Ein Korb entschied Pokal-Viertelfinale

Krimi im Badria: Wasserburger Damen kommen dank eines 78:77 weiter

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Ein Basketball-Krimi am heutigen Sonntagabend in der Wasserburger Badria-Halle im Pokal-Viertelfinale: Ein einziger Korb entschied am Ende über den Einzug in die Top 4-Finalrunde – mit dem glücklicheren Ende für den Titelverteidiger und Hausherrn Wasserburg! Dabei hatte der Herner TC zur Halbzeit noch mit 47:29 geführt. Aber das TSV-Team drehte in den letzten beiden Vierteln die Partie gerade noch zum 78:77-Endstand. Zur großen Freude der Fans unter den 350 Zuschauern …

Wie schon in der Runde zuvor Mitte Dezember in Hannover konnte der TSV Wasserburg wieder einen großen Rückstand wettmachen. 21 Punkte lagen die gastgebenden Titelverteidiger in der ersten Hälfte bereits zurück. Herne traf hochprozentig aus allen Lagen und schien den Wasserburgerinnen immer weiter zu enteilen. Mit 29:47 ging es in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern in der Badria-Halle ein anderes Bild: Die Innstädterinnen holten Punkt um Punkt auf und waren Ende des dritten Viertels schon auf 55:59 dran. Die erste Führung des Spiels erzielte dann Milica Deura mit ihrem vierten Dreier – bei ebenso vielen Versuchen – zum 67:65 in der 35. Minute.

Beim 77:70 kurz vor dem Ende schien die Partie entschieden, doch die Gäste konterten und konnten nochmal auf 78:77 verkürzen. In den letzten Sekunden der Partie hatte das Team aus dem Ruhrpott sogar noch die Chance, das Spiel wieder zu drehen, vergab aber den letzten Wurf.

„Ich bin sehr stolz auf mein Team, dass wir es geschafft haben, nach dem hohen Rückstand doch noch zu gewinnen“, so Coach Nikolay Gospodinov: „Jetzt wollen wir auch den Pokalsieg!“

Matchwinnerin für den TSV war Monique Reid, die 29 Punkte und 17 Rebounds zum Sieg beitrug.

Einen hervorragenden Einstand feierte Janae Smith mit 17 Punkten. Die 1,88 große Centerspielerin soll – wie berichtet – Becca Tobin ersetzen, solange diese nach ihrer Meniskus-Operation ausfällt. Smith stammt aus Illinois und lief in ihrem letzten College-Jahr für die University of Alabama auf, wo sie mit starken 18,7 Punkten pro Spiel beeindruckte. Ihre Profi-Karriere startete sie in Griechenland und der Slowakei. Vor dieser Saison wechselte die 25-jährige US-Amerikanerin in die erste polnische Liga zu Enea AZS Poznan, erzielte im Schnitt 7,8 Punkte und holte 6,8 Rebounds.

Ebenfalls im Pokal-Top 4-Turnier, das am 24. und 25. März stattfinden wird, stehen Keltern (80:52 in Freiburg), Göttingen (63:56 gegen Marburg) und Chemnitz (77:42 beim Zweitligisten Rotenburg-Scheeßel). Für die Wasserburgerinnen geht es schon am Mittwoch weiter mit dem Liga-Heimspiel gegen Heidelberg.

Es spielten gegen Herne: Haiden Palmer (2 Punkte, 4 Rebounds), Milica Deura (14 Punkte, 4 von 4 Dreiern), Santa Okockyte (11 Punkte), Petra Zaplatova (3 Punkte), Sophie Perner, Annika Holopainen, Janae Smith (17 Punkte, 9 Rebounds), Monique Reid (29 Punkte, 17 Rebounds, 6 Assists) und Margaux Galliou-Loko (2 Punkte, 4 Rebounds).

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