Ein Fest im Namen des Friedens

Nächsten Samstag: Die Nationen in Wasserburg Hand in Hand seit 25 Jahren

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Der Juni ist da und damit auch das internationalste Fest des Jahres in Wasserburg und zwar am nächsten Samstag, 23. Juni – mit einem Jubiläum! Denn seit genau 25 Jahren gibt es das schöne Fest im Namen des Friedens: Die Wasserburger kommen aus rund 90 Heimatländern und viele stellen diese Länder, ihre Musik, ihre Tänze, ihre Spezialitäten und ihre Menschen beim Nationenfest in der Altstadt auch diesmal ab 15.05 Uhr vor. Zum Jubiläum wartet ein tolles Programm auf Jung und Alt …

Das schöne Plakat-Motiv stammt von Wasserburgs Künstler Willy Reichert …

Entstanden ist das Nationenfest in der Folge der Anschläge in Hoyerswerda, Mölln, Solingen und anderen Städten, als in Deutschland Asylbewerberheime brannten. 1992 gab es bundesweit Lichterketten. In Wasserburg, damals gerade über 10 000 Einwohner, kamen 5000 Menschen, standen dicht an dicht in der ganzen Stadt.

Bei diesem einmaligen Erlebnis sollte es nicht bleiben, der Freundeskreis Lichterkette plante für das folgende Jahr ein Nationenfest. Damals lebten in Wasserburg Menschen aus mehr als 40 Ländern der Welt. Heute sind es mehr als 90 Heimatländer.

Fröhlich, bunt, friedlich, abwechslungsreich, informativ, mitreißend – so ist das Nationenfest. Ob afrikanische Rhythmen, tschechische und schottische Dudelsackmusik, deutscher Pop und Rock, keltische Weisen, Bigband-Sound, deutsch-türkischer Crossover, amerikanische Gospels oder orientalischer Bauchtanz – bei manch einem Auftritt fällt es schwer, ruhig stehen zu bleiben.

Über die Lage der Flüchtlinge mit diesen diskutieren, Hilfsprojekte kennenlernen, schauen, was die Parteien für die Integration tun, wie es um Presse- und Meinungsfreiheit in anderen Ländern aussieht, rätseln, welche Hauptstadt zu welchem Heimatland eines Wahlwasserburgers gehört oder einfach mit dem Nachbarn aus Ghana, Marokko, Afghanistan, Argentinien, Mali, der Türkei oder Thailand reden, das gehört beim Nationenfest dazu.

Denn schließlich sollen sich die Wasserburger gleich welcher Herkunft und ihre Festgäste kennen lernen können – und dabei vielleicht feststellen, dass die Hautfarbe eine andere, das aber völlig egal ist.

Und während die „Großen“ auf dem Festgelände unterwegs sind, so sind die kleinen Gäste bestens im Kinderparadies am Kirchhofplatz aufgehoben. Da wird gemalt, gebastelt, gespielt, geschminkt, gewerkt, gesungen, gelacht oder geklettert. Mama und Papa? Die sollen ruhig ein paar Meter weiter in der Färbergasse einen Kaffee trinken.

Gegessen wird dann wieder gemeinsam. Ob ghanaisch, italienisch, brasilianisch, türkisch, marokkanisch, argentinisch, bairisch, libanesisch, ostafrikanisch, rumänisch oder indisch, ob süß oder salzig, vegetarisch oder fleischhaltig, ob Magentratzerl oder ausgewachsene Portion, so viel Abwechslung wie am Nationenfest gibt es sonst das ganze Jahr über bei keinem Fest. Und selbstverständlich muss auch niemand Durst leiden …

Das Programm:

 

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