„Eine gute Einrichtung geschaffen”

Wasserburg: Leiter des Jugendtreffs „iNNSEKT" geht nach 23 Jahren

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Am 1. September 1996, vor rund 23 Jahren, hat Ralph Hölting einen Meilenstein in der Jugendarbeit Wasserburgs gelegt: Die Gründung des Jugendtreffs „iNNSEKT” in der Altstadt. Bald darauf folgte das Jugendbüro in der Burgau. Die Angebote der offenen Jugendarbeit reichen von gemeinsamem Basteln und gemütlichem Beisammensein bis hin zu politischen Aktionen wie der Jugendwahl. Zum Jahresende soll es nun einen Wechsel an der Spitze geben.

Es gebe mehrere Gründe, die den 49-Jährigen dazu bewogen hätten, sein Amt abzugeben. Zum einen wollte er sich vor dem Rentenalter noch einmal beruflich umorientieren, immerhin werde er nächstes Jahr 50. Zum anderen habe es auch Differenzen zwischen ihm und der Geschäftsleitung gegeben. Diese seien aber letztlich nur der Auslöser gewesen, sich nach etwas Neuem umzuschauen, erklärt Hölting.

Rückblickend sei er schon ein wenig stolz auf das, was er in Wasserburg erreicht habe. „Vorher gab’s hier nichts, was mit offener Jugendarbeit zu tun hatte und jetzt haben wir ein recht stabiles Angebot. Das ist schon etwas, was nicht selbstverständlich ist”, so Hölting.

Was ihm besonders gefallen habe, sei die Unterschiedlichkeit der zahlreichen Angebote gewesen. So gibt es immer wieder aktive Kulturgruppen, die zu Konzerten ins iNNSEKT einladen, aber auch mit den neusten Innovationen versuche man stets mitzugehen. So habe man Ende der 90er-Jahre zum Beispiel das erste Internetcafè Wasserburgs eröffnet. „Bei solchen Dingen waren und sind wir immer vorne dabei, damit die Jugendlichen uns auch als Angebot anerkennen und sich gerne an uns wenden.”

In den letzen drei Monaten Amtszeit gebe es noch ein paar Wünsche, die er gemeinsam mit den Jugendlichen realisieren wolle: Räumliche Umgestaltung und ein Graffiti-Projekt. Ab dem kommenden Jahr liege es dann in der Hand der Jüngeren, dies weiterzuführen und in die richtigen Bahnen zu lenken.

Interessenten gebe es schon ein paar, aber man könne sich immer noch bewerben. „Was wir brauchen ist jemand, der sich das mittel- oder langfristig vorstellen kann, weil pädagogische Arbeit dann Früchte trägt, wenn sie auf einen längeren Zeitraum angelegt ist”, so Hölting. Eigenverantwortung und Selbständigkeit seien ebenso essentiell. Auch solle man selbst kreative Ideen haben und den nötigen Elan, diese auch in Eigenregie umzusetzen.

Interessenten können sich bei Klaus Schindler vom AWO Kreisverband Rosenheim (Tel.: 08031/35 702 45 oder Mail:  klaus.schindler@awo-rosenheim.de) melden.

Höltings Wunsch für die Zukunft der Wasserburger Jugendarbeit formulierte er klar und deutlich: „Ich wünsche mir, dass die Grundlagen, die ich gelegt habe, eine vernünftige Basis sind für die Kollegen, die das fortführen.”

 

MP

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2 Kommentare zu “„Eine gute Einrichtung geschaffen”

  1. Ein Ehrenmann geht, machs gut und danke für alles!

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  2. Ralph Hölting hat mit seiner langjährigen Jugendarbeit der Stadt Wasserburg einen einzigartigen Dienst erwiesen.. Daher sollte er mit der Joseph-Heiserer-Medaille ausgezeichnet werden.
    Meine Meinung.

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