Ein Dorf steht Kopf

Mordsgaudi und hunderte Zuschauer bei Bettelhochzeit in Söllhuben

image_pdfimage_print

Ganz Söllhuben war auf den Beinen und stand Kopf, als der örtliche Trachtenverein „D´ Hochlandler“ zur Bettelhochzeit lud. Lisbert Vollinger und Odlgundis Furzner gaben sich zwar auf dem Misthaufen das „Ja-Wort“ und schworen „ewige Treue“ – doch allerlei Hindernisse und Eskapaden ließen schon früh befürchten, dass die Ehe nicht ewig halten würde.

Schönheit ist bekanntlich keine Bedingung für eine Bettelhochzeit. Auf dem Misthaufen werden die beiden ohnehin nur bis zum Aschermittwoch „verheiratet“. Ein Hochzeitszug mit geschmückten Wagen führte durch Söllhuben zum Standesamt. Es war ein stattlicher Hochzeitszug mit Hochzeitskutsche, Kammertwagen mit der Mitgift der Braut sowie der ganzen narrischen Hochzeitsgesellschaft und einigen hundert Zuschauern.

Die Garderobe für die Hochzeitsgesellschaft auch heute dem Anlass gemäß sehr festlich „schwarz-weiß.“ Hochzeitslader war Simandl Gscheidmayer, der Grattler von Parnsberg. Eines ist sicher: Der Trachtenverein, die Wildenwarter und Söllhubener Musikanten, die Progoder, die Ehrleute, die Hochzeitsleute und alle, die im Wege oder am Wegrand standen, alle hatten eine Menge Gaudi.

So fand ein Faschingstreiben statt, bei dem die Gäste nach der Hochzeit noch ausgelassen auf das Brautpaar anstoßen können, gemäß dem Motto „Vivat das elende Brautpaar!“ Natürlich fand auch noch ein „Jungfrauenlauf“ statt.

hö/Fotos: Rainer Nitzsche

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren