Ein Wintertraum für Wasserburg

Zum traditionellen Christkindlmarkt gibt es heuer noch eine zauberhafte Attraktion obendrauf

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Historisches Ambiente, heller Lichterglanz und der Geruch nach Glühwein und Bratwurst: Der Wasserburger Christkindlmarkt hat alle Jahre seinen ganz besonderen
Reiz. Doch heuer gibt‘s eine weitere Attraktion noch obendrauf. Mit dem „Wasserburger Eiszauber“ rundet der Wirtschafts-Förderungs-Verband als Veranstalter das Programm zum Jahreswechsel ab. Die neue Hauptattraktion wird vom 29. November bis 6. Januar 2020 in der Altstadt als ,,Wasserburger Eiszauber“ stattfinden. Wir sprachen mit …

… Manuel Scheyerl (rechts) und Stefan Staudinger von der Albachinger Veranstaltungs-Firma SAS, die die Eisbahn betreiben:

 

Der WFV hat die Firma SAS Veranstaltungen aus Albaching mit den Betrieb der Eislaufbahn beauftragt. Wie kam es dazu?

Wir haben uns generell überlegt, wie wir die Altstadt Wasserburg und den Christkindlmarkt attraktiver gestalten können und dabei ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Eislaufen ist für jede Generation attraktiv, gerade aber auch für Kinder, die heutzutage nur mehr selten die Möglichkeit zum Eislaufen haben, ist diese Bahn mit Sicherheit ein absolutes Erlebnis. Ebenso ist Eisstockschießen ein sehr beliebter und gerne ausgeübter Freizeitsport.

 

Wann kann man Schlittschuhlaufen oder Eisstockschießen?

Grundsätzlich haben wir, bis auf wenige Ausnahmen (24., 25., 28. und 31. Dezember), von 28. November bis 6. Januar 2020 täglich geöffnet. Die Öffnungszeiten sind in Eislaufzeiten und Eisstockzeiten unterteilt. Eislaufen ist Montag bis Donnerstag von 14 bis 18 Uhr sowie Freitag und Samstag von 14 bis 22 Uhr und Sonntag von 12 bis 20 Uhr. Insbesondere, um Schulen die Möglichkeit zu geben, das Schlittschuhlaufen in den Schulsport zu integrieren, bieten wir auch Sonderöffnungszeiten an. Eisstockschießen kann man nach Voranmeldung von Montag bis Donnerstag von 18 bis 22 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr. Gerade für das Eisstockschießen haben wir schon einige Anfragen, Reservierungen können per Mail an info@sas-event.de oder auch telefonisch unter 08076/888616 abgegeben werden.

 

Was ist auf der Bahn und rundherum geboten?

Prinzipiell sollen die Besucher viel Zeit fürs Eislaufen und Stockschießen haben. Natürlich sind aber auch ein paar Highlights geplant. So wird es dreimal eine beeindruckende Feuershow mit Mark King geben, die ICE Starlets aus Bad Aibling sind zweimal bei uns zu Gast und präsentieren ihr Können im Synchroneiskunstlauf. Sonntags haben wir immer unsere Eislaufmaskottchen, einen Pinguin, für alle Kinder vor Ort. Wir veranstalten zudem den Sparkassen-Cup im Eisstockschießen, ein Gaudi-Eisstockturnier mit tollen Preisen. Teilnehmen können Vereine, Firmen oder Abteilungen, Freundesgruppen oder jede andere Gruppe mit mindestens vier bis maximal sieben Personen. Für alle, die es nicht ganz so klassisch haben wollen, haben wir Anfang Januar noch die 1. Unertl- und Forstinger Bierkisten-Curlingmeisterschaft ins Leben gerufen. Dabei kann man mit Bierkisten seine Treffsicherheit beim Curlen unter Beweis stellen. Für Teilnehmer und Zuschauer sicherlich ein großer Spaß. Zum großen Finale am 6. Januar  planen wir gerade ein großes Charity-Eislaufen für eine gemeinnütze Institution aus der Region, näheres geben wir dann in unseren Flyern und der neuen Homepage (www.wasserburger-wintertraum.de) , die nächste Woche online geht, bekannt.

