„Ein Verbrennen von Steuergeldern”

Diskussion um Nacht-Shuttle-Bus für Wasserburger Partyvolk im Hauptausschuss

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Er soll die Lärmbelästigung in Party-Nächten eindämmen, Wasserburg attraktiver für junge Leute machen und den Nachtlokalen in Altstadt und am Badria mehr Gäste bringen: Ein Nacht-Shuttle-Bus zwischen Stadtzentrum und Alkorstraße – so der Plan der Fraktionsgemeinschaft Bürgerforum/Freie Wähler. Der Hauptausschuss lehnte diesen Antrag jedoch klar und deutlich ab.

„Das wäre ein Angebot für die Jugendlichen, die dann zum Weggehen in Wasserburg bleiben könnten und nicht weit fahren müssten. Einen Versuch wäre es wert. Man müsste schauen, ob die jungen Leute das annehmen”, so Edith Stürmlinger vom Bürgerforum.

Bürgermeister Michael Kölbl hielt den Antrag für „zu unausgegoren”, wisse man ja noch nicht einmal, zu welchen Zeiten, an welchen Tagen, in welchem Takt und zu welchen Haltestellen der vorgesehene Kleinbus fahren solle. Seiner Meinung nach sei eine Bezuschussung der Taxi-Services eher denkbar.

Zudem wurde kritisch angemerkt, dass die Neueröffnung des Universums wohl ausschlaggebender Grund für den Antrag gewesen sei und ein etwaiger Shuttle-Service in die Alkorstraße diesem Lokal eher in die Karten spiele als den Bars in der Altstadt, weshalb sich die Stadt nicht in der Pflicht sehe, Geld zugunsten eines einzelnen Unternehmers in die Hand zu nehmen.

Werner Gartner merkte an, dass es bereits einen Nacht-Express gebe, der um 0.30 Uhr und um 2.30 Uhr am Wochenende verkehre. Ein zusätzlicher Shuttle-Bus sei unnötige Konkurrenz. „Das wäre ein Verbrennen von Steuergeldern, wenn die vorhandenen Angebote noch nicht einmal voll ausgeschöpft sind.”

Markus Bauer betonte zudem, er wolle „keinen Promille-Express fördern”, sondern stattdessen für eine bessere Abrufbarkeit der hiesigen Taxi-Unternehmen in nächtlichen Stunden appellieren.

Stürmlinger verteidigte ihren Vorschlag, da man ja nicht nur dem Universum etwas Gutes tue, sondern die Stadt Wasserburg im Allgemeinen attraktiver für junge Leute mache und somit auch die anderen Lokalbetreiber unterstützen würde. Zudem seien die Fahrzeiten des bestehenden Nacht-Express nicht angepasst an die Partygewohnheiten der Jugendlichen, weshalb man durchaus ein umfassenderes Angebot brauche.

Der Antrag wurde bis auf eine Zustimmung vom Hauptausschuss abgelehnt. „Ich find’s schade”, so Stürmlinger abschließend.

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8 Kommentare zu “„Ein Verbrennen von Steuergeldern”

  1. Ja keinen Schritt zuviel machen. Soweit ist es vom Badria in die Stadt auch nicht und nüchtern werden sie dabei auch wieder.

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  2. Wirklich schade !

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  3. Hat irgend jemand die jungen Leute befragt?

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  4. Soweit soll es noch kommen. Das wäre der Wahnsinn. Wir sind ca. 12km entfernt von Wasserburg. Und würden auch öfters mal in Wasserburg weg gehen mit Freunden und dann mitm Taxi heim fahren. Aber es kommt oft kein Taxi weil es für diese anscheinend uninteressant ist für die Unternehmen so weit zu fahren. Und für 12km 40 euro zahlen steht in keinem Verhältnis.

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    1. Und was genau sollte da jetzt ein Pendelbus zwischen Alkorstraße und Altstadt daran verbessern?
      Und mal realistisch gedacht: wieviele von denen, die ohnehin mit dem Auto noch zu Weggegehn nach Wasserburg kommen, würden zunächst am Badria parken, mit dem Bus in die Stadt fahren, nach dem “Vorglühen” wieder mit dem Bus zum Universum und dann wieder mit dem Auto heim – wozu ja doch wieder mindestens einer fahrtüchtig bleiben muss. “Unausgegoren” trifft da wohl wirklich den Nagel auf den Kopf.

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  5. Was nützen den Wirten mehr Gäste, wenn diese bis 20.00 Uhr bei diversen Supermärkten, bis 22.00 Uhr an der Tanke, ihren Alkohol kaufen zum sogenannten vorglühen, anschließend besoffen stundenlang bei einem Getränk in der Gaststube sitzen, die Toiletten vollpinkeln und vollkotzen.
    Die Taxis haben auch keine Lust, sich ins Auto zu reihern lassen!!!
    Ein Fußmarsch in die Stadt oder rauf zum Uni würde nicht schaden!
    Vielleicht wäre über eine Beschilderung “Promille-Weg” nachzudenken!!!
    Dieser aber dann täglich gereinigt wird von Müll, Flaschen, MC-Donalds-Resten und allen anderen Hinterlassenschaften.

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  6. Sollen doch die Veranstalter ( Wirte ) sich auch mal Gedanken darüber machen , sie profitieren doch am meisten davon .

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  7. Fahrservice Torun

    Zu Fuss in die Stadt? Wir mussten oft Leute abholen vom Burgerfeld oder vom Kreisverkehr am Burgerfeld zum Uni (300m) fahren😊
    Und lieber Markus ich weiss zwar nicht bei wem Sie 40,-€ für 12 km bezahlt haben aber bei uns mit sicherheit nicht.
    Wir bieten schon länger den Service günstig Altstadt- Badria und umgekehrt an und es wird sehr gut angenommen.

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