Ein Meister seines Fachs nimmt den Hut!

RoMed-Geschäftsführer Günther Pfaffeneder geht in den Ruhestand - Vieles erreicht

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Eine Feierstunde zu seinen Ehren: Nach über 40-jähriger Tätigkeit für bayerische Kliniken und 16 Jahren als Krankenhausleiter im Klinikum Rosenheim und seit der Fusion im Jahre 2009 für den gesamten RoMed-Klinikverbund, ist Hauptgeschäftsführer Günther Pfaffeneder (rechts) in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Landrat Wolfgang Berthaler (links) würdigte dessen herausragende Leistungen. Das Meisterstück seiner Karriere war sicherlich die Fusion der Kreiskrankenhäuser Wasserburg, Bad Aibling und Prien am Chiemsee mit dem Klinikum Rosenheim …

… die nach längeren Verhandlungen im Sommer 2009 ihren Abschluss fand und zum Entstehen der RoMed Kliniken führten.  

Der gebürtige Rosenheimer studierte Betriebswirtschaft und war erstmals im Gesundheitswesen von 1977 bis 1980 im damaligen Städtischen Krankenhaus Rosenheim als stellvertretender Verwaltungsleiter tätig. Als Verwaltungsdirektor arbeitete er in der Folge bis 1987 an der Heckscher Klinik des Bezirks Oberbayern und bis 1991 an der Krankenanstalt Rotes Kreuz und der Frauenklinik vom Roten Kreuz (Schwesternschaft München).

Anschließend folgte bis 2001 seine Tätigkeit bei der Bayerischen Krankenhausgesellschaft als Geschäftsführer für das Bayerische Institut für Krankenhausorganisation und Betriebsführung (BIK).

Im September 2001 kam Günther Pfaffeneder wieder nach Rosenheim zurück und übernahm die Position des Krankenhausleiters. Unter seiner Ägide wurden vier große Bauabschnitte in Rosenheim fertiggestellt und gemeinsam mit den leitenden Ärzten viele medizinische Kompetenzzentren gegründet – so das Brust-, Darm-, oder das Prostatakarzinomzentrum wie auch die Stroke Unit, das Traumanetzwerk oder das Perinatalzentrum.

Seinem in die Zukunft gerichteten Weitblick sind die Ansiedelungen völlig neuer Schwerpunkte wie die des Adipositaszentrums in Bad Aibling und der erst kürzlich eingerichteten Klinik für Mund-, Kiefer- und plastischen Gesichtschirurgie in Rosenheim zu verdanken.

So verwundert es nicht, dass unter seiner Führung der Euregio Inntal-Preis wie auch die Auszeichnungen zum Green Hospital Bayern oder zur Gesundheitsregion Rosenheim verliehen wurden.

Er war auch verantwortlicher Initiator vielfältiger Projekte und wichtiger Maßnahmen zur Patientensicherheit, zur Umsetzung des damals ganz neuen Abrechnungssystems nach diagnosebezogenen Fallgruppen (DRG), wie auch z. B. zur Einführung der digitalen Krankenakte oder zur Etablierung eines Logistikzentrums.

Unter seiner Leitung wurde auch der Aus- und Weiterbildungsbereich stark ausgebaut, besonders erwähnenswert ist hierbei die Unterstützung der Hochschule Rosenheim bei der Einführung der Gesundheitsstudiengänge und insbesondere beim Bachelor-Studiengang für Physiotherapie.

„In der Folge der Fusion der Kliniken dann war es die Aufgabe des Geschäftsführers, das Zusammenwachsen erfolgreich zu moderieren und zu gestalten. Wo immer möglich, haben Sie für Synergien gesorgt, dabei aber das oberste Gebot für kommunale Krankenhäuser, die wohnortnahe, qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten immer an vorderste Stelle gesetzt“, betonte Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer.

Neben seiner anspruchsvollen beruflichen Tätigkeit engagierte sich Pfaffeneder – zum Nutzen für die tägliche klinische Praxis – stets aktiv in der Verbandsarbeit, wie bei der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA), dem Verband der Krankenhausdirektoren (VKD) als langjähriger Landesvorsitzender, als Mitglied in verschiedenen Ausschüssen der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) wie auch im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Städtetages und im Bayerischen Landkreistag.

Vor allem dann, wenn es mal wieder um das leidige Thema der chronischen Krankenhausunterfinanzierung ging, wurde er zum Lobbyisten und war gefragter Berater von Politik und Verbänden.

Im Rahmen der Abschiedsfeier würdigten Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Landrat Wolfgang Berthaler in ihren Laudationes die herausragenden Leistungen des scheidenden Geschäftsführers, seine Mittlerrolle zwischen den Anliegen der Medizin und der Pflege, die gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, sein Einfühlungsvermögen wenn es darum ging Mitarbeiter zu motivieren und Patienten das Gefühl von höchster Versorgungsqualität zu vermitteln.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer bezeichnete Günther Pfaffeneder als einen wahren Meister seines Fachs und hob die ihm eigene Souveränität hervor. Die langjährigen Wegbegleiter Siegfried Hasenbein, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft und Josef Götz, Landesvorsitzender des Verbandes der Krankenhausdirektoren, blickten noch einmal auf Vergangenes zurück und gaben die ein oder andere Anekdote zum Besten.

Vor gut 150 Gästen verabschiedete sich Günther Pfaffeneder und blickte in seiner Rede auf das Erreichte zurück und plauderte auch etwas aus dem Nähkästchen. Abschließend dankte er vor allem Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Landrat Wolfgang Berthaler sowie allen politischen Vertretern für das entgegengebrachte Vertrauen und im Besonderen seinen Kollegen im Klinikverbund für die hervorragend gute und kollegiale Zusammenarbeit. Die Wertschätzung für die beruflichen Leistungen drückten die geladenen Gäste mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen aus.

Nach dem offiziellen Teil folgte vom regionalen Kabarettisten Peter Kirmair eine humoristische Beleuchtung des beruflichen Wirkens des Krankenhausmanagers.

Mit einem bayerischen Buffet klang die Abschiedsfeier aus und der angehende Rentner unterhielt sich noch lange und ausführlich mit vielen Wegbegleitern, die ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute und persönliches Wohlergehen wünschten. Zu hören war auch, dass es Günther Pfaffeneder wohl kaum langweilig werden wird, denn nunmehr kümmert er sich mit vollem Einsatz um die Errichtung des Chiemseehospizes in Bernau.

Unser Foto: RoMed Kliniken

 

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