Ein schönes Beispiel aus Edling

Zum Patenprojekt „Jugend in Arbeit" - Gewerbeverband organisierte Treffen

image_pdfimage_print

Rund um das Patenprojekt Jugend in Arbeit trafen sich jetzt im Genussladerl in Edling die Leiterin Regina Haidn mit ihren ehrenamtlichen Paten sowie die Schulleitung Edling und Bad Aibling, Edlings Bürgermeister Matthias Schnetzer und der Gewerbeverband „Firma Edling“, der dieses Treffen organisiert hatte. Herbert Rothbucher, Edlings Gewerbeverbands-Vorsitzender und Geschäftsführer der Firma Rothbucher Furniere GmbH, bedankte sich herzlichst bei den Paten, die die ganze Unterstützung ehrenamtlich den Jugendlichen entgegen bringen.

Hier vor Ort sehe man deutlich, so Rothbucher, dass mit Hilfe der Paten ein junger Mensch eine Chance im Leben aufnehmen und sich so ein eigenständiges Leben aufbauen könne … (siehe auch unser Beispiel weiter unten im Bericht).

Aber ohne das Ehrenamt würde dieser Staat ganz grundsätzlich nicht existieren können – dass der Staat bei der geringen Vergütung dann aber auch noch die Hand aufhebe und dieses Entgelt versteuert werden müsse, das grenze schon an bodenloser Unverschämtheit, so Herbert Rothbucher.

Drei Schwerpunkte setzt das Projekt Jugend in Arbeit, wie Regina Haidn erläuterte:

1)      Paten und Patinnen, die sich um die Schüler und Schülerinnen ab der 7. Klasse Mittelschule kümmern – auch mit ihnen lernen, um die Noten zu verbessern – sie begleiten und bei der Suche nach einen Praktikumsplatz helfen sowie später bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

2)      Natürlich braucht man die Jugendlichen, die dies freiwillig in Angriff nehmen. Dafür stehen die Schulen wieder in Verbindung mit dem Patenprojekt.

3)      Hier kommen die Organisatoren ins Boot. Firmen, die einen Praktikumsplatz oder auch einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen können und wollen.

Die Patin Paula Zaschka, bereits in Rente mit viel eigener Erfahrung aus der Arbeitswelt, plauderte in Edling über die Erlebnisse mit den Schülern und Schülerinnen, die sie betreut.

Es gebe ein ständiges Auf und Ab. Man helfe bei den Bewerbungen, beginne damit schon beim Aufsetzen der Bewerbungs-Texte. Man übe mit den Jugendlichen, begleite sie zur Arbeitsagentur. „Wir schieben eben an, damit diese Jugendlichen eine Chance bekommen und dass sie in die Gänge kommen. Es ist oft viel Geduld gefragt. Wo Eltern nicht mehr zu Rande kommen, haben wir uns einen guten Draht zu den Jugendlichen aufgebaut“, so die Patin.

Ein schönes Beispiel aus Edling:

Ein junger Mann hatte sich mit seiner Patin bei der Edlinger Firma Rothbucher vorgestellt, zunächst als Praktikant. Schnell stellte sich heraus, dass der gut erzogene Jugendliche das Arbeiten lieber mochte, als zur Schule zu gehen. Mit Hilfe der Patin hatte er aber doch seinen Mittelschulabschluss geschafft.

Da sich der Jugendliche als Praktikant sehr im Hause Rothbucher engagierte, waren zu diesem Zeitpunkt für die Firma die Noten erst einmal zweitrangig und mit Unterstützung der Patin wurde ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen.

Beide Parteien sind nun heute höchst zufrieden, der Abschluss steht kurz bevor – die Patin Paula Zaschke unterstützt den Azubi immer noch und jetzt kurz vor der Prüfung nimmt sie sich noch mehr Zeit und lernt mit ihm eifrig für sein weiteres Berufsleben.

„Wir gehen alle davon aus, dass der Azubi die Ausbildungsprüfung schafft und er weiterhin der Firma erhalten bleiben wird“, freut sich Herbert Rothbucher.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.