Ein Zimmer voller Schafkopfkarten

„Sammler im Portrait": Ausstellung ab 3. Oktober in der Bar Helmut

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Briefmarkensammler gibt es wie Sand am Meer, aber Schildkröten, Äxte oder gelbe Schuhe sammeln? Elisabeth Friesinger aus Albaching hat für ihr Studium der „Digitalen Medien” an der Hochschule Ulm im Rahmen eines Fotoprojekts Sammler porträtiert. Dabei kamen die kuriosesten Objekte und faszinierendsten Geschichten zum Vorschein. Die Fotos und Hintergründe zu den Sammlern aus dem Raum Wasserburg werden ab 3. Oktober in der Bar Helmut ausgestellt.

Das Thema des Fotokurses, den die junge Albachingerin belegte, lautete „Jäger und Sammler”. Die Vorgaben: Keine Retusche mit Photoshop oder dergleichen, nur Aufhellen und Abdunkeln war erlaubt, fast wie bei der analogen Fotografie. Jagdbegeisterte wusste sie auf Anhieb einige und so fiel die Entscheidung recht schnell, sich darauf konzentrieren zu wollen.

Sie traf sich mit Albachings ehemaligem Bürgermeister und Jäger August Seidinger. „Beim Ratschen kam dann raus, dass er eigentlich total viel sammelt. Der hat 2000 Meterstäbe und dann hab ich ihn gleich als Sammler porträtiert.” Da „Seidinger Gustl” habe ihr dann auch noch einige andere Albachinger Sammler verraten, wie zum Beispiel Ludwig Ettmüller, der eine Sammlung aus stolzen 12.000 Schafkopfkarten-Sets besäße. So kam Elisabeth von einem zum anderen und ihre Sammler-Sammlung erweitere sich auf den ganzen Wasserburger Altlandkreis.

 

Schildkröten, Äxte, Kronkorken, Kuscheltiere, gelbe Schuhe – die skurrilsten Dinge häufen die Leute, die sie vor der Linse hatte, an. „Bei dem Projekt geht’s um die Menschen, um die Sammler selbst”, erklärt Elisabeth, „ich habe mir wirklich viel Zeit genommen, die Leute kennen zu lernen.” Zu den Fotos soll es dann auch noch die Geschichten zum Durchlesen geben, die hinter der Sammelleidenschaft stecken. „Da war ich teilweise selbst überrascht, mit wie viel Herzblut die Leute das machen.”

Eigentlich wären die Fotos nach der Abgabe an der Uni in der Schreibtischschublade verschwunden, aber die Geschichten haben die Albachinger Studentin so gefesselt, dass sie ihre Faszination unbedingt teilen wollte. „Dann war ich mal in der Bar Helmut und hatte sofort das Gefühl, dass das der perfekte Ort für eine Ausstellung meiner Fotos wäre.” Die Inhaber – selbst junge, kreative Köpfe – waren sofort begeistert und so werden ab 3. Oktober die Sammlerfotos samt den Geschichten dahinter in der Bar Helmut in der Salzburgerstraße ausgestellt.

 

 

Zum Auftakt wird es eine Vernissage geben, die sich auch an die Porträtierten richten soll, damit diese sich gegenseitig kennen lernen. Bis 20. Oktober können sich alle  Interessenten von den Sammlern und deren Leidenschaft ein Bild machen. Der Eintritt ist frei.

 

 

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