„Ein finanzieller Schub“

65.000 Euro zur Unterstützung der heimischen Betriebe in Corona-Zeiten vom Stadtrat beschlossen

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Es ist nicht zu übersehen: Seit Mittwoch sind nun nach der Gastronomie auch die Geschäfte wegen des erneuten Lockdowns geschlossen. Jegliche Veranstaltungen sind durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgesetzt, Dienstleister müssen ihren Betrieb einstellen. Um die lokale Wirtschaft zu unterstützen, beschloss der Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung einstimmig, ihnen mit 65.000 Euro unter die Arme zu greifen (wir berichteten). Das Geld soll mit verschiedenen Aktionen über den Wirtschaftsförderungsverband Wasserburg (WFV) fließen.

 

„Was mich wahnsinnig ärgert“, eröffnete Zweiter Bürgermeister Werner Gartner die Debatte, „ist, dass ausgerechnet diejenigen von der Krise profitieren, die die Henker der kleinen Geschäfte sind.“ Ins Visier nahm Gartner die großen Internethändler wie beispielsweise Amazon. Schon jetzt sei eine deutliche Verschiebung der Kundenströme hin zu den Internetangeboten zu beobachten, die zu einem Abfluss der durchaus vorhandenen Kaufkraft aus der Region führt. Es sei deshalb notwendig, die Attraktivität der Innenstadt durch Marketingmaßnahmen und besondere Aktionen zu fördern – erst recht in Zeiten von Corona: „Das ist ein finanzieller Schub.“

 

Um Unterstützung zu leisten, plant Christoph Klobeck (CSU), Wirtschaftsreferent der Stadt, gemeinsam mit dem WFV eine Vielzahl von Aktionen, die ein möglichst breites Spektrum umfassen sollen. So ist derzeit beispielsweise in der Diskussion, begleitet von einer entsprechenden Werbekampagne, zu Beginn des nächsten Jahres eine Sonderedition des „Wasserburg Gutscheins“ aufzulegen: Ein Coupon etwa, der für 25 Euro gekauft wird, aber mit einem Bonus von 15 Euro – also für 40 Euro – eingelöst werden kann. „Dafür muss man nicht Mitglied im WFV sein“, so Klobeck. Man wolle sich dabei nicht nur auf eine Aktion fokussieren, erklärte der Wirtschaftsreferent, der an den Stadtrat appellierte, die Unterstützung zu beschließen.

 

„Es ist wichtig, ein Zeichen zu setzen“, brachte Norbert Buortesch (Bürgerforum) denn auch die Meinung des Gremiums auf den Punkt, „wir brauchen diese Aktion, das steht außer Frage.“

Und so stellte der Stadtrat schließlich einstimmig die 65.000 Euro für das Jahr 2021 in Aussicht, mit dem Einzelhandel, Dienstleistungsgewerbe. Gastronomie und Kultur unterstützt werden sollen. Allerdings ist der Zuschuss an drei Bedingungen gekoppelt: Alle Aktionen und Marketingmaßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit der Stadt, die Aktivitäten dürfen sich nicht nur auf Mitglieder des WFV beschränken und die Teilnehmer müssen eine angemessene Eigenbeteiligung leisten.

 

 

 

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Ein Kommentar zu “„Ein finanzieller Schub“

  1. Hallo WFV, macht doch selbst einen großen “Wasserburger-Online-Handel” auf. Alle Geschäfte, aber wirklich alle sollten sich beteiligen können. Anschauen und kaufen von zu Hause machen immer mehr Leute, warum nicht Online in Wasserburg. Da gibt es doch bestimmt jemanden, der hier eine Plattform auf die Beine stellt, wo sich jeder seinen Laden eröffnen kann. Die Geschäfte würden bestimmt gerne so was nutzen, aber selbst haben sie nicht die Zeit, das Können, und nicht die Technik dazu. Es wird Zeit aus dem großen A ein W zu machen. (Wbgzon). Packen wir es an. 🙂

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