Ein großer Moment der Solidarität

Beim Trainingsstart: Wasserburger Fußballer setzen ein Zeichen gegen Rassismus - „Viele Nationen, ein Verein"

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Der TSV 1880 Wasserburg engagiert sich seit Jahren gegen Rassismus und für ein friedliches Miteinander in Wasserburg. Angesichts der Proteste in den USA gegen Polizeigewalt gegen Schwarze starteten die Löwen ihre wöchentliche Trainingseinheit mit einem Moment der Solidarität. Alle Spieler und Trainer bildeten kniend ein „W“ für Wasserburg und hielten kurz inne. 

Colin Kaepernick, damaliger Quarterback der San Francisco 49ers, war der Erste, der am 1. September 2016 während der amerikanischen Nationalhymne kniete, um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren. Mit dieser Geste löste Kaepernick konträre Reaktionen aus und wurde von US-Präsident Donald Trump seinerzeit massiv beleidigt. Kaepernicks Kniefall wurde dennoch zum Symbol für den Kampf gegen Rassismus.

„Viele Nationen, ein Verein – Gemeinsam für Wasserburg“

Mit ihrer Hommage an Kaepernick setzen die Löwen ein Zeichen für ein weltoffenes und friedliches Wasserburg. Menschen aus über 90 Nationen leben dort und tragen zum besonderen Flair dieser Stadt bei. Die vielfältigen Nationen und Kulturen der Wasserburger Stadtbevölkerung spiegeln sich besonders in der Fußballabteilung wider. Eine der Hauptaufgaben der Vereinsarbeit liegt daher naturgemäß getreu dem Motto „Viele Nationen, ein Verein – Gemeinsam für Wasserburg“ in der Integration und Förderung fußballbegeisterter Jugendlicher jeder Nationalität. Werte wie Toleranz, Solidarität, Integrationsfähigkeit, Teamgeist und Leistungsbereitschaft, die heutzutage eine immer größere Rolle spielen, werden Kindern und Jugendlichen von Klein auf spielerisch vermittelt. Die Löwen tragen wie kaum eine andere Institution in Wasserburg und der Region zum freundschaftlichen Zusammenleben der vielfältigen Kulturen und Nationen bei. Dafür lohnt es sich zu kämpfen und bei Zeiten auch auf die Knie zu gehen.

JAH

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