Ein Burgfest wie aus dem Bilderbuch

Traditionelles Fest des Senioren- und Pflegeheims Maria Stern kam bestens an

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Bei tollem Wetten und mit vielen Programmpunkten feierten die Bewohner, Mitarbeiter und Freunde des Senioren- und Pflegeheims Maria Stern ihr jährliches Burgfest. Historische Darbietungen vom „Wasserburger Haufen”, Tanzeinlagen, eine Führung durch die Burg und vieles mehr machten das Fest auch dieses Jahr wieder zu einem Highlight im Veranstaltungskalender der Stiftung Attl.

Zur Einstimmung luden Pastoralreferentin Elisabeth Sax und Pfarrer Willibald Mittermaier (Foto unten) zu einer Andacht in den historischen Rittersaal. Dort segneten sie Aufkleber mit dem Emblem des Heiligen Christophorus, dem Schutzpatron der Reisenden und der Fahrzeuge. Diese wurden dann an alle Gehhilfen und Rollstühle angebracht. „Wir wünschen Ihnen, dass Sie mit ihren Hilfsmitteln gut ankommen”, so Sax.

Im Anschluss begrüßten Heimleiterin Brigitta Zahorsky und Vorstand Jonas Glonnegger die Besucher im Burghof. Bei deftigen Schmankerln und Kaffee und Kuchen genossen die vielen Gäste dann das schöne Wetter und die entspannte Atmosphäre auf der Burg. Für die musikalische Umrahmung sorgte in bewährter Manier Hans Thaler.

Der Wasserburger Haufen, der mit Soldaten, Frauen und Kindern die Burg einnahm, weckte großes Interesse bei den Gästen. In seinen Darbietungen erinnerten die mittelalterlich gekleideten Frauen und Männer an eine Schlacht um Wasserburg während des Dreißigjährigen Krieges. In verschiedenen Szenen zeigten die Historiendarsteller Waffen und Kampfformationen. Auch Medicus Carl-Heinz Hartmann öffnete mit seiner Frau Sigrid einen zeitgemäßen „Erste-Hilfe-Koffer”, der statt sterilen Kompressen und Stethoskop mit Sägen, Zangen und mit dem gängigsten Desinfektions- und Betäubungsmittel der Zeit – Schnaps – ausgestattet war.

Das Brauchtum hielt schließlich noch die Attler Volkstanzgruppe lebendig. Als besonderes Highlight führte Stadtführerin Traudl Inninger alle Interessierten rückwärts durch die Geschichte der Wasserburger Burg, deren Grundmauern bis ins elfte Jahrhundert reichen. Im Laufe der Zeit war sie nicht nur Wohnsitz von Grafen und im Besitz der Wittelsbacher, sondern auch Hauswirtschaftsschule, Knabenerziehungsanstalt, Frauenzuchthaus und Lazarett, bevor die Schwestern des Augsburger Ordens Maria Stern dort ein Seniorenheim errichteten. Im Jahr 2006 übernahm die Stiftung Attl die Einrichtung. Damals kaufte auch die Kreishandwerkerschaft Rosenheim das historische Gebäude und vermietet es seither an die Stiftung Attl.

 

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