„Ein Dorf steht Kopf“

In Edling: Neuer Film von Sebastian Schindler aus Soyen feierte rundum gelungene Premiere

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Brechend voll war das Edlinger Krippnerhaus bei der Premiere der bayerischen Filmkomödie „Ein Dorf steht Kopf“. Umrahmt wurde die Veranstaltung von kabarettistischen Einlagen durch Angelika Aschbacher und Christian Haller, die gleich zu Beginn als Comedy-Duo „Steckerlfisch und Schlagsahne“ die Lachmuskeln der Gäste – darunter der Haager Bräu Alois Unertl und seine Frau Betty als Sponsoren – strapazierten.

 

 

Unter anderem mit „Pausenwitzen“ hielt die aus dem Landkreis Altötting stammende Kabarettistin Franziska Wanninger den Saal zusätzlich bei Laune. „Hundling“ alias Phil Höcketstaller und Beni Hafner, der „Oimara“, der das offizielle Titellied „Ois steht Kopf“ lieferte, sorgten für die musikalische Unterhaltung.

Über 100 „Dorf-Urgesteine“ und Laiendarsteller standen neben professionellen Schauspielern und Kabarettisten für die 50-minütige Provinzkomödie vor der Kamera. Gedreht und produziert hat der Soyener Jungregisseur in den Gemeinen Edling, Soyen, Gars sowie in Attelthal.

 

Im Kreise seiner Filmfamilie, Matthias Christian Rehrl und dessen Frau Claudia Maria Haas, wirkt der im echten Leben erst neunjährige Vitus Droppelmann, ein waschechter Wirtshausbua aus Soyen, auf der Bühne beinah ein wenig schüchtern. Er schlüpfte in die Rolle des jungen Ersatz-Bürgermeisters von Langsham und brillierte ganz ohne Schauspielerfahrung.

Sebastian Schindler zeigte sich sichtlich stolz – auf sein Team und den erfolgreichen Film, der in nur sieben Drehtagen im Sommer vergangenen Jahres im Wasserburger Altlandkreis entstand. Lange Nächte mit wenig Schlaf liegen hinter dem 21-Jährigen. Die Postproduktion nahm die meiste Zeit in Anspruch, wie der Jungregisseur selbst zugibt. „Ohne mein Team hätte ich das alles nicht geschafft“, lobte Schindler bei der Premiere.

Sein ganz besonderer Dank gebührte Zenta Schindler: Die Mama von Sebastian brillierte als „Setrunnerin“ und hatte die ganze Zeit über die Hintergrund-Organisation im Griff.

Und der Film selbst? Urig, boarisch und ein gemeiner Angriff auf die Lachmuskeln. Darum geht’s: Im oberbayerischen Dorf Langsham dreht sich die Welt noch langsamer. Während sich die Bürger über eine wunderschöne Lage im Voralpenland erfreuen dürfen, funktionieren modernste Erfindungen wie Mobilfunknetz oder Internet noch nicht wirklich. Setzt sich ja eh nicht durch. Als der langjährige Bürgermeister Wolfgang Oberhuber (Matthias Christian Rehrl) im Rahmen einer Bürgerversammlung die neusten Entwicklungen vom lange angekündigten Breitbandausbau präsentieren will, bricht er auf der Bühne zusammen. Diagnose: Hexenschuss!

Das ortsansässige Ärzte-Team (Kabarettduo Steckerlifsch & Schlagsahne) rät ihm zu einer zweiwöchigen Amtspause! Doch wer soll den Bürgermeister in dieser Zeit vertreten? Das komplette Gemeindeteam sowie auch seine Vorgänger wollen mit den heiklen Themen ihres Oberhaupts nichts zu tun haben. Also muss ein anderer her. Oberhubers zwölfjähriger Sohn Seppi (Vitus Droppelmann) bietet seinem Vater an, das Bürgermeisteramt während seiner Schulferien zu übernehmen. Gesagt, getan: Seppi wird Aushilfs-Bügermeister und stellt das komplette Dorfleben sprichwörtlich auf den Kopf! Sein Motto: Ned kena gibt`s ned. Macha zaid!

Da die ersten Vorstellungen bereits restlos ausverkauft sind, gibt es für folgende Zusatztermine noch Karten:

Sonntag, 25. März 2018 (Einlass: 15 Uhr, Beginn: 16 Uhr)
Donnerstag, 29. März 2018 (Einlass: 18 Uhr, Beginn: 20 Uhr)
Freitag, 30. März 2018 (Einlass: 17 Uhr, Beginn: 19 Uhr)
Samstag, 14. April 2018 (Einlass: 18 Uhr, Beginn 20 Uhr)
Sonntag, 22. April 2018 (Einlass: 17 Uhr, Beginn 19 Uhr)

Die Film-Vorführungen finden exklusiv im Gasthaus Brandmühle in Soyen statt. Lediglich die Vorstellung am 14. April geht im Klostercafé Gars über die Bühne.

Karten für die Vorstellungen sind unter der Telefonnummer: 08073/914 71 87 erhältlich. Achtung: Auch auf die Mailbox gesprochene Nachrichten werden eingetragen. Mehr Infos zum Film gibt es im Internet unter www.eindorfstehtkopf-film.de.

Am Samstag, 21. April, tritt Filmmusiker Beni Hafner unter seinem Künstlernamen „Oimara“ im Gasthaus Brandmühle auf. Für die Veranstaltung sind noch Karten unter der oben genannten Telefonnummer erhältlich. MB

 

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