Ein Pfosten soll es richten

Wasserburg: Bürgermeister stellte am Abend geplanten Verkehrsversuch für Altstadt vor

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Lässt sich der Verkehr in der Wasserburger Altstadt noch mehr beruhigen, ohne die Anwohner zu behindern und den Einzelhandel zu gefährden? Diese Frage soll ein neunmonatiger Verkehrsversuch beantworten, mit dem die Stadt am 1. September starten will. Der Stadtrat hatte bei einer Klausurtagung intensiv über eine weitere Verkehrsberuhigung nachgedacht und eine nahezu einstimmige Empfehlung für den Versuch ausgesprochen. Ein Pfosten soll’s richten – wie Bürgermeister Michael Kölbl bei einer Informationsstunde im Rathaus den zahlreichen, interessierten Bürgern gestern Abend berichtete.

Die Durchfahrt von der Hofstatt in die Herrengasse wird in der Schustergasse auf Höhe der Stadtpfarrkirche durch den Pfosten gesperrt – „allerdings bleiben zu allen Zeiten alle Häuser und Geschäfte mit dem Pkw erreichbar”, wie der Bürgermeister versicherte.

Und das soll folgendermaßen funktionieren: Färbergasse und Herrengasse werden zu Sackgassen. Allerdings: An ihrem jeweiligen Ende werden Wendeplätze eingerichtet – so, dass man im Begegnungsverkehr aus ihnen wieder herausfahren kann. Nur die Feuerwehr und die Müllabfuhr sowie einzelne Geschäfte, die von großen Lkw beliefert werden, erhalten einen Schlüssel für den Sperrpfosten, der sich auf Höhe des Brunnens an der Kirche St. Jakob befinden wird (Fotomontagen oben, IDW.at).

Der Bürgermeister legte vor außergewöhnlich vielen Interessierten gestern im historischen Rathaussaal das Vorhaben der Stadt dar.

Die Untersuchungen zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) hätten gezeigt, dass die Altstadt beim Verkehr an der Kapazitätsgrenze angelangt sei. „Der Durchgangsverkehr muss aus der Altstadt raus.”

Zudem hätte es nach dem ISEK auch noch zwei Unterschriften-Sammlungen gegeben – mit ganz unterschiedlichen Richtungen. Die eine fordert die Sperrung der Altstadt von der Hofstatt bis zur Herrengasse – die andere, vom Wirtschafts-Förderungs-Verband initiiert, mehr Verkehrsüberwachung, ohne sonstige Maßnahmen.

Kölbl: „Wir haben beide Aktionen ernst genommen. Im März hat sich der Stadtrat bei einer Klausurtagung stundenlang mit der Problematik auseinandergesetzt. Am Ende stand die Lösung mit der Sperrung in der Schustergasse und den beiden Sackgassen mit Wendeplätzen.”

Um zu prüfen, ob die Idee überhaupt tragbar sei, habe man ein neues Planungsbüro eingeschaltet. Dieses habe eine aktuelle, neue Verkehrszählung von der Hofstatt bis zur Herrengasse durchgeführt – wenn auch nur an einem Tag.

Der Bürgermeister weiter: „Zu allen Planungen gibt es noch eine öffentliche Bürgerbeteilgung. Eine endgültige Entscheidung fällt dann bei der Juli-Sitzung.”

Bereits ab heute, Freitag, könne man im Foyer des Rathauses auf Plakatständern die Pläne einsehen. Jeder könne dazu Stellung nehmen und seine Überlegungen dem Bauamt mitteilen. „Erst dann wird es einen neun Monate dauernden Versuch und am Ende eine endgültige Entscheidung geben.”

 

Des Bürgermeisters Ausführungen untermauerte anschließend Sibel Aydogdu vom Planungsbüro Schlothauer & Wauer, das an einem Dienstag im Mai den Verkehr gezählt hatte.

Das Ergebnis der Hochrechnung, die die Expertin darlegte: „Mit der neuen Regelung wird der Verkehr in der Hofstatt um 80 Prozent zurückgehen, in der Färbergasse um 60 bis 80 Prozent und in der Herrengasse um bis zu 50 Prozent.“

Es sei genügend Platz für Wendeanlagen in der Färbergasse und Herrengasse da. Wenn auch in drei Zügen gewendet werden müsse. In der Färbergasse falle ein einziger Parkplatz weg, um Gegenverkehr gewährleisten zu können, in der Herrengasse würden alle Stellplätze erhalten.

