Ein Schüler berichtet

Gymnasium Wasserburg: Über eine Marokko-Reise des P-Seminars Französisch

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Das P-Seminar Französisch der Q11 des Luitpold Gymnasiums in Wasserburg unternahm jetzt eine Reise. Das Ziel: Die marokkanische Küstenstadt Essaouira. Ein Schuljahr lang hatte man sich darauf vorbereitet. Die ursprünglich als Austausch gedachte Reise wurde weitgehend von den Schülern selbst organisiert und von drei Lehrkräften begleitet. So kümmerte  man sich nicht nur um die Gestaltung des Programms, sondern auch um eine passende Unterkunft. Hier der Bericht des Schülers Stefan Huber aus der Q11 …

Im „Dar Liouba“ – unserer Unterkunft – konnten wir nach unserer späten Ankunft zu Abend essen konnten.

Am nächsten Morgen erkundeten wir alle gemeinsam die autofreie Altstadt. Es wurde allen relativ schnell klar, dass die Essaouira im Wesentlichen von zwei Dingen lebt: Dem Stadt-, Strand-, und Surf-Tourismus sowie der Fischerei.

Die vielen eindeutig auf Touristen ausgelegten Verkaufsstände, kleinen Läden und der Fischmarkt ließen jedenfalls keinen anderen Schluss zu. Essaouira entpuppte sich zudem als Stadt der Katzen, die einem dort wirklich an jeder Ecke über den Weg liefen.

Des Weiteren hat die Stadt natürlich auch ihr obligatorisches Künstlerviertel, wo man von großen Gemälden über regionale Holzfabrikate vom Thujabaum bis hin zum kunstvoll bemalten Keramik-Eierbecher allerhand erstehen konnte.

Der Schulleiter des dortigen Gymnasiums gewährte uns eine historische Stadtführung dieser zum Weltkulturerbe zählenden Medina.

Zum Mittag- und Abendessen suchten wir uns Restaurants, in denen man auch landestypisch speisen und trinken konnte. Auf keiner der Speisekarten von den Restaurants, an denen wir vorbeikamen, fehlten Couscous und Tajine (ein maghrebinisches Schmorgericht).

An Tag drei in Marokko unternahmen wir per Auto eine Erkundungstour durch die Region mit Ismail, unserem Guide. Auf dieser besichtigten wir zum Beispiel einen Berbermarkt, auf dem die Einheimischen von Vieh über Gewürze und Kleidung bis hin zum Haarschnitt alles Wesentliche kaufen konnten.

Neben dem Marktgelände befand sich noch eine kleine Käserei, die Ziegenkäse herstellte, den wir probieren durften. Als nächstes fuhren wir zu einer Saline, die sich im Gegensatz zu Berchtesgaden aber oberirdisch befand und in der bis zu 50 Familien gemeinsam arbeiteten. Danach fuhren wir noch eine Arganöl-Frauenkooperative besichtigen, wo uns eine der Frauen in einem heiteren Mischmasch aus Englisch, Deutsch und Französisch die einzelnen Produktions- und Verarbeitungsschritte zeigte, bevor wir selbst einige Arganprodukte kaufen konnten..

Abschließend fuhren wir noch auf einen Minztee, den die Marokkaner auch als „Whiskey Marocaine“ bezeichnen, ins Jimi-Hendrix-Café. Dieses ist natürlich nach der amerikanischen Rock-Ikone benannt, die tatsächlich selbst einige Tage in Essaouira verbrachte.

 

Des weiteren genossen wir einen Ausritt auf Dromedaren entlang des Atlantikstandes, mit einem wunderbaren Blick auf die Petite ile d’Essaouira.

Bei einem Strandbesuch am Nachmittag lernten wir beim Fußballspielen Marokkaner kennen, Abdou und Mahmoud, mit denen wir uns für den nächsten Tag gleich noch einmal verabredeten.

Die Reise war höchst interessant und auch anstrengend, so dass wir etwas erschöpft, aber um viele Erfahrungen reicher, heimkehrten.

Stefan Huber, Q11

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