Direkt im Anschluss an die Bahn haben wir unsere Laterndl-Alm mit 40 Sitzplätzen, heißen und kalten Getränken sowie kleine, feine bayerische Brotzeiten. Die Öffnungszeiten sind analog der Eisbahn und jeden Donnerstag haben wir von 18.30 bis 22.00 Uhr einen bayerischen Abend mit Livemusik. Am 19. Dezember gibt es einen musikalischen umrahmten Abend mit Sepp Christandl, der die Weihnachtsgeschichte auf Bayerisch liest.

 

Bereits mehrmals konnte man in den Lokalmedien die Klimadiskussion über die Eisbahn finden, wie steht ihr zu diesem Thema?

Wir wurden nun natürlich schön öfter zu diesem Thema befragt. Energieverschwendung, ökologischer Fußabdruck und Greta Thunberg sind ja seit einiger in aller Munde. Natürlich haben wir uns bereits ganz am Anfang des Jahres, als die Vorplanungen begonnen haben, Gedanken zum Thema Energieverbrauch gemacht. Zum einen aus ökologischer Sicht, zum anderen ist es für uns auch wirtschaftlich natürlich von großem Interesse, dass wir möglichst wenig Energie verbrauchen. Völlig unabhängig von der derzeitigen Diskussion um die Eisbahn haben wir verschiedene Anbieter kontaktiert und auch mit einigen Eislaufbahnbetreibern verteilt in ganz Deutschland persönlich gesprochen. Letztlich haben wir uns für den Marktführer in Sachen Eislaufbahnen entschieden und zwar für die Firma AST, die sowohl Kunststoffeisbahnen als auch Echteisbahnen vermietet und zudem dreizehn Wasserkraftwerke selbst betreibt. Diese Wasserkraftwerke erzeugen über das Jahr zirka 100 Mal so viel Energie, wie alle Eislaufbahnen der Firma zusammen benötigen. Auch beim Thema Kunststoffeis scheiden sich die Geister. Die für Kunststoffeislaufbahnen genutzten Polyethylenplatten müssen zum einen ebenfalls hergestellt und recycelt werden, zum anderen entsteht durch das Schlittschuhfahren Mikroplastikabrieb ,was letztlich sicherlich auch ein Problem für Umwelt und die Gesundheit der Personen auf dem Eis darstellt. Zudem werden Silikonlösungen als Gleitmittel verwendet. Bei Gesprächen mit Eiskunstläufern kam ebenfalls heraus, dass trotz toller Anpreisungen der Hersteller die Lauf- und Gleiteigenschaft von Kunststoff-Eislaufbahnen nicht annähernd an echtes Eis herankommen. Wir werden aber dennoch diesen Winter selbst eine Kunststoffeisbahn besuchen und uns selbst ein Bild machen.

Abschließend werden wir dieses Jahr in jedem Fall den Energieverbrauch in Relation zu den Besuchern bewerten und daraus ein Fazit ziehen.

Übrigens: Fürs Eismachen liefern die Stadtwerke Wasserburg reinen klimaneutralen Ökostrom.

 

Alles zum Eiszauber (hier klicken) …

 

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15 Kommentare zu “Ein Wintertraum für Wasserburg

  1. Hauptsach Eiszauber, aber in da Burgau konst need a moi a Semme kaffa. Des is am WFV wurscht.

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  2. Bleibt zu Hoffen, dass der Wasserburger Christkindlmarkt nicht zum Volksfest wird und nächstes Jahr eine zweistöckige Laterndlbar in der Herrengasse steht.
    Der Anfang ist mit dem wöchentlichen Bayrischen Abend und der Liveband schon gemacht.
    Was hat das Bitte auf einem Christkindlmarkt zu suchen?
    Ich hoffe der WFV erinnert sich wieder an einen besinnlichen Advent wo unsere Zeit eh schon laut genug und hektisch ist.

