Ein Geschenk der Natur

Die Diplom-Kräuterpädagogin Barbara Kurz gibt Tipps zu den Wildkräutern

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„Wir alle erleben gerade eine völlig veränderte Welt. Vieles ist nicht wie
gewohnt, wir müssen unsere Tagesabläufe völlig neu gestalten oder alles, was
uns so vertraut, ja sogar selbstverständlich war, bricht gerade weg. Auch meine Kräutertermine sind in dieser besonderen Zeit entsprechend abgesagt. Da uns ja trotz alledem das Frühjahr mit seinen ersten Blüten und Wildkräutern in Fülle verwöhnt, möchte ich dennoch gerne einige Anregungen weitergeben”, sagt die Wasserburger Diplom-Kräuterpädagogin Barbara Kurz. Und gibt folgende Tipps:


WILDKRÄUTER, KRÄFTIGENDES GRÜN AUF DEM TELLER

„Gerade im Frühjahr brauchen wir viel frisches Grün in unserer Nahrung, um den
Stoffwechsel nach dem Winter so richtig anzukurbeln. Dazu eignen sich
Wildkräuter ideal durch Ihre Vielfalt an sekundären Pflanzenstoffen, zum Beispiel ätherische Öle, Farbstoffe, Bitterstoffe, Glycoside, um nur einige zu nennen, wobei sie
auch noch Vitamine, Spurenelemente und Mineralien beinhalten. Eine Hand voll
Wildkräuter hat bei weitem mehr Inhaltsstoffe als ein ganzer Kopfsalat.”

Die Expertin weiter: „Wildkräuter sind ein Geschenk der Natur und stehen uns kostenlos zur Verfügung als biologisches Superfood, das keiner weiteren Ergänzungsmittel bedarf.
Sie fördern den Stoffwechsel, die Zellreinigung -und regenerierung und auch die Ausleitung von Schlackenstoffen. Zusätzlich stärken sie unser Immunsystem.
Nicht zu vergessen – die Bewegung an der frischen Luft beim Sammeln tut
allein schon gut. Natürlich sind momentane Ausgangs-Vorschriften zu beachten.”

WICHTIG BEIM SAMMELN:

  • Geh Achtsam mit der Natur um. Die Pflanzen die Du sammeln willst, solltest Du ganz genau kennen. Es gibt ja auch unbekömmliche und giftige Pflanzen!
  • Sammle nur in einer sauberen Umgebung, weg von viel befahrenen oder überlaufenen Straßen und Wegen.
  • Hohl dir beim Eigentümer die Erlaubnis ein.
  • Nimm nur soviel mit wie Du wirklich brauchst.
  • Selbstverantwortlich auf irgendwelche Unverträglichkeiten achten.

 

 

GIERSCH, ERDHOLLER, GEIẞFUSS, PETERSILIE DES ARMEN MANNES

Die Kräuterpädadgin: „Wer den Giersch im Garten hat, klagt gern, denn er wuchert und ist scheinbar mit nichts einzudämmen. Ein Giersch kommt selten allein, deshalb ist es leicht vorstellbar, dass der Giersch Pate gestanden hat für den Ausspruch ,Unkraut
vergeht nicht’. Doch weit gefehlt: Der Giersch überzeugt durch seinen hohen Anteil an Vitamin C, Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphor und Silizium. Er ist ein sehr schmackhaftes Wildgemüse und kann für vielerlei Speisen gekocht oder roh verwendet werden, weil er eine gute Basis für mancherlei Wildkräuterezept bietet.”

Die Expertin weiter: „Die jungen frischen Blätter schmecken ähnlich der Petersilie – jedoch mit einem höheren Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen.Wir können ihn verwenden in Salaten, Aufstrichen, Kräuterbutter Suppen, Gemüsegerichten,
Ravioli, Quiches, Aufläufen – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch getrocknet als Salatgewürz oder für ein selbstgemachtes Kräutersalz ist er verwendbar; an heißen Tagen lässt sich seine erfrischende Energie ausgezeichnet in ein wohlschmeckendes Kaltgetränk verwandeln.”

Herstellung: 10 bis 15 Blätter Giersch, 5 Ranken Gundermann/Gundelrebe, 3
Stängel Taubnesseln und Saft einer Bio – Zitrone in 1 Liter Bio Apfelsaft über
Nacht ansetzen. Vor dem Servieren mit 750 Millilitern kaltem Mineralwasser
aufgießen. Je nach Jahreszeit können auch frische Beerenblätter, 1-2 Traubenkirschenoder Hollerblüten, 1 Stängel Zitronnenmelisse oder Minze dazugegeben
werden. Das funktioniert natürlich auch mit Schaumwein, statt mit Mineralwasser.

Wer Fragen an die Diplom-Kräuterpädagogin Barbara Kurz hat, Mail an:

barbarakurz1@aol.de

 

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