Eine Feier für die Mutmacher

Agentur für Arbeit Rosenheim ehrt Jugendliche aus Stadt und Landkreis

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In Rosenheim fand im Ballhaus zum insgesamt elften Mal eine besondere Abschlussfeier statt. Besonders deshalb, weil knapp 50 junge Menschen, die nicht gerade einfache Startbedingungen hatten, ihre Berufsausbildung in mehr als 20 verschiedenen Berufsbildern erfolgreich abgeschlossen haben.

Die meisten der Jugendlichen besuchten vor ihrem Start in die Ausbildung eine Förderschule und haben anschließend ein Berufsvorbereitungsjahr oder eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme absolviert. Im Anschluss daran starteten sie bei einem Bildungsträger vor Ort (Diakonie, junge arbeit, bfz Rosenheim, ReaL Isarwinkel) in die begleitete Ausbildung. Viele lernten dabei in direkter Kooperation mit einem Betrieb, beispielsweise mit einem Einzelhändler, einer Schreinerei, einem Gartenbaubetrieb oder einem Autohaus. Bei anderen fungierte der Bildungsträger gleichzeitig als Ausbildungsbetrieb. Dabei wurden viele der Jugendlichen im Rahmen der beruflichen Rehabilitation (Ersteingliederung) durch die Agentur für Arbeit gefördert.

 

„Liebe Jugendlichen, diese Mutmacherfeier ist für Euch, denn es ist Euer Tag. Heute stehen Sie hier, um den Start in Ihre berufliche Zukunft zu feiern und ich möchte Ihnen allen zu Ihren Berufsabschlüssen herzlich gratulieren.“ Mit diesen Worten eröffnete Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur, die Veranstaltung. „Im Wort Mut steckt, dass Sie sich etwas getraut haben, und Sie sind Mutmacher für andere junge Menschen, die diesen Weg noch vor sich haben. Der Wert einer abgeschlossenen Ausbildung ist nicht hoch genug einzuschätzen, denn Menschen mit einer abgeschlossenen Ausbildung werden viermal seltener arbeitslos als Hilfskräfte. Fachkräfte sind im Vergleich deutlich länger in stabilen Arbeitsverhältnissen und haben ein höheres Einkommen. Sie, liebe Jugendliche, haben es geschafft und sind der lebende Beweis dafür, dass sich Engagement und Einsatz lohnen und mit das größte Kompliment ist wohl, dass die meisten von Ihnen direkt nach Ihrer Abschlussprüfung eine Arbeit gefunden haben.“

 

Einen besonderen Dank richtete die Agenturleiterin an die Eltern, Betriebe, Berufsschulen, Bildungsträger und Mitarbeiter des Rehabilitandenteams der Agentur für Arbeit, die die jungen Menschen während der Ausbildung maßgeblich unterstützt haben. An die Ausbildungsbetriebe gerichtet sagte die Agenturleiterin: „Ich danke Ihnen, dass Sie den jungen Menschen eine Chance und ihnen und sich selber so die Möglichkeit gegeben haben, den Fachkräftebedarf der Zukunft zu sichern. An diesen Positivbeispielen wird deutlich, dass trotz des einen oder anderen Hindernisses eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen werden kann.“

 

Der Zweite Bürgermeister der Stadt Rosenheim, Anton Heindl, sprach ebenfalls ein großes Lob an die jungen Erwachsenen aus und machte ihnen Mut: „Jede einzelne abgeschlossene Ausbildung ist ein toller Erfolg für Sie und die Gesellschaft. Sie sind den steinigen Weg erfolgreich gegangen und die vielen Ehrengäste, die heute gekommen sind, beweisen, wie wertvoll Sie uns sind“, sagte Heindl. „Sie haben bewiesen, dass auf Sie Verlass ist und auch in Zukunft auf Sie Verlass sein wird. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung liegt der Schlüssel für ganz neue berufliche Möglichkeiten in Ihrer Hand.“

Auch Josef Huber, der als Vertretung des Rosenheimer Landrates gekommen war, betonte an die jungen Absolventen gewandt: „Wir sind stolz auf Sie. Sie sind ein Vorbild für viele Jugendliche, die den Weg noch vor sich haben.

 

Jeder einzelne Absolvent wurde auf die Bühne gerufen und bekam von Astrid Schneider, Teamleiterin für Rehabilitanden, eine Urkunde überreicht. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde von jedem Bildungsträger noch ein Jugendlicher auf die Bühne gerufen, der sich während der Ausbildung besonders ausgezeichnet hat, und ein besseres Abschlusswort als von einer der Absolventinnen hätte es wohl kaum geben können: „Wir haben die Zeugnisse, da sind die Noten egal! Das ist unser Tag, jetzt lassen wir uns noch etwas feiern“, sagte sie.

 

Einen feierlichen Rahmen bekam die Veranstaltung durch das Gitarrenensemble 1 der Stadt-Singschule Kolbermoor. Sandra, Laura, Amina und Corinna spielten und sangen – wie bereits im vergangenen Jahr – in Begleitung ihres Musiklehrers Christian Matz.

Den Ausklang fand die gelungene Veranstaltung bei einem „Come Together“, bei dem angehende Beiköche und Hauswirtschafter, die sich aktuell noch in Ausbildung befinden oder diese gerade abgeschlossen haben, eine vielseitige Auswahl an Fingerfood sowie Kaffee und Kuchen reichten.

 

 

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