Ein Kreisverkehr mit „Rechts vor links”

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (51)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas zurückliegt, stellt sich immer wieder die Frage, wie die ein oder andere Regel im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle wöchentlich über Verkehrsregeln und –Mythen auf. In dieser Woche stellen wir wieder eine eher unbekannte Verkehrseinrichtung vor: Einen Kreisverkehr, in dem „Rechts-vor-Links” gilt – wie bei diesem, zugegebenermaßen nicht ganz runde Kreisverkehr in der nördlichen Burgau.


>>Die Grundregeln an einem normalen Kreisverkehr kennt jeder Autofahrer. Wer in den Kreisverkehr einfahren will, muss warten, wer bereits im Kreisverkehr fährt, hat Vorfahrt. Die allermeisten Kreisverkehre in Deutschland funktionieren nach diesem Prinzip. Man erkennt sie an der Zeichenkombination aus „Vorfahrt gewähren“ (Zeichen 205) und dem blauen Verkehrszeichen „Kreisverkehr“ (Zeichen 215). Es gibt allerdings auch Kreisverkehre, an denen die Vorfahrtsregeln umgekehrt sind – und einer davon lässt sich sogar in Wasserburg finden.

Genau genommen handelt es sich dabei nicht um einen Kreisverkehr im Sinne der StVO, sondern man spricht von einem „kreisförmigen Verkehr“ oder „kreisförmigen Knotenpunkt“. An ihm lässt sich die oben genannte Zeichenkombination nicht finden. Da keine Vorfahrtsregel per Verkehrszeichen festgelegt ist, gilt die Grundregel „Rechts-vor-Links“. Daraus ergibt sich, dass derjenige Vorfahrt hat, der in den Kreis einfahren will. Wer sich im Kreis befindet muss dementsprechend an jeder Ein- bzw. Ausfahrt die von rechts kommenden Fahrzeuge durchlassen. Das blaue Verkehrszeichen „Rechts vorbei“ zeigt nur die vorgeschriebene Fahrtrichtung an.

Solche speziellen Kreisverkehre findet man vor allem in Wohngebieten. Dort wird meist eine Zone 30 ausgewiesen, in der „Rechts-vor-Links“ gilt. Diese Vorfahrtsregelung wird dann konsequenterweise auch an kreisförmigen Straßenverläufen angewandt.

Die Regelungen zum Vorrang und zum Blinken sind übrigens dieselben wie im normalen Kreisverkehr. Das heißt: beim Ausfahren wird geblinkt, beim Einfahren nicht. Wer in den Kreisverkehr einfahren will hat Vorrang vor Fußgängern und Radfahrern, die die Straße überqueren wollen. Beim Ausfahren allerdings ist es zwingend vorgeschrieben, Fußgänger und Radfahrer durchzulassen!<<

 

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Foto: Eggerl

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