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  3. Dass es beim Umbau von Edeka diese Probleme gibt, kann man dem WfV nicht anlasten

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  4. Schod, dass man immer was zum Meckern findet. Macht der WFV nix – ists nix. Macht er was – ists auch nix. Wie ists einfach mal mit auf sich zukommen lassen u ausprobieren. Eine schöne, besinnliche, staade, nicht meckernde Zeit wünsche ich euch allen

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  5. Es ist doch egal was gemacht wird. Es wird leider immer gemeckert und geschimpft. Sonst hat der Mensch anscheinend keine Probleme!

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  6. Ich bezweifle, dass man mit Ökostrom alleine die Eisflächen kühlen kann. Ich hatte mal ein Jahr lang Ökostrom gebucht. Der Staubsauger hatte da kaum noch Leistung und es war überall schmutzig oder ich musste dreimal über die selbe Stelle saugen.
    Jetzt hab ich wieder einen Kohle- Atomstrommix und alles ist pikobello.

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    1. esweihnachtetsehr

      “Sonst hat der Mensch anscheinend keine Probleme”. Doch, hat er / sie. Bedeutet dies aber nun, dass man den “Wintertraum” nicht auch kritisch hinterfragen darf? Muss man alles, was vom WFV kommt, unkommentiert lassen? Hat das alles noch etwas mit einer besinnlichen, staaden Zeit zu tun? Oder müssen wir uns wogmöglich ablenken, um ja nicht in eine besinnliche, staade Zeit zu “rutschen”? Gerade in heutigen Zeiten könnte es nicht schaden, mal kritisch das eigene Tun zu hinterfragen. Und ich rede noch nicht mal von dem Widerspruch “Klimanotstand vs. Wintertraum”. PS: Was für eine nette Ettiketierung: “Reiner klimaneutraler Ökostrom” …

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    2. da kann man echt nur hoffen, dass das ironisch gemeint ist – allerdings befürchte ich, das ist echt 🙂

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      1. der Kommentar bezieht sich auf Gittis Aussage

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      2. Ja Barbara, google mal. Es gibt sogar Filter, die alle Atomstromelektronen herausfiltern und dann kommen nur noch Elektronen aus Wasser- und Windkraftwerken durch. Da kannst gleich den Besen nehmen. Und auch beim Backen ist es ein Graus. Leberkäse bei 150 Grad geht gerade noch so. Aber Pizza bei 220 Grad kannst vergessen. Das ist kein Witz.
        Und ich denke auch in Wasserburg wird man sicherstellen müssen, dass kein Kohlekraftelektron in die Eisbahn kommt, sonst hätten sie ja gelogen/getäuscht. Das tun die sicher nicht.

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        1. ach… und diesen Filter schaltet man den einzelnen Haushalten, die sich für Ökostrom entscheiden, vor ?
          Wenn man nur lange genug sucht, findet man im Netz ja für jeden Schmarr’n einen hochwissenschaftlichen Artikel.
          Wenn’s net so traurig wäre, könnte man sogar lachen…

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  7. Ist mit dem “reinen klimaneutralen Ökostrom” zufällig der Strom gemeint, den die drei 200 Meter hohen Windrädern im Schwachwindgebiet von Rhön-Grabfeld – also am anderen Ende Bayerns – unter anderem für die Stadtwerke Wasserburg erzeugen? Wenn ja, wie kommt dieser Strom eigentlich an all dem bösen Kohle-, Erdgas-, Atom- und Biogasstrom vorbei nach Wasserburg?
    Und ist in Wasserburg eigentlich bekannt, dass dort jetzt (vielleicht extra für diese Eisbahn?) noch zwei weitere Windräder mit diesmal sogar fast 250 m Höhe in ein Waldgebiet gestellt werden sollten, wogegen sich allerdings die Anwohner kürzlich erfolgreich per Bürgerentscheid gewehrt haben? Oder interessiert sowas den wetter- und naturbesorgten Wasserburger eh nicht, so lange der Strom aus der Steckdose kommt?
    Achso – die Kundenberatung von der Elektrizitätswerke Schönau Vertriebs GmbH (die mit dem ganz arg dunkelgrünen Ökostrom) haben mir auf entsprechende Anfrage mal u.a. wörtlich geantwortet:
    “Wenn Sie sich entscheiden Ökostrom zu beziehen, bekommen Sie immer noch den gleichen Strom wie vorher auch.”
    Na dann ist doch alles gut.

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    1. Die selbe Zeit, die man für so einen Kommentar benötigt, hätte man auch benötigt, um auf Wikipedia nachzulesen, wo dann folgendes steht: “In einem liberalen Energiemarkt kann jeder Verbraucher frei entscheiden, von welchem Anbieter er seinen Strom bezieht. Entscheidet er sich für Ökostrom, so kann er ein entsprechendes Angebot von Ökostromanbietern oder entsprechende Stromtarife nutzen. Hierbei verpflichtet sich der Anbieter, genauso viel Ökostrom in das Stromnetz einzuspeisen, wie seine Kunden entnehmen. Weil alle Verbraucher Strom aus demselben Verbundnetz beziehen und Strom physikalisch immer gleich ist, hat der Bezug von Ökostrom keine direkte Auswirkung auf den beim einzelnen Kunden gelieferten Strom. Stattdessen werden die Zahlungsströme am Energiemarkt und womöglich der Strommix des Landes verändert. Auch wird die energiepolitische Signalwirkung für wichtig gehalten, sie könnte Einfluss auf politische Entscheidungen für bedeutende Fördermaßnahmen wie das EEG haben.”

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      1. Entschuldigung, aber wenn Sie “Zahlungsströme am Energiemarkt” und den “Strommix des Landes” verändern wollen, dann sollten Sie sinnvollerweise in eigene Stromerzeugungsanlagen – am besten direkt vor Ort, also “dezentral” – investieren.

        Denn wenn Sie stattdessen mit Ihren Zahlungen lediglich fördern, dass insbesondere die Stromerzeugung durch längst abgeschriebene Wasserkraftwerke nicht mehr dem “normalen” Strommix zugeschrieben wird, ändert sich weder am tatsächlichen Strommix aus der Steckdose, noch am Strommix des Landes irgend etwas.

        Die Zahlungsströme werden dadurch zwar tatsächlich geändert – indem sie nicht mehr nur beim Stromproduzenten ankommen, sondern zusätzlich auch bei einem Ökostrommakler. Inwieweit dies für die Energiewirtschaft, für die Stromkunden oder gar für das Wetter oder die Natur ein Vorteil sein soll, erschließt sich mir allerdings gerade nicht.

        All das ändert aber überhaupt nichts an der Tatsache, dass man sich im Landkreis Rosenheim die Landschaft (zurecht!) nicht von den hässlichen Windindustrieanlagen verschandeln lassen will und diese deshalb stattdessen einfach in anderen Landkreisen aufstellt. (Bei dieser Gelegenheit: Entschuldigung, nicht im Landkreis Rhön-Grabfeld, sondern im benachbarten “Bäderlandkreis” Bad Kissingen).

        Ich glaube, so ein Verhalten nennt man “Sankt-Florians-Prinzip”.
        Und auf der Website der Stadtwerke Wasserburg steht dann auch noch großspurig:
        “Auch wir, die Stadtwerke Wasserburg a. Inn, leisten aktiv einen Beitrag zu einer umweltfreundlichen Strom- und Wärmeerzeugung.”
        Dafür von mir ein ganz dickes: “Dankeschön!”

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    2. Für den Wasserburger ‘Ökostrom’ wird gar keine Anlage zur Nutzung erneuerbarer Energien gebaut. Es handelt sich um Zertifikatsstrom, das ist ein reines Marketinginstrument der Stromkonzerne. Wenn Sie diesen Strom kaufen, erhöht sich nur der Anteil an Atom- bzw. Kohlestrom, den rechnerisch Ihr Nachbar bezieht. Für die Wasserburger Eisbahn heißt das: Alle Wasserburger Stadtwerkekunden, die nicht den ‘Ökostrom’ der Stadtwerke kaufen, bekommen anteilig mehr Atom- und Kohlestrom. Der Wasserburger Stromverbrauch und der damit verbundene CO2-Ausstoß steigen durch den Betrieb der Eisbahn selbstverständlich weiter an.

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