Ein Sommermorgen an Attel und Inn

Mit dem ehemaligen Stadtbaumeister Manfred Förtsch auf Radltour rund ums Kloster Attel

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Manfred Förtsch ist vielen Wasserburgern noch als ehemaliger Stadtbaumeister bekannt. 25 Jahre leitete er das Stadtbauamt. Auch für soziale Belange engagiert sich der 69-Jährige. Wie zum Beispiel für die Junge MS-Gruppe Wasserburg. Doch er hat auch noch ein anderes Hobby: Das Radln rund um Wasserburg zur frühen Morgenstunde. Der Wasserburger Stimme berichtete er jetzt von einer seiner Touren mit ganz besonderen Eindrücken …

>>Wie jedes Jahr versuche ich in den Monaten Mai bis Juli sehr früh am Morgen mit dem Rad zu fahren und dabei Energie zu tanken und auch den Körper durch Schwitzen zu reinigen. Meine Touren sind meist 25 bis 40 Kilometer lang und erstrecken sich im Umland von Wasserburg, wobei ich die Tour um das Kloster Attel favorisiere.”

„Die Tour beginnt in der Altstadt, von wo aus die erste Hürde den Köbingerberg hinauf zu überwinden ist. Aber nach ein paar Touren hat man seine Fitness erreicht und das Bergfahren ohne E-Motor ist viel leichter. Auch das frühe Aufstehen und ein Tourenbeginn zwischen 4.30 und 6.30 Uhr ist nach ein paar Tagen kein Problem mehr, ja man wird sogar süchtig den noch frischen, unverbrauchten Sauerstoff einzuatmen und die aufgehende Sonne zu erleben. Im Übrigen ist bei den derzeitigen Temperaturen eine Frühtour sehr angenehm.

Im Ortsteil Gabersee angekommen führt der Weg dann durch die Inn-Salzach-Klinik, wo es nach einer längeren Abfahrt dann in Richtung Gut Gern geht. Dieser Anstieg ist leider einem Radweg nicht würdig, da er aus Kies besteht und durch die stärkeren Regenfälle tiefe Spuren hinterlässt, sodass hier zum Absteigen eher geraten wird. Leider wird der Weg trotz einer früheren schriftlichen Anfrage bei der Stadt Wasserburg nicht instandgesetzt, da er im Eigentum des Bezirk Oberbayern liegt. Es wäre dringend notwendig diesen Wegabschnitt zu asphaltieren oder mit einem Mineralbeton herzustellen, der von der  Oberfläche einem Radweg gerecht wird.

Für mich ist es unverständlich dass hier nichts getan wird, zumal dieser Weg auch als Inn-Radweg ausgeschildert ist.

Wenn man dann den Anstieg hinter sich hat, beginnt ein asphaltierter Radweg und der erste Blick zum Inn lässt die Morgendämmerung erkennen (Foto ganz oben).

 

 

Weiter führt der Weg über ein Waldstück nach Reisach. Bevor man das Waldstück erreicht hat man einen guten Blick auf die Molkerei Meggle, der am heutigen Morgen und bei Nebelschwaden fast wie ein Aquarell des Wasserburger Maler Willi Reichert aussieht.

 

 

Weiter geht die Tour in Richtung Kornberg, wo eine längere Abfahrt in Richtung Limburg folgt. Ein nochmaliger kurzer Anstieg und man hat einen herrlichen Blick auf Kloster Attel mit seiner ehemaligen Benediktinerklosterkirche und heutigen Pfarrkirche St. Michael.

 

Jetzt hat man eine lange Abfahrt, die durch die Behinderteneinrichtung der Stiftung Attl führt und dann nochmals etwa eineinhalb Kilometer die Innleite hinab zum Innuferweg. Dort kann man zu früher Stunde die ersten Sonnenstrahlen genießen, die einen vom gegenüberliegenden Innufer begrüßen. Bei der heutigen Tour waren die Sonnenstrahlen durch den leichten Nebel über dem Inn eher mystisch, aber trotzdem sehr schön.

 

 

Entlang dem Inn führt der Weg weiter in Richtung Elend, vorbei am Restaurant Fischer Stüberl. Dabei passiert man auch die Mündung der Attel in den Inn, wo man oft einige Angler bereits am frühen Morgen antrifft.  Bei der Querung der Brücke über die Attel im Bereich der B 15 hat man nochmal einen sehr schönen Blick auf diese Flussmündung.

 

 


Weiter führt die Tour über einen gut passierbaren Kiesweg auf dem Inndamm, wo einem die Morgensonne noch intensiver begrüßt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Inn kann man dann die Kirche St. Peter und Paul des Kloster Altenhohenau erkennen.

 

Kurz vor dem Café Modest geht eine Abfahrt vom Damm zur B15, wo man auf Grund einer weiten beidseitigen Sicht die Straße gut überqueren kann. Von dort geht es weiter in Richtung Sendling, wo man dann vom Radweg neben der Staatsstraße abbiegt in Richtung Ramerberg.

 

 

Der Weg führt an Einzelhöfen, Wiesen, Feldern und dem Ortsteil Sendling vorbei in Richtung Atteltal. Von hier hat man wiederum einen herrlichen Blick auf das Kloster Attel, das bei aufgehender Sonne einen besonderen Eindruck hinterlässt.

 

 

Wenn man am Fuße der Anhöhe von Ramerberg angekommen ist geht es eine längere Steigung hinauf zum Ort. Der Anstieg ist bis auf die letzten 200 Meter nicht so steil. Wenn man das letzte steilere Straßenstück hochklettert wird man vom wunderschönen Anblick der Kirche St. Leonhard überrascht.

 

Im Ort Ramerberg führte dann meine weitere Tour in Richtung Zellerreit, von wo aus ich in Ortsmitte in Richtung Tennisplätze abbog, wo eine wunderschöne Nebenstrecke über Graben nach Pfaffing führt. Von Pfaffing kann man dann in Richtung Edling fahren, wo man jedoch aus landschaftlicher Sicht die Strecke nach Oberübermoos wählen soll. Hier hat man einen wunderschönen Blick auf die bewaldete Attel und bei klarem Wetter auch eine herrliche Bergsicht. Außerdem hat man eine sehr schöne Sicht auf die Katholische Filialkirche St. Margaretha, die am Rande eines wunderschönen Landschaftsgebiet der Attel liegt. Hier lohnt sich ein kleiner Spaziergang in dem schönen Einschnitt der Attel.

 

Weiter geht die Strecke auf dem beschilderten Panoramaweg, der von München kommend in Richtung Wasserburger Altstadt führt. Über Edling, Viehhausen, Reitmehring und Gabersee führt der Weg zurück zur Altstadt. Die Gesamtstrecke dieser Tour beträgt zirka 36 Kilomter, es lohnt sich, vor allem am frühen Morgen.<<

 

Manfred Förtsch

 

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Ein Kommentar zu “Ein Sommermorgen an Attel und Inn

  1. Brigitte Bittner

    Lieber Herr Förtsch, danke für die wunderschönen Fotos und die tolle Beschreibung Ihrer Frühmorgen-Radltour! Wir werden das bestimmt auch mal “nachradeln”.

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