„Eine geglückte Wiedereinbürgerung“

Geier der Alpen: Naturschützer-Vortrag in Wasserburg bestens besucht

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Der Fachvortrag „Geier der Alpen – eine geglückte Wiedereinbürgerung“, zu dem die Ortsgruppe des Bund Naturschutz Wasserburg eingeladen hatte, war ein Besuchermagnet. Über 40 interessierte Zuhörer lauschten gespannt den Ausführungen von Richard Straub vom Landesbund für Vogelschutz zur geglückten Wiedereinbürgerung des Bartgeiers in den Alpen. Neben dem Bartgeier wurden auch Gänsegeier und Mönchsgeier auf spektakulären Film- und Fotoaufnahmen gezeigt.

Mit über 2,90 m Flügelspannweite zählt der Bartgeier zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Er ist einer der seltensten und größten Greifvögel Europas. Er wurde über viele Jahrhunderte gnadenlos bejagt und bis zum Beginn des 20.Jahrhunderts ausgerottet. Zur Ausrottung trugen viele Missverständnisse und Fehlinformationen bei.

Dabei wurde völlig verkannt, welche wichtigen Funktionen Großgreifvögel im Ökosystem der Alpen einnehmen. Heute weiß man, Geier sind reine Aasfresser und verschonen lebende Tiere. Die Hauptnahrungsquelle der Bartgeier besteht aus Knochen, also den letzten Überresten von Tierkadavern.

Mit der Spezialisierung auf Knochen hat sich der Bartgeier durchaus eine nähstoffreiche Nahrungsquelle erschlossen. Sind die Knochen zu groß lässt er sie aus großer Höhe fallen, um sie dann zerkleinert aufnehmen zu können. Bartgeier sind geschickte Flugakrobaten, fliegen Loopings und bei Verfolgungsjagden auch einmal auf dem Rücken. Gigantische Teleaufnahmen ließen die Besucher staunen.

Ende der 80er Jahre wurde im Rauriser Krumltal (Nationalpark Hohe Tauern) erstmals der Versuch unternommen in Gefangenschaft (Zoos) geborene junge Bartgeier wieder auszuwildern. Der Versuch entwickelte sich zu einer unglaublichen Erfolgsgeschichte. Heute brüten wieder Bartgeier in den Alpen und bereichern die vielfältige Lebensgemeinschaft der Alpen. Richard Straub beobachtet sei über zehn Jahren die Bartgeier im Krumltal und konnte die Zuhörer mit seiner Begeisterung anstecken.

mf

Foto: Richard Straub

 

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