Ein E-Mobilitäts-Vorreiter aus Haag

Getankt wird an der Wallbox direkt vor der Tür - Mit eigens produziertem Strom vom Dach

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PR – Für den neuen Job seiner Frau machte sich Christoph Bachmeier aus Haag auf die Suche nach einem passsenden Auto. Das musste vor allem eines sein: Kurzstreckentauglich. Nach einer Probefahrt mit dem Smart EQ stand für das Ehepaar Bachmeier fest: „Unser Zweitwagen wird ein Elektroauto.” Seit Januar dieses Jahres steht der smarte Flitzer vor dem Einfamilienhaus im Zentrum von Haag. Dort wird auch getankt: An der Wallbox direkt vor der Tür. Mit eigens produziertem Strom direkt vom Dach.

 „Das war ein absoluter Glücksfall“

Bis der Strom aus der eigenen Stromleitung kam, mussten wichtige Entscheidungen getroffen werden: Welches E-Auto ist das richtige für uns? Wo wollen wir die Batterie aufladen? Und: Lohnt sich dafür eine eigene PV-Anlage? An dem Infoabend „Die eigene PV-Anlage“ von der Kraftwerken Haag (KWH), konnte Bachmeier aus Termingründen nicht teilnehmen. „Aber die KWH haben den Vortrag gefilmt und das Video ins Netz gestellt. Das habe ich mir angesehen und daraufhin einen Termin vereinbart“, erinnert sich Bachmeier.

Wenige Tage später kam der hierfür zuständige Mitarbeiter der KWH, Andreas Oefele, zu den Bachmeiers. „Herr Oefele hat sich angesehen, was technisch möglich ist und uns ein Angebot geschickt“. Oder besser: einen ganzen Ordner voller Unterlagen. Darunter unter anderem eine Effizienzberechnung und eine Wirtschaftlichkeitsbereichnung, ab wann die PV-Anlage rentabel werde. „So teuer ist das heute nicht mehr,“ stellte Bachmeier fest. Einziger Wehrmutstropfen: Die Wartezeit für den Smart EQ betrug 14 Monate. Eigentlich. Denn wie es der Zufall wollte, sprang ein Interessent ab, und die Bachmeiers rückten auf. „Das war ein absoluter Glücksfall“.

 

 

„Bedenken hatte ich nur wegen der Steuer“

Auch die Finanzierung der PV-Anlage lief problemlos. Seine Bank unterbreitete ihm ein spezielles Klimadarlehen, bei dem er nicht Nein sagen konnte. Nur das Steuerrecht machte ihn stutzig. Als Betreiber einer PV-Anlage wird man automatisch zum Unternehmer, und damit Umsatzsteuerpflichtig. „In das Thema habe ich mich einen Abend lang eingelesen, so schlimm ist das gar nicht“. Gesagt, getan. Im November hat er den Vertrag bei den KWH unterschrieben. Im März wurde die PV-Anlage mit einer Größe von 7,43 kWp und einer Gesamtleistung von rund 8000 kWh im Jahr an nur einem Tag von den KWH installiert. Nochmal rund 1,5 Stunden haben die Aufschaltung und der Zählertausch gedauert.

 

4500 Kilometer in 5 Monaten

Insgesamt 26 PV-Module sind jetzt auf seinem Dach. Direkt neben den 5 Solarelementen, die dort für seine Warmwasseraufbereitung sorgen. „Jetzt ist das Dach voll“, schmunzelt Bachmeier. Und er und seine Frau sind begeistert: „Wir müssen nicht mehr zur Tankstelle und das Fahren macht einfach Spaß“. 4500 Kilometer sind die Bachmeiers in 5 Monaten mit eigenem Strom gefahren. Wieviel Strom er verbraucht, wieviel die eigene PV-Anlage produziert und wieviel er ins Netz einspeist kontrolliert Bachmeier via App. Die Zahlen haben ihn in jedem Fall bewusster gemacht für den eigenen Energieverbrauch. Sollte es hierbei technische Probleme geben, dann sind die Kraftwerke Haag nicht weit. Die 500 Meter zu einem persönlichen Ansprechpartner, die geht er dann aber zu Fuß.

Sabine Saldaña Bravo

 

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