Eine gemeinsame Idee

Landratsamt und BRK laden ein: Erstmals wird ein Lehrgang „Helfer/in in der Pflege" angeboten

Corona hat in den vergangenen Monaten ganz unterschiedliche Entwicklungen unterbunden oder auch manchmal gefördert: Das Lehrgangsangebot für Ehrenamtliche im Landkreis zum Beispiel, das gäbe es ohne Corona nicht. 

In der ersten Corona-Welle im Frühjahr war die Unterstützung von großen Einrichtungen mit Pflegekräften eines der beherrschenden Themen. In dieser Zeit entstand im Landratsamt Rosenheim gemeinsam mit dem Bayerischen Roten Kreuz die Idee, einen Kurs für interessierte Ehrenamtliche anzubieten. Inzwischen wurde ein Konzept erstellt, ein Träger gefunden und die Finanzierung gesichert. Im Februar und im März sollen die ersten beiden Lehrgänge beginnen.

Stattfinden werden sie im Bildungszentrum des Kreisverbands Rosenheim des Bayerischen Roten Kreuzes. Zudem sind die Lehrgänge für die interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenfrei, weil sie von den Sparkassenstiftungen Zukunft und der Sozialstiftung des Landkreises Rosenheim gefördert werden.

Inhaltlich werden fachliche und soziale Grundkenntnisse vermittelt. Sie sind Grundlage für eine aktivierende Pflege, soziale Betreuung und Begleitung von älteren Menschen. Ein erfolgreicher Abschluss befähigt zur grundpflegerischen Versorgung von pflegebedürftigen Menschen. Die kommt selbstverständlich Personen im familiären Umfeld zugute. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erklären sich aber auch bereit, im Bedarfsfall ehrenamtlich in Pflegeeinrichtungen tätig zu werden.

Der Lehrgang umfasst 120 Stunden Theorie einschließlich Prüfung sowie 80 Stunden Praktikum in einer Senioren-Einrichtung.

Interessierte können sich unverbindlich auf der Homepage www.brk-rosenheim.de anmelden.

Die zuständige Ansprechpartnerin beim BRK – Anne Eisenhut – wird anschließend zu einem persönlichen Beratungs- und Orientierungsgespräch einladen.

Foto: BRK

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3 Kommentare zu “Eine gemeinsame Idee

  1. Nette Idee, nur untergraben diese Kurse die Bemühungen der professionellen Pflege, dass die entsprechenden Stellen für eine vernünftige
    Personalausstattung und angemessene Bezahlung zu sorgen haben.

    Pflegen kann man dann auch schon mit einem 5 Wochen Kurs?

    Ehrenamtliche in Pflegeeinrichtungen – geht’s eigentlich noch?

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  2. Ich finde den Grundgedanken sehr gut. Aber wer hat schon Zeit, 200 Stunden Ausbildung auf sich zu nehmen und dann umsonst zu arbeiten?

    Eine bessere Bezahlung wäre in vielen Berufen vielleicht eine Möglichkeit, um mehr Personal zu finden.
    Aber ehrlich … wer will sich schon plagen, wenn er für weniger anstrengende Arbeit viel mehr verdienen kann?

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  3. Ich finde die Idee sehr gut.

    Es gibt viele Menschen, die sich ehrenamtlich betätigen möchten und die durch solche Kurse auf eine ehrenamtliche Betätigung im sozialen Bereich vorbereitet und geschult werden. Eine kostenpflichtige Ausbildung wäre manchen Ehrenamtlichen gar nicht möglich.

    Sie werden eine professionelle Arbeitsstelle nicht gefährden, denn ich glaube nicht, dass sie Aufgaben übernehmen sollen, die berufsspezifische Qualifikationen erfordern, sondern als Unterstützung dienen.

    Ohne ehrenamtliche (kostenlose und engagierten) Helfern wäre in vielen Bereichen (Feuerwehr, Pflege, Jugendbetreuer,freiwilliger Sozialdienst, usw)
    gute und nötige Aktionen gar nicht möglich.

    Ehrenamt bedeutet keine Bezahlung für sich zu beanspruchen, deshalb heißt es Ehrenamt und das glaube ich soll die Aktion des BRK, wie im Artikel beschrieben, auch bewirken.

    Hier geht es Ehrenamt und nicht um Plagerei und bezahlte Pflegekräfte.

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