Eine Frau. Ein Mann. Ein Verhör.

Wasserburger Theatertage heute: Kehlmann-Stück für zwei Schauspieler und eine Uhr

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Das Augsburger Sensemble Theater steht am heutigen Freitagabend auf der Bühne der Wasserburger Theatertage 2019! Gezeigt wird Daniel Kehlmanns „Heilig Abend“ – inszeniert wird dabei ein 90-minütiges Verhör: Ein Polizist und eine terrorverdächtige Philosophie-Professorin sind die Protagonisten. Das Verhör spiegelt den üblichen Konflikt zwischen Freiheit und Sicherheit wider. Aber es wird auch zum Schlagabtausch zwischen System und Systemkritik …

Darum geht’s:

Es ist halb elf am 24. Dezember. Eine Frau, ein Mann, ein Verhör.
Auf dem Weg zu ihren Eltern wird Judith, Professorin für Philosophie, verhaftet. Sie weiß angeblich nicht, warum. Thomas, der Polizist, weiß alles über sie und behauptet, Judith habe gemeinsam mit ihrem Ex-Mann für Mitternacht einen terroristischen Anschlag geplant. Doch Judith streitet alles ab und geht zum Gegenangriff über.

Sind es aber alles nur Worte und Theorien oder ist Judith tatsächlich zur Gewalt bereit? Was hat das Paar einst in Südamerika gemacht, und was hat es mit dem Bekennerschreiben auf dem Computer auf sich? Gibt es tatsächlich eine Bombe und wenn ja, wo befindet sie sich? Die Zeit läuft …

„Was, wenn es nicht das beste System ist? Wenn es eigentlich ein grausames System ist, das die Menschen ausbeutet und seine eigenen Bürger in Angst und Unwissenheit hält?“

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, wurde unter anderem mit dem Candide-Preis, dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet.

Sein Roman „Die Vermessung der Welt“ ist zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit geworden.

von Daniel Kehlmann.
Regie: Sebastian Seidel.
Es spielen: Sarah Hieber und Johannes Haag.

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Die Schirmherrschaft für die 15. Wasserburger Theatertage liegt beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, vertreten durch Staatsminister Bernd Sibler. Durch eine Jury werden zwei Preise vergeben: für die beste Inszenierung und den besten Darsteller. Auch das Publikum erhält eine Jury-Stimme. Den Preis für die beste Inszenierung (dotiert mit 4.000 Euro) vergibt der Verband Freie Darstellende Künste Bayern e.V., den Preis für die beste darstellerische Leistung (1.500 Euro) der Landkreis Rosenheim. Die als „beste Inszenierung“ gekürte Produktion wird außerdem zu weiteren Spielterminen ins Theater Wasserburg eingeladen. 

Wer vier Vorstellungen der diesjährigen Theatertage besucht hat, bekommt am letzten Wochenende den Eintritt zur fünften Vorstellung geschenkt!

Foto: Sensemble

 

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