Die Verkehrsexperten, die sich für die Tatsache, dass nur an einem Tag gezählt worden war, die eine oder andere kritische Frage gefallen lassen musste, gab ganz am Ende der Versammlung zu verstehen, „dass es darum geht, den Autofahrern die Lust zu nehmen, in die Altstadt zu fahren”.

 

 

Intensive Diskussion über geplante Sperrung

Nach den Ausführungen des Plaungsbüros gab es eine rege Diskussion. Vertreter des WFV und des Einzelhandels befürchten durch den Verkehrsversuch das Ausbleiben von Kunden, vor allem aus dem Wasserburger Umland, die für die Geschäfte in der Altstadt überlebenswichtig sind.

Moritz Hasselt, Vorsitzender des WFV, fasste es so zusammen: „Geschäfte, Gastronomie gehören doch zu einer lebendigen Innenstadt. Wir kämpfen mit allen Mittel, um im Online-Zeitalter mit unseren kleinen und mittleren Geschäften zu überleben. Das schaffen wir nur durch Erreichbarkeit. Wir brauchen den Verkehr in der Stadt und wir sehen auch kein Verkehrsproblem, wenn alle jetzt geltenden Regeln endlich auch überwacht und umgesetzt werden.”

Rückendeckung bekam Hasselt von Heike Maas, der Bürgermeisterkandidatin der Wasserburger CSU (wir berichteten): „In der Außenwirkung wird Wasserburg mehr und mehr als Verbotsstadt wahrgenommen. Das Parken kostet neuerdings was, jetzt wird auch noch gesperrt.” Auch Probeläufe und Verkehrsversuche seien nicht das richtige Mittel. „Das führt doch nur zur Verunsicherung.”

Und Christine Deliano von der Backstube in der Hofstatt ergänzte: „Wir brauchen keine Versuche. Probeläufe nehmen uns jegliche Planungssicherheit. Wir haben doch jetzt schon Probleme mit der Erreichbarkeit.”

Bürgermeister Michael Kölbl bekräftigte auf die Kritik hin nochmals, dass man alle Auswirkungen der neuen Regelung genau testen werde. Und: „Alle Häuser und alle Geschäfte sind von jedermann jederzeit erreichbar. Das sagt aus meiner Sicht alles.”

Christoph Klobeck vom gleichnamigen Familienbetrieb in der Herrengasse befürchtet, dass sein Geschäft von den Wendemanövern stark betroffen sein könnte. „Das wird eng und schwierig, wenn da noch der Lieferverkehr dazu kommt. Wenn Leute aus anderen Städten zu uns kommen, gratulieren sie uns zu unserer tollen Struktur in der Altstadt. Warum muss man jetzt mit Gewalt was ändern?”

Robert Zeislmeier, ehemals Stadtrat der CSU, brach eine Lanze, „für die, die heute nicht da sein können bei der Diskussion, weil sie älter oder gebrechlich sind. Die müssen auch ihre Ärzte und Dienstleister erreichen können. „Ich bin es gewohnt, erstmal die großen Probleme zu lösen. Und die liegen verkehrstechnisch vor und nicht in der Stadt. In der Altstadt ist doch oft gar nichts los. Die ganze Sache ist den Aufwand nicht wert.”

 

 

Bei der Diskussion gab es allerdings auch ganz andere Stimmen. Mindestens genauso viele Befürworter wie Gegner der neuen Regelung meldeten sich gestern zu Wort.

Ein Anwohner der Herrengasse: „Mir macht das Einkaufen am Samstag manchmal keinen Spaß mehr. Das ist der reinste Hürdenlauf um parkende Autos herum. Ich mache schon lange alles zu Fuß. Das geht ganz prima.” Ihm sei aufgefallen, „dass die, die in der zweiten Reihe parken und schnell in die Läden reinspringen, oft die Geschäftsleute und ihre Mitarbeiter sind.”

Und ein Anwohner aus dem Burgerfeld ergänzte: „Natürlich ist es schön, dass wir noch so viele tolle Geschäfte haben. Niemand will den Geschäftsleuten was. Ich finde aber die Idee, überall mit dem Auto hinfahren zu müssen, nicht mehr zeitgemäß. Und ich sehe nicht, wie die neue Regelung den Geschäften schaden könnte.”

Und eine andere Wasserburgerin setzte noch einen oben drauf:  „Wir sollten der Stadt danken, dass man nochmal nachgedacht und ein neues Verkehrsbüro mit einbezogen hat. Wir müssen das einfach mal testen.”

Matthias Eggerl von der gleichnamigen Fahrschule in der Hofstatt sagte, das Vorhaben, den Durchgangsverkehr zu minimieren, sei durchaus ehrenwert, „aber die Wendesituation ist nicht ungefährlich, beim Rückwärtsfahren ist es halt besonders schwierig.” Die Herrengasse sei jetzt bereits verkehrstechnisch ziemlich kompliziert. Und das werde durch die neue Regelung womöglich nicht besser.

Julia Adler von den Wasserburger Autoteilern sprach sie klar für den Versuch aus: „Wir  begrüßen dieses Konzept sehr. Das ist der richtige Schritt, um das Flair unserer Altstadt zu unterstreichen. Welch himmlische Ruhe könnte herrschen, wenn mal keine Autos mehr durch die Altstadt fahren.”

Stadträtin Friedericke Kayser-Büker (SPD), sie ist Seniorenbeauftragte der Stadt, meldete sich als Letzte zu Wort: „Wir haben es uns im Stadtrat nicht leicht gemacht. Tatsache ist doch, dass ich immer, wenn ich jemanden reingefahren habe, der selbst nicht in die Stadt gehen konnte, keinen Parkplatz gefunden habe. Wir sollten dem Versuch jetzt mal eine Chance geben.”

 

In der Färbergasse soll es ab 1. September Begegnungsverkehr geben.

 

Der Wendeplatz für die Färbergasse vor dem Juweliergeschäft Ruepp.

 

 

Der Wendeplatz in der Herrengasse – die Außengastronomie soll ausnahmslos erhalten bleiben.

 

Der Pfarrgemeinderat befürchtet, dass der Weg um die Jakobskirche verbotenerweise als Ausweichroute genutzt werden könnte: „Wenn wir das merken, kommt an der engsten Stelle ein Blumentrog rein”, erwiderte Bürgermeister Michael Kölbl.

Der Vortrag der Verkehrsexpertin …

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40 Kommentare zu “Ein Pfosten soll es richten

  1. Jede Form von Verkehrsberuhigung wird die Wasserburger Altstadt langfristig aufwerten. Ich werde auch künftig dort einkaufen. Und bei uns wird Wasserburg NICHT als “Verbotsstadt” wahrgenommen!

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  2. Eine Lösung, bei der ein (in Zahlen: 1) einziger Parkplatz wegfällt und bei der sämtliche Häuser wie gehabt für Anwohner, Ladeninhaber und Lieferverkehr anfahrbar sind. Und was passiert? Die im WFV organisierten Geschäftsleute schreien trotzdem Zeter und Mordio und beschwören den Untergang des hiesigen Einzelhandels herauf. Wie verbohrt kann man eigentlich noch sein? Zur Demokratie und zu einem gesellschaftlichen miteinander gehört nun einmal auch ein Mindestmaß an Kompromissbereitschaft. Wer gestern anwesend war, konnte sehen, wem diese Kompromissbereitschaft völlig fehlt und wer statt dessen dogmatisch seine eigenen Interessen gegen die aller anderen durchdrücken will. Ich bin Anwohner in der Altstadt und kaufe bisher eigentlich auch sehr gerne hier ein, aber mit ihrem Verhalten schaffen es die Wasserburger Geschäftsleute zunehmend, sich bei mir unsympatisch zu machen.

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  3. Der Berg kreißte und gebar eine Maus (Horaz).

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  4. Bin gespannt wie lange es dauert bis der Pfosten zum ersten Mal umgemäht wird.
    Ich tippe, keine 4 Wochen.

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  5. noch ein Unternehmer

    Wenn man es allen recht machen will, muss man einen Kompromiss machen. Manchmal einen faulen…
    Ich vermisse den Mut zu einer klaren Entscheidung, einer klaren Linie! Ein bisschen schwanger geht einfach nicht.
    Wenn schon ein Planungsbüro, dann bitte eins, das ein vollständiges Konzept erarbeitet.
    Engere Taktung des Busverkehrs, kleinere Busse, Anbindung aller Wohngebiete (würde auch viele Elterntaxis sparen) and den Nahverkehr, Entlastung des Brucktors, Scooterspuren Parkhaus-Innenstadt etc.
    Es gäbe viele Möglichkeiten, die nachhaltig und zukunftsträchtig sind und über einen „Pfosten“ hinausgehen.
    Hoffentlich kommt der Mut ins Stadtparlament nach den Wahlen 2020 zurück.

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  6. Wenn, wie der Hofstatt meint, diese Lösung “eine Maus” ist, dann darf man auch festhalten, dass in Wasserburg erstaunlich viele Menschen eine panische Angst vor Mäusen haben.

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  7. (…) Das letzte Wort hatte stets der Bürgermeister. Falsche Behauptungen wie beispielsweise, dass die Sperrung während des Christkindlmarktes ja auch funktioniert, wurden nicht richtig gestellt. Beim Christkindlmarkt wurde die Durchfahrt in den vergangenen Jahren nur außerhalb der Geschäftszeiten gesperrt, eben um das Geschäft des Einzelhandels in dieser Zeit nicht zu schwächen. Dann gleichzeitig die Eisfläche zu loben (die beim neuen Konzept mit beidseitiger Durchfahrt in der Herrengasse ohnehin fragwürdig erscheint) ist an Dreistigkeit schwer zu überbieten.

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  8. Altstadtbewohner

    War mir sowas von klar. Wendeplätze? Noch ein Parkplatz weniger? Ich freu mich schon auf die Bürgermeisterwahl 🙂

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  9. Einige Frage stellen sich mir als Anwohner nach dem gestrigen “Informationsabend” mehr denn je: Bei einem Verbleiben aller Parkplätze (bis auf 1) in der Färbergasse und einer weiterhin gleichbleibenden Breite des Fußgängerweges sowie der Fahrbahnbreite, erscheint mir eine doppelseitige Verkehrsführung als nicht durchführbar. Wenn der Durchgangsverkehr in der Herrengasse um 50 % reduziert wird, dann fahren von 100 Fahrzeugen (Rechenbeispiel) nur noch 50 Fahrzeuge hinein, wobei diese Fahrzeuge wenden und auch wieder hinaus fahren, was wiederum zu einer Gesamtzahl von 100 Fahrzeugen führt. Die einzige verkehrsberuhigte Strecke, die es im Planungsbereich gibt, ist die kurze Strecke in der Schustergasse. Ein Witz! Desweiteren finde ich die Namensgebung der Veranstaltung eine Frechheit. Der Bürger wurde in keinster Weise miteinbezogen, sondern das Pilotprojekt wurde im Vorfeld, ohne Einbeziehung der Bürgermeinung vom Stadtrat durchgewunken. Soviel zum Thema der Demokratie. Letzen Endes hat man den Verdacht, dass der eigentliche Zweck dieser neuen Verkehrsführung folgender ist: Man wird einsehen, dass es nicht funktioniert, also sperren wir komplett. Und zu guter Letzt: Was kostet das ganze Projekt? Auch hier hat der Bürger das Recht, über die Kosten Informationen zu erhalten

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  10. Was soll dieser (…) Pfosten bewirken? Nur noch mehr Chaos! Ausserdem: Von welchem “Durchgangsverkehr” wird hier gesprochen? Keiner, der nicht etwas zu erledigen hat, fährt freiwillig in die Stadt, ausser vielleicht ein paar Auto-Posern, die gesehen werden wollen.

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  11. Die Idee mit den Wendeplätzen ist meiner Meinung nach absolut lächerlich! Autos die in drei Zügen wenden müssen (man bedenke, dass leider viele Leute nicht wirklich Auto fahren können), sind gefährlicher als Autos die in Schritttempo gerade aus fahren. Außerdem möchte ich nicht wissen was das für ein Chaos gibt wenn mal wieder zwei nicht aneinander vorbei fahren können weil es scheinbar zu eng ist (man denke ans Brucktor! Dutzende fahren nicht durch obwohl locker zwei Autos aneinander vorbei fahren können). Und ich will gar nicht erst dran denken wenn dann ein Notarzt, Sanka oder die Feuerwehr durch muss! Da bekommt dann die Hälfte Panik, kann nicht mehr klar denken, geschweige denn Auto fahren.

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  12. Der Durchgangsverkehr soll raus – da hilft das aber nix, eure Poller. Nur Chaos! Die Altstadt hat ab der Brücke schon ein Problem.
    Ich weiß nicht was sich die Verantwortlichen denken…

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  13. der entscheidende Satz ist doch sogar fett g”gedruckt”:
    „dass es darum geht, den Autofahrern die Lust zu nehmen, in die Altstadt zu fahren”
    einigen Kommentaren nach, ist das wohl überlesen worden 😉

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  14. Da kommt schon noch was anderes, als dieses Steckerl; wie wärs mit einem versenkbaren (wegen Notdiensten), rostigen Blumenkübel, welche die Stadt überall verschandeln.
    Das ganze gleicht doch einem Schildbürgerstreich.

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  15. Wer tut was gegen die zu schnell fahrenden in der Altstadt z b Tränkgasse- hier wird trotz messanlage oft 40 bis 50 kmh gefahren – ist das dann egal? Hauptsache in der Hofstatt etc ist es ruhig?

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  16. In drei Zügen wenden? Manche können ned amal richtig gradaus fahrn. Wartet mal bis die dicken SUV’s kommen. Des wird lustig..

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  17. Wenn in der Färbergasse ein Wendepunkt ist, fahren die Autos also zweimal durch die Hofstatt… super Konzept!
    Wenden können die Wenigsten und wenn’s eng ist, noch nicht mal aneinander vorbei fahren….
    Ja es scheint wirklich durchdacht zu sein, wie man für weniger Verkehr in die Altstadt sorgt.
    Bestimmt wird es dadurch für die Fußgänger angenehmer, wenn aus beiden Richtungen mit Autos zu rechnen ist…
    Echt ein T O L L E S Konzept …

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  18. Bezüglich des Kommentars zum Christkindlmarkt. Die Aussage war nicht, dass beim Christkindlmarkt jetzt schon die Altstadt gesperrt ist. Sondern, falls man in der Herrengasse die Schlittschuhbahn aufstellen würde, dass damit die Durchfahrt wohl dahin wäre. Und die Frage war, warum das den WFV nicht stört.

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  19. Nur wegen ein paar Damen, die in Ruhe Ihren Prosecco in der Hofstatt genießen wollen und ihre Kinder nicht im Griff haben ist das ganze Problem entstanden!
    Soll doch mal die Verkehrsüberwachung einschreiten und die unzulässigen geparkten Autos verwarnen.

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  20. Aprilscherz!?!?

    Auf die Wendemanöver freue ich mich jetzt schon!
    Hoffe nur das niemand überfahren wird bei den Wendemanöver’n.

    Der untere Teil der Schustergasse wird dann zum durchfahren missbraucht, um nicht wenden zu müssen… oder wie stehlt man sich dass dann vor?

    “Welch himmlische Ruhe könnte herrschen, wenn mal keine Autos mehr durch die Altstadt fahren”
    Sorry aber dann sollte man auf’s Land ziehen/gehen und nicht im Herzen von Wasserburg Leben oder sich aufhalten…
    Ach ich vergass, auf dem Land könnte man ja von Kuhglocken oder Hähnen etc. in seiner Ruhe gestört werden.

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  21. Meiner Ansicht nach hat diese Verkehrsregelung für Gegner UND Befürworter der Verkehrsberuhigung in aller erster Linie Nachteile. Vor allem Fußgänger und Fahrradfahrer werden unter der beidseitig befahrenen Färber- und Herrengasse und dem Wenden der Fahrzeuge beeinträchtigt werden. Die in Wasserburg bestehenden Verkehrsregelungen (20er, 30er Zonen, Verkehrsberuhigte Bereiche und Fußgängerzonen, besonders die Schustergasse) werden regelmäßig vollkommen ignoriert. Ich bezweifle, dass ein einfacher Poller die Autofahrer davon abhalten wird trotz Verbot von der Färbergasse durch zur Herrengasse zu fahren. Eine konsequente Überwachung der Einhaltung der bestehenden Verkehrsregelungen durch z.B. Radarkontrollen wäre meiner Meinung nach ein besserer Ansatz.

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  22. Die Stadtverwaltung bzw. die Stadträte und Bürgermeister fragen halt ihre Bürger nicht.
    Es gibt zahlreiche Arbeiter in der Stadt, die im Parkhaus an der Brücke parken – der Fußweg ist kürzer zur Arbeitsstelle.
    Die meisten fahren nach getaner Arbeit nicht über die Umgehungsstraße z.B. Richtung Haag oder Reithmehring sondern durch die Stadt — das ist Durchgangsverkehr!
    DAS SOLL KEIN ANGRIFF AUF JEMANDEN SEIN, ES IST HALT TATSACHE.

    Das und ähniche Fälle könnten in Angriff genommen werden.
    Aber doch nicht, wie aktuell vorgestellt.
    ÜBERDENKEN SIE IHR VORGEHEN, Fehlplanungen gabs bisher zuhauf!!!

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  23. Vielleicht sollte mal jemand Mario Barth stecken, dass in Wasserburg echt Potential für Zuschauerquoten steckt….

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  24. (…) Es werden sich vor den Geschäften Ruepp und Klobeck “herrliche” Szenen abspielen. Vor allem in der Herrengasse. Dort ist es jetzt schon sehr eng. Viel Spaß! Zweirichtungsverkehr, der Sprinter von Klobeck in 2. Reihe, Metins Auto neben seiner Außenbestuhlung, Kinderwägen vor der Bäckerei, dazu Rangierende – ich sag mal ungeübte Rangierende -, ein- und ausparkende Autos in/aus den Senkrechtparkern zwischen Klobeck und der Hypobank…
    Oder an der Zufahrt zur Salzsender- von der Ledererzeile aus. Begegnungsverkehr vor dem Roten Turm??? Auf der einen Seite Tische und Stühle des Wirtshauses, auf der anderen Seite Gemüsekisten vor den Marktständen, dann ein, zwei Kurzparker vor der Backstube. Oder: Was ist, wenn in den 9 Monaten an besonders engen Stellen ein Gerüst oder ein Kran aufgestellt werden muss?
    Lieber Herr Bürgermeister, liebe Stadträte, man kann es nicht jedem recht machen. Zeigen Sie Rückgrat, denken Sie nicht an die anstehenden Wahlen und entscheiden Sie sich entweder für oder gegen die Autos in den angesprochenen Bereichen und machen sie sich nicht zum Gespött durch dilettantische Versuche.

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  25. Ein schönes Verkehrschaos wird auf jeden Fall immer zur Mittagszeit geben, wenn sich die hungrige Bevölkerung ihr Essen im Asia Laden holt. Kein Mensch parkt am Gries oder im Parkhaus, latscht in die Stadt, holt sich sein Essen und latscht dann wieder raus, um dann Zuhause sein kaltes Essen auszupacken (da schließe ich mich gerne mit ein, auch wenn ich sonst liebend alles zu Fuß erledige). Ich freu mich schon sehr auf die Testmonate, werde mir auf jeden Fall mit einem Kaffee ein schönes Plätzchen zum beobachten und lachen suchen…das ganze grenzt wirklich an Comedy

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  26. Das Verkehrskonzept überzeugt mich leider nicht aber es ist auch nur der erste Puzzlestein für eine autofreie Innenstadt wie sie sich der ein oder andere Stadtrat wünscht. Herr Stadler meinte eh man müsse uns zu Radfahrern umerziehen.
    Dass der Umweltausschuss Schadstoffmessungen hat durchführen lassen zeigt uns ganz klar wohin die Reise für den Autofahrer nach der Wahl gehen wird. Drei Jahre haben Planer und Stadt am ISEK getüftelt und als dann der verantwortliche Verkehrsplaner zur Überraschung der Lenkungsgruppe zu dem Ergebnis kam, dass eine Sperrung der Stadt und dem Gewerbe schaden würde, hat man ihn kurzerhand rausgeschmissen. Der WFV und Heike Maas hatten recht dass für das Gewerbe eine erhebliche Gefahr besteht. Erklärtes Ziel der Maßnahme soll ja sein Autos aus der Stadt herauszuhalten. Wenn es sein muss komme ich dem eben nach und kaufe dann in Rosenheim ein, da parke ich gegenüber dem Karstadt oder in den Riem Arkaden da parke ich unter den Läden.

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  27. Der zitierte Anwohner aus der Herrengasse

    Liebe Stimme,
    wenn man schon zitiert, dann sollte man das auch richtig machen.
    Meine Aussage war das die meisten Autofahrer, die in der zweiten Reihe parken, weder alt, gebrechlich oder schwer tragen. Und das solange Geschäftsleute und deren Mitarbeiter den ganzen Tag vor dem Geschäft parken, ich den Wunsch nach mehr Parkplätze für Kunden nicht ernst nehmen kann.

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  28. Wurde das Planungsbüro für diesen Plan bezahlt? Wenn ja, das nächste Mal bitte das Geld lieber armen Menschen spenden!

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  29. ..genau die Frage treibt mich auch um. wieviel hat man bisher für die diversen ” Berater” an Steuergeldern bezahlt, um zu diesem Pfosten zu kommen.
    Endlich gibt es mal ein ein handfestes Wahlkampfthema. Jede Partei, die sich um den Einzug ins Rathaus bewirbt, sollte ein Konzept präsentieren. Natürlich auch gerne direkte Abstimmung zu Konzepten aus der Bürgerschaft – so blöd sind wir Bewohner dieser Stadt nämlich nicht.
    Aber das Verbrennen von Steuergeldern für irgendwelche sog. Experten bzw. Berater muss ein Ende haben.

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  30. Jetzt wart ma moi ab, wenn es sich als totales Chaos herausstellt, dann is ja gleich wieder geändert.
    Aber wenn ich an mich denke, dann bin i scho oft nomoi a kleine Oidstadtrunde gefahren, die wo überflüssig war, um einfsch nur zu schauen.
    Die werd i jetzt nimma fahren.
    Aber immer gleich alles schlecht reden is a schmarrn.

    I hoff das es dann ned zu so einen Chaos werd wie in Ebersberg, da wo sie gefühlt jedes Jahr de Richtung ändern.

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  31. Wer rot-grün sät, wird Pfosten ernten…

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  32. schön wars heute

    Ob der Pfosten des Rätsels Lösung ist, weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist dass es heute mal wieder wunderschön in der Hofstaat war. Aufgrund der “Sperrung ” fast kein Durchgangsverkehr, im wahrsten Sinne des Wortes eine “Fußgängerzone”. Und ob dies bedeutet, dass heute z.B. in der Backstube oder beim Juwelier weniger Umsatz zu verzeichnen war, wage ich zu bezweifeln. Also: neue Wege sind manchmal nicht verkehrt 😉.

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  33. Mauerts des Brucktor zua und beim Rotmooserkeller a Schrankn dann habts as gschaft, aus unsam scheena Wasserburg a Geisterstod z macha, is eich des liaba. Schamts eich olle midanand. Schauds liaba das de wo vo richtung Minga kemma und richtung Traustoa fahrn auf da Umgehung bleim und ned zum gaffa duach Stod fahrn. Nacha hobts Arbat gnua.

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  34. Ein paar Jahre gehts ,dann muß wieder was verschlechtbessert werden !ha ha

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  35. @schön wars heute: Wenn Sie dann jeden Tag so ein Straßenfest organisieren, brauchen wir uns um Frequenz tatsächlich keine Gedanken mehr machen. Nachdem das wohl schwierig zu verwirklichen sein wird, müssen wir uns auch wenig um den Alltag Gedanken machen.

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  36. schön wars heute

    @Gerd Maas: Was hat ihre “Antwort” jetzt mit meinen Gedanken für den heutigen Tag zu tun? Es war meine subjektive Empfindung des Tages. Nicht mehr, nicht weniger.

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  37. Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe kann ich mir nicht vorstellen, dass dadurch die CO2 Belastung und die Ruhe/Wohlbefinden der direkten Anwohner verbessert wird. Mit diesem Vorhaben durch ein professionelles Planungsbüro geplant, wird der Verkehr geplant zunehmen, der Poller ca. 12mal im Jahr erneuert werden müssen weil er unachtsam umgefahren wird. Hinzu kommt, dass die Unfallgefahr zunimmt.
    Von wegen kein Parkplatzverlust in der Färbergasse.
    Um vernünftig einen Gegenverkehr mit ausreichender Sicherheit gewährleisten zu können, kann es nicht sein dass nur ein Parkplatz verloren geht. Aus welchen Grund ist die Färbergasse dann noch befahrbar? Sightseeing oder Parkplatzsuche? Mit diesem Vorhaben werden lediglich sinnlose Kilometer in der Altstadt zurückgelegt.
    Für mich eine totale Schnapsidee.

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  38. von außerhalb

    Ist denn der Verkehr durch die Hofstadt wirklich das Hauptproblem von Wasserburg? Natürlich fahren da immer wieder Leute durch den verkehrsberuhigten Bereich, aber alles was ich bisher dort gesehen hab war überschaubar.
    Sollte man nicht die richtigen Probleme anpacken? Der Verkehr staut sich doch vor allem am Brücktor und ein Großteil des Verkehrschaos in der Wasserburger Altstadt ist doch der umständlichen Routenführung durch die Altstadt und die unattraktive Umgehung verursacht. Gäbe es eine Möglichkeit vom Burgerfeld ohne große Umwege Richtung Reitmehring zu fahren – ein Großteil des Verkehrs in der Innenstadt wäre Geschichte. Da sich Wasserburg eine vernünftige Lösung nicht mehr leisten kann, muss es halt ein billiger Pfosten richten. Dann werden aber vor allem diejenigen, die tatsächlich was in der Altstadt erledigen müssen ausgebremst, während der Durchgangsverkehr weiterhin seine Kreise zieht.
    Ob es das wirklich bringt???

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  39. Wenn der Pfosten tatsächlich das Ergebnis dieser aufwendigen Planung ist, dann sollte man sich überlegen ob man sich nicht ein neues Planungsbüro sucht. Meiner Einschätzung nach kann das nur zu einem regelmäßigen Chaos führen. Ja es werden dauerhaft weniger durch die Gassen fahren, aber gefühlt wird der Verkehr präsenter sein, weil jeder 2x durch die gleiche Passage muss, nicht vernünftig wenden kann, auf Gegenverkehr trifft, etc. Und wenn zu dieser Situation ein Rettungseinsatz hinzukommt, wo es um Sekunden geht, dann wirds erst richtig traurig.

    Ich stelle mir eher die Frage, ob man in der ganzen Stadt (ich spreche natürlich nicht von den jetzt angegangenen verkehrsberuhigten Bereichen) inkl. Burgau, Serpentinen und dem Bereich beim H&M eine Tempo 20 Zone einrichten kann. Somit würde es keinen Sinn mehr machen die Umgehung zu umfahren, wenn man ins Badria nach Eiselfing oder sonst wo hin möchte. Und die ganzen Prollos mit ihren aufgemotzten Autos hätten auch nur noch halb so viel Spaß, wenn man diese Geschwindigkeitsregel dann auch noch fix kontollieren würde.
    Vielleicht kann man so unnützen Verkehr aus der Stadt bringen. Besorgungsfahrten, Arztbesuche und einfach mal schnell eine bestellte Ware im Einzelhandel seines Vertrauens abzuholen, muss meiner Meinung nach dauerhaft vernünftig möglich sein.

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  40. Mein Gott, kann man denn das nicht einfach mal ausprobieren und in 9 Monaten schauen, wie es gelaufen ist? Ist denn das so schwer sich vorzustellen, dass man auch zu Fuß oder mit dem Rad durch die Hofstatt kommt und das Auto stehen lässt? Und wer das nicht möchte, der fährt halt so lange zum Pfosten und zurück, bis er vielleicht doch mal aufs Rad umsteigt. Wenn der Pfosten umgefahren wird, stellt man ihn um Himmels Willen wieder auf. Und wer sein Auto da nicht wenden kann, der steigt bitte lieber heute schon aufs Radl. Da probiert der Stadtrat mal (endlich) eine Minimallösung und die Reaktion ist Schnappatmung.

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