„Ein völlig falsches Signal”

Unser Kommentar zur jüngsten Gemeinderatssitzung in Haag und zur Absage des Herbsfestes

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„Klares Bekenntnis zum Herbstfest – Haager Gemeinderat einstimmig für Fortbestand – Zuschuss für zu gründenden Verein in unbestimmter Höhe” – so titelten unsere Haager und Wasserburger Stimme nach einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss im November 2019. Doch trotz der reibungslosen und soliden Gründung des Vereins  wackelt die Bezuschussung seit Monaten – unter anderem wegen „juristischer Feinheiten”. Bei der Sitzung des Ferienausschusses am Dienstagabend gab’s den nächsten gewaltigen Schuss vor den Bug des neuen Vereins:

Mit 5:4 Stimmen kippten die Gemeinderäte den Punkt „Haager Herbstfest;
Ausrichtung durch den Haager Herbstfestverein; Übernahme des Defizits” mit der Stimme der Bürgermeisterin von der Tagesordnung. Begründung: In der gegenwärtigen Krise sei das Herbstfest wirtschaftlich nicht relevant. Damit liegen auch die Planungen für die nächsten Jahre erstmal auf Eis.

Das ist gerade jetzt ein völlig falsches Signal – in einer ohnehin wirtschaftlich schwierigen Zeit. In einer Zeit, in der Veranstalter, Brauereien, Festwirte, Gastronomie und Schausteller um ihre Existenz bangen, wird ihnen signalisiert: Ihr seid gerade nicht wichtig! Noch schlimmer als diese Ansage durch die Mehrheit des Ferienausschusses ist das monatelange Herumeiern, wenn es um den längst und einstimmig beschlossenen Zuschuss für den Festverein geht. Man wird den Verdacht einfach nicht los, dass die Entscheidung vom November nur ein Lippenbekenntnis vor der Kommunalwahl war und die Mehrheit im Haager Gemeinderat das Herbstfest eigentlich gar nicht will …

… moand da Huaba. 

 

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11 Kommentare zu “„Ein völlig falsches Signal”

  1. Stimme der Aussage vom Huaba 1:1 zu.
    @Haager Gemeinderat und v.a. Bgm.: schwache Leistung!

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  2. Huaba, dem is absolut nix mehr hinzuzufügen, ein Wahnsinn was da abgeht. A kommunalpolitisches Schmierentheater

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  3. Dieser Kommentar ist bärenstark.
    Huaba–Hut ab!!
    I glaab jez mog I Di doch.
    Dachte oiwei du bist a bissi a Gschaftler 😉
    Nix da–Klartext redet er!!!
    Ois Guade für Eich und die Stimme!!

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    1. Mei, vom Huaba zum Gschaftl-Huaba is’s hoid leider ned weid ….

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  4. Huaba hats kapiert,
    leider die Wähler wohl zu spät.
    Gelungener Bluff der Bgmeisterin und Ihrem Theaterstadl.
    Sehr unterhaltsam was in Haag so abgeht.
    Dennoch traurig wenn im Schlafkaff bald noch die letzten Lichter ausgehen oder mutwillig ausgeblasen werden.
    Gerade JETZT wäre der richtige Zeitpunkt für ein positives ZEICHEN gewesen.

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  5. …braucht se koana beschweren…es habtses doch wieder gewählt…jetzt dern olle so, als ob des ned abzusehen gewesen wäre, dass des nur Lippenbekenntnisse vor der Wahl waren….lächerlich

    Welcome to the fabulous Fad in Obb.

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  6. Am Ende hat sie keiner gewählt….

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  7. Respekt – auf den Punkt gebracht.
    Ich bin zwar keine Haager Bürgerin aber eine die auf dem Haager Herbstfest seit vielen Jahren mit Leib und Seele und vor allem mit Herzblut gearbeitet hat – es war jede Mühe wert – UNSER Haager Herbstfest… Was ist denn los? Warum ist es der Haager Regierung nix wert? Wo kann man den noch hin gehen? Alt und Jung – alles hatte in Haag seinen Spaß – und genau so solls doch sein oder?
    Haager Gemeinderat: Anstatt dass ihr stolz darauf wärt, dass in Eurem Kaff so ein tolles Volksfest zustande kommt, wo die Leute von nah und fern herbei kommen, werden seit Ewigkeiten nur noch Steine in den Weg gelegt – das tut mir im Herzen weh!!!

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  8. Derf jetzt a oana de Aufregung ned verstehn?!!??
    Es gibt heia koa Herbstest… Nirgends
    Mir leuchtet der Beschluss und die Begründung ei.
    De Wirt und Brauereien brauchen, glab i, vui wichtigere “Zeichen”
    von da Politik, ois an Zuschuss fuer an Festverein.
    … Und warum de Hoager wieder de Sissy gwoid ham,??
    No hoffentlich ned wegam Festverein

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  9. Schod is des, wia de Politik im allgemeinen mit de Bürger umgeht. Und Haag is do a guads Beispiel… aufm Tisch kimmt nur des, wos da Bürgermeisterin gefällt. Diese Macht hod Frau Schätz am Dienstag eindrucksvoll bewiesen.

    Ich hätte nach dem eher mäßigen Wahlergenbis a wenig mehr Bürgernähe erwartet! A ehrlicher Start schaut anders aus… aber egal, des monatliche Gehalt fließt a trotz Corona und a scheene Pension is jetzt mit der Wiederwahl ja a gesichert!

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    1. Ich verstehe eine Sache nicht. Wieso beschweren sich alle immer über die Politik. wir leben in einer Demokratie. Jeder kann aktiv und passiv in die Politik eingreifen. Wenn man unzufrieden mit der Politik auf Bundesebene ist, kann man mit seinem zugehörigen Abgeordneten reden (auch, wenn er/sie von einer anderen Partei ist, als die, die man gewählt hat). Auch haben Bürgermeister eine Sprechstunde oder Termine, zu denen sie sich mit den Bürgern austauschen. Wenn man dem Abgeordneten/dem Bürgermeister mit guten Argumenten kommt, macht es für den Amtsträger durchaus Sinn, dem Vorschlag zu folgen. Haber das nennt das den “zwanglosen Zwang des besseren Arguments”. Und selbst wenn einem die indirekten Möglichkeiten zu unsicher sind, kann man immer noch in eine Partei eintreten und vom passiven Wahlrecht Gebrauch machen. Der Staat kann den Bürger nicht dazu zwingen sich einzubringen.
      @Schod Das richtet sich nicht konkret gegen Sie. Ihr Kommentar gab mir nur einen guten Anlass das mal darzustellen. Die Entscheidung, das Haager Herbstfest abzusagen ist richtig, hätte aber cleverer begründet werden müssen.

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