Ein Meer aus Sonnenblumen

Der Altlandkreis und die Frage: Dreht die Blume ihren Kopf immer der Sonne zu?

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Jetzt gibt es sie wieder: Die Sonnenblumen-Meere im Altlandkreis. So wie auf unserem Foto nahe Forsting in der Gemeinde Pfaffing – im Hintergrund ist die Kirche von Tulling im Nachbarlandkreis Ebersberg zu sehen. Leser Helmut Maier aus Albaching hat uns dieses schöne Foto heute geschickt und ein paar Gedanken dazu …

Dreht die Sonnenblume ihren Kopf immer der Sonne zu? Antwort: Ja und nein. Die Sonnenblume im Wachstum macht es. Sie folgt mit ihren Blüten dem Lauf der Sonne vom Aufgang im Osten bis Untergang im Westen. So bekommt sie ein Maximum an Sonnenlicht und damit Energie. 

Ermöglicht wird das durch das Pflanzenhormon Auxin. Dieses wird tagsüber in der Ostseite des Stängels produziert – die nach Osten blickenden Pflanzen richten sich auf.

Um die Mittagszeit ist die Ostseite so lang wie die Westseite, die Sonnenblume steht senkrecht. Mit fortschreitender Tagesdauer wächst die östliche Seite des Stängels weiter, die Blume neigt sich nach Westen. In der Nacht findet das umgekehrte Phänomen – in der Westseite des Stängels bildet sich das Auxin und sie wächst bei Dunkelheit – statt.
Morgens schaut sie wieder nach Osten.

Dieser Prozess verlangsamt sich, je erwachsener die Sonnenblume wird – bis sie ausgewachsen ist. Dann schaut sie immer nach Osten. Das von dort kommende Frühsonnenlicht erwärmt die Blüten. Insekten fliegen am liebsten vormittags auf Nahrungssuche und bestäuben dabei die Blüten. Sie bieten ihnen für die Nahrungssuche eine angenehme Temperatur. Würde sie ihren Blütenkopf nach Westen neigen, kämen wegen der niedrigeren Grade wesentlich weniger Insekten.

Die Sonnenblume ist eine einsömmerige Pflanze, blüht von Juni bis Oktober und kann bis zu vier Meter hoch werden. Ihr bekanntestes Produkt ist das Sonnenblumenöl. Daneben gibt es mehrsömmerige Sonnenblumenstauden für den Garten.

hm

Quelle: KUVB  – Der Verbandskasten 1/2019

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