Pfarrkirche von Rechtmehring, hin.

 

 

Morgen gibt’s dann die letzten zwei: Wasserburg und St. Wolfgang …

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