„Ein Strahlen geht von dieser Messe aus“

Cäcilien-Messe begeistert Publikum in der nahezu vollbesetzten Wasserburger Stadtpfarrkirche

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Schon bei der Uraufführung der Cäcilien-Messe von Charles Gounod schrieb sein anwesender Komponistenfreund Camille Saint-Saens „voller Benommenheit und überwältigt“ von der Größe der Musik „dass von dieser Messe ein glänzender Strahl ausgeht“. Dieser Strahl ging am gestrigen Sonntag auch vom Altarraum der Pfarrkirche St. Jakob in Wasserburg aus. Sängerinnen und Sänger der Katholischen Pfarreien, eine großes Orchesterbesetzung, die Orgel und die Solisten, vorbereitet und dirigiert von der Anja Zwiefelhofer, hatten sich dort „zum Lobe Gottes“ vereint.

Sicher, taktgenau und mit angenehmer Empathie leitete und führte die Wasserburger Kirchmusikerin Chor, Orchester und die Solisten durch ein grandioses Werk sakraler Musik. Die gemeinsame Genauigkeit und Präsenz des Chores, die konzentrierten und feinfühligen Streicher, die Klangreichheit einer Harfe und der Orgel, die zurückhaltend jedoch sicher und sauber musizierenden Bläser und die im Hintergrund rhythmisch genau und passend spielende Pauke ergaben ein erhabenes Bild musikalischer Einheit, gemeinsam mit den drei Solisten.

Obwohl im Vordergrund stehend, aber nicht in diesen drängend, verstanden es Barbara Baier, Markus Kotschenreuther und Martin Hörberg ausgewiesen gut und angenehm schön, Teil dieses musikalischen Gesamtbildes zu sein: Der Cäcilien-Messe in der St. Jakobs-Kirche. Die spätgotische Halle des Kirchenschiffes umfing die schwebende Klangtonalität des Werkes und schuf eine staunend-andächtige Atmosphäre. Ja! Eine Messe wirkt eben in dem Raum am innigsten, für den sie geschaffen wurde.

Der Nachweis musikalischer Präsenz der Kirchenmusik in den katholischen Pfarreien beeindruckte verdienter Maßen viele Besucher, die mit dem Lied „Weit wie das Meer….“ in einen voradventlichen Abend entlassen wurden.

Am Ende gab es langanhaltenden Applaus – stehend  dargebracht vom begeisterten Publikum.

Andreas Burlefinger

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