Eine Melodie für Edling

„Butterbrot und Freiheitsliebe": Unser Interview mit Charly Miller, der das Titellied zum Film schrieb

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Plötzlich war sie da – die Idee nach einer eigenen Titelmelodie für den Film über Edling, der wie berichtet am morgigen Freitag seine Premiere am Stoa feiert. Drehbuchautor Bernhard Golla ließ der Gedanke nicht mehr los: „Der Charly, ja, der kann so etwas.“ Sich erstmals in seinem Leben eine Filmmelodie zu überlegen, das war die ehrenamtliche Aufgabe für den Musiker Charly Miller aus Edling (unser Foto). Dass es nun sogar zwei Stückl geworden sind, freut ihn und das Regie-Team ganz besonders. Unser Interview …

Bist du schon gespannt auf die Premiere?

Sehr. Es macht mich stolz, als Dorforganist dabei sein zu können bei diesem schönen Projekt. Dass ich dazu meinen Beitrag leisten konnte … das hat mich sehr gefreut. Noch nie zuvor hab ich von etwas in der Art gehört, dass ein ganzes Dorf mit so vielen Kindern die Geschichte der eigenen Heimat nachspielt. Mit einem so riesigen Aufwand.

Charly, weißt du eigentlich, in welch prominenter Gesellschaft du als Musiker in dem Film dabei bist: Viele Stückl sind von Gerd Baumann, er ist  d e r  Komponist von Filmmusik schlechthin, ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis, kongenialer Partner von Regisseur Markus H. Rosenmüller und vier Jahre lang Komponist fürs Singspiel zur Starkbierprobe auf dem Nockherberg in München. Bei uns auch bekannt von der Band Dreiviertelblut …

Oh mei, ja, der absolute Wahnsinn …

Deine Stückl für den Film haben schöne Titel – einmal „An der Ebrach“ und einmal „Erinnerungen“. Wie kam es dazu?

Am Anfang war es echt schwierig, denn ich wusste noch nicht viel über den Film. Deshalb entstand auch zuerst die Melodie Erinnerungen. Ich hatte in Gedanken alte Fotos im Kopf, Bilder aus vergangenen Zeiten. Und ich wusste, es sollte mit meiner Musik die Mischung aus Fröhlichkeit und Melancholie widergegeben werden …

Ein Entstehungsprozess über einen längeren Zeitraum?

Ja, genau. Am Beginn ist beim Komponieren die vage Vorstellung im Kopf. Und die besten Ideen habe ich immer mitten in der Nacht. Dann wache ich zum Glück auf, denn es ist nur ein kurzer Augenblick, in der die Melodie plötzlich da ist. Wie im Unterbewusstsein – ich schreibe mir die Noten deshalb sofort auf. Würde ich das nicht tun, die Melodie wäre am Morgen weg.

Es geht ja darum, ein Gefühl zu vermitteln.

Genau – da nun kommt die Idee der Instrumente dazu – was passt an welcher Stelle am besten. Ausprobiert hab ich’s für den Edlinger Film mal mit einer Instrumentalgruppe, die eigens nach einem Kirchenauftritt – vor etwa genau einem Jahr – zum „Nachsitzen“ dablieb und auch eine Jugendband habe ich die Melodien spielen lassen. Am Ende nun ist mein Klavierspiel zu hören, das Akkordeon vom Wimmer Gustl und der E-Bass von meiner Frau, Brigitte Miller.

Eine Titelmelodie, die könnte ja richtig ins Ohr gehen …

Wenn jemand am morgigen Abend beim Nachhausegehen nach der Premiere auch die Melodie mitnimmt – das wäre für mich das Allerschönste …

 

Fotos: Renate Drax

Bevor der Film „Butterbrot und Freiheitsliebe“ beginnt am morgigen Freitagabend bei Einbruch der Dunkelheit sorgt die Band „Erimastax“ (unser Foto) für einen schönen, musikalischen Rahmen in der Stoa-Idylle! Einlass ist um 18 Uhr!

 

 

 

 

 

 

